Azawakh

Azawakh – Rasseportrait

FCI-Gruppe 10 · Sektion 3 · Kurzhaarige Windhunde, ohne Arbeitsprüfung

Azawakh

Der Azawakh (FCI-Standard Nr. 307, Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde) stammt aus dem nördlichen Grenzgebiet zwischen Mali und Niger, den Ausläufern des Azawakhtals in der Sahelzone. Wichtig zu wissen: Windhundtypische Anästhesie-/Medikamentenempfindlichkeit durch sehr geringen Körperfettanteil (Court 1999).

Größe

♂ 64–74 cm · ♀ 60–70 cm

Gewicht

♂ 20–25 kg · ♀ 15–20 kg

Lebenserwartung

12–14 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 70–155 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 10 (Windhunde), Sektion 3 (Kurzhaarige Windhunde, ohne Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 307 — Publikationsdatum des gültigen Standards: 04.09.2019 (deutsche Übersetzung 15.10.2019)

Herkunft

Nördliches Grenzgebiet zwischen Mali und Niger, Ausläufer des Azawakhtals in der Sahelzone (FCI-Standard); Patronat/verantwortlicher Verband: Frankreich. Historisch geprägt bei Tuareg-, Fulani/Peul- und weiteren Hirten- und Jägervölkern der Sahelzone.

Größe

Rüde: 64–74 cm (FCI-Standard Nr. 307: Widerristhöhe, Toleranz ±2 cm) · Hündin: 60–70 cm (FCI-Standard Nr. 307: Widerristhöhe, Toleranz ±2 cm)

Gewicht

Rüde: 20–25 kg (FCI-Standard Nr. 307: Richtwert) · Hündin: 15–20 kg (FCI-Standard Nr. 307: Richtwert)

Lebenserwartung

12–14 Jahre (Quellen variieren 12–15; Zuchtvereins-/Ratgeberquellen nennen bei gesunder Zucht ohne übermäßige Inzucht teils bis 15 Jahre)

Fellfarben

Fauve (sandfarben bis dunkles Mahagoni-Fauve), mit oder ohne Stromung (nur schwarz zulässig), weiße Abzeichen auf Brust, Hals und Gliedmaßen beschränkt; schwarze Maske möglich (FCI-Standard Nr. 307). Nicht standardgemäß: verwässerte Farben wie Blau oder Lilac, invasives Weiß, andersfarbige Stromung.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Azawakh als „lebhaft, aufmerksam, distanziert“ — Fremden gegenüber könne er „sehr reserviert“ sein, im „gewohnten und …

Pflegeaufwand

Gering — Das laut FCI-Standard kurze, dünne, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduzierte Fell macht den Azawakh pflegeleicht: Gelegentliches Abreiben mit einem feuchten Lappen oder …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Die stark ausgeprägte Fixier-/Verfolgungsreaktion auf schnelle Sichtreize verlangt sichere, hohe Einzäunung und realistische Rückruf-Erwartungen, die laut FCI-Standard reservierte Grundhaltung gegenüber Fremden braucht geduldige, breite Sozialisation, und die geringe Verbreitung der Rasse bedeutet zusätzlich wenige ortsnahe, windhunderfahrene Trainer und Tierärzte — mit entsprechendem Grundwissen und Zeitbudget ist die Rasse aber gut zu führen.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 1000–3.000 € · laufend ca. 70–155 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Azawakh (FCI-Standard Nr. 307, Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde) stammt aus dem nördlichen Grenzgebiet zwischen Mali und Niger, den Ausläufern des Azawakhtals in der Sahelzone. Die FCI datiert Darstellungen ähnlicher Windhundtypen auf Felsmalereien der zentralen Sahara zurück, die mehrere Jahrtausende alt sind. Mit zunehmender Austrocknung der Sahara zogen Tuareg-, Fulani/Peul- und weitere Hirten- und Jägervölker gemeinsam mit ihren Hunden in die günstigeren Gebiete der Sahelzone entlang des trockenen Azawakhtals. In der Sprache der Tuareg wird die Rasse auch „Oska“ genannt.

Anders als viele europäische Windhunde, die überwiegend für die reine Coursing-Jagd gezüchtet wurden, beschreibt der FCI-Standard beim Azawakh ausdrücklich eine Doppelfunktion: Jagd auf Sicht (Gazellen, Hasen, Straußenvögel) UND aktive Verteidigung des Lagers gegen Raubtiere (Hyänen, Schakale, Löwen). Der Standard nennt ihn zudem einen „wichtigen Gefährten im Alltag des Lagerlebens“ der Nomaden — der Azawakh war also nie ein reiner Jagdhund, sondern von Beginn an auch Wach- und Begleithund im täglichen Zusammenleben.

Die ersten Exemplare kamen laut FCI-Standard ab 1968 nach Europa (Frankreich/Belgien); mehrere Zuchtvereinsquellen (u. a. Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e. V./Faszination Windhunde, zuechter-net.de) beschreiben die europäische Gründerpopulation übereinstimmend als sehr klein — eine Handvoll importierter Tiere bildete die Basis der westlichen Zuchtlinien. In Deutschland etablierte sich die Rasse ab 1975 innerhalb der Windhundszene. Der aktuell gültige FCI-Standard datiert vom 04.09.2019 (deutsche Übersetzung 15.10.2019); Patronatsland ist Frankreich.

Bis heute ist der Azawakh außerhalb Afrikas eine sehr seltene Rasse: Der VDH registrierte in den vergangenen Jahren jährlich nur einen niedrigen zweistelligen Welpenzuwachs (u. a. 21 Welpen im Jahr 2024), verteilt auf eine Handvoll Züchter bundesweit.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Azawakh als „lebhaft, aufmerksam, distanziert“ — Fremden gegenüber könne er „sehr reserviert“ sein, im „gewohnten und familiären Umfeld“ dagegen „sehr sanft und anhänglich“. Diese Distanz gegenüber Unbekannten ist beim Azawakh kein Zufallsprodukt, sondern steht ausdrücklich im FCI-Wesenstext und lässt sich auf die historische Doppelfunktion zurückführen: Neben der Sichtjagd war der Azawakh laut Standard immer auch „wichtiger Gefährte im Alltag des Lagerlebens“ und aktiver Gegner von Raubtieren — ein Hund, der aufmerksam beobachtet und nicht jedem Fremden unmittelbar zugewandt reagiert, entsprach über Jahrhunderte einer real gebrauchten Eigenschaft, keiner beliebigen Charaktererfindung.

Getrennt davon zu betrachten ist die eigentliche Jagdkomponente: Als reinrassiger Sichtjäger verlässt sich der Azawakh fast ausschließlich auf schnelle visuelle Reize. In der modifizierten Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) sind bei sichtjagenden Windhunden insbesondere Fixieren und Hinterherjagen extrem verstärkt: Ein sich schnell bewegendes Objekt im Blickfeld — ein Hase, ein Radfahrer, ein joggender Mensch — kann eine nahezu reflexhafte Verfolgungsreaktion auslösen, die sich im Auslösemoment kaum durch Zurufen unterbrechen lässt. Das ist kein Ungehorsam, sondern die genetisch verankerte Kernkompetenz der Rasse, die der FCI-Standard selbst unter „Bewegung ist ein wesentliches Merkmal dieser Rasse“ hervorhebt.

Wichtig zur Einordnung: Aggressives oder übermäßig ängstliches Verhalten ist laut FCI-Standard ausdrücklich ein disqualifizierender Fehler — Reserviertheit gegenüber Fremden bedeutet standardgemäß Distanz und Beobachtung, nicht Angriffsbereitschaft. Wie stark sich diese Reserviertheit im Einzelfall zeigt, hängt zusätzlich erheblich von der individuellen Sozialisation in der Welpen- und Junghundzeit ab (primäre Sozialisationsphase ca. 3.–12., auslaufend bis 14.–16. Lebenswoche, Scott & Fuller 1965) — angeborene Disposition und Lernerfahrung wirken hier zusammen, nicht die Disposition allein.

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Erziehung & Beschäftigung

Die ausgeprägte Fixier-/Verfolgungsreaktion auf schnelle visuelle Reize (siehe Wesen & Charakter) ist die größte erzieherische Herausforderung beim Azawakh: Ein verlässlicher Rückruf lässt sich nur über langfristigen, konsequenten Aufbau mit positiver Verstärkung erarbeiten — und selbst dann bleibt er in Momenten hoher Reizintensität (ein flüchtendes Kleintier, ein schnell fahrendes Rad) eine biologische Grenze, keine Trainingslücke. Von Dominanz- oder Unterwerfungsmethoden ist grundsätzlich abzuraten: Sie ändern nichts am instinktgeleiteten Auslöser und schädigen stattdessen die Vertrauensbasis zu einem ohnehin reservierten, sensiblen Hund.

Weil der FCI-Standard dem Azawakh selbst im gewohnten Umfeld eine reservierte Grundhaltung Fremden gegenüber bescheinigt, ist eine breite, aber ruhige Sozialisation in der Welpen- und Junghundzeit (ca. 3.–12./16. Lebenswoche) besonders wichtig — nicht um die grundsätzliche Wesensart zu „korrigieren“, sondern um dem Hund zu ermöglichen, neue Menschen und Situationen als ungefährlich einzuordnen. Erzwungene Annäherung oder Überforderung mit vielen fremden Kontakten wirkt bei einem distanzierten Hund eher kontraproduktiv als beschleunigend.

In der Praxis bedeuten diese beiden Eigenschaften: gesicherte, ausreichend hohe Einzäunung, konsequente Leinenführung in unübersichtlichem Gelände und kontrollierter Freilauf nur auf eingezäunten Flächen. Lure Coursing und Rennveranstaltungen — in Deutschland u. a. über den Deutschen Windhundzucht- und Rennverband e. V. (DWZRV) organisiert — bieten eine artgerechte, kontrollierte Alternative, die den Verfolgungsinstinkt kanalisiert statt ihn zu unterdrücken. Wird ein zuvor erfolgreiches Verfolgungs- oder Zugverhalten plötzlich konsequent unterbunden, kann kurzfristig ein Extinktionsburst auftreten — eine vorübergehende Verstärkung des unerwünschten Verhaltens, bevor es abklingt; das ist eine erwartbare Trainingsphase, kein Rückschritt.

Wegen der laut FCI-Standard dünnen, eng anliegenden Haut und des geringen Körperfettanteils reagiert der Azawakh empfindlicher auf harte körperliche Korrekturen als robuster gebaute Rassen — sanfte, klar strukturierte Trainingsführung entspricht damit sowohl der Ethologie als auch der Körperlichkeit der Rasse. Hundeschulen oder Trainer mit Windhund-Erfahrung sind für einen soliden Rückruf- und Sozialisationsaufbau empfehlenswert.

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Pflege & Gesundheit

Das laut FCI-Standard kurze, dünne, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduzierte Fell macht den Azawakh pflegeleicht: Gelegentliches Abreiben mit einem feuchten Lappen oder Fellhandschuh genügt, professionelle Schur oder aufwendiges Bürsten entfallen. Die Kehrseite derselben Eigenschaft: Dünne Haut, kaum Unterwolle und ein sehr geringer Körperfettanteil (der laut Standard sichtbare Knochenbau und die sichtbare Muskulatur sind ausdrücklich Standardmerkmal, keine Abweichung) bedeuten eine spürbare Kälteempfindlichkeit — bei niedrigen Temperaturen ist ein Hundemantel bzw. das Verkürzen von Aufenthalten im Freien sinnvoll.

Rassespezifisch relevant ist die für kurzhaarige Windhunde generell beschriebene Medikamenten- und Narkoseempfindlichkeit: Sighthounds verfügen über sehr wenig Körperfett, in dem sich fettlösliche Anästhetika verteilen können, und über eine abweichende Leberverstoffwechslung bestimmter Wirkstoffklassen (u. a. Barbiturate wie Thiopental), sodass Standarddosierungen anderer Rassen gefährlich hoch wirken können (Court 1999, Clinical Techniques in Small Animal Practice). Dieser Mechanismus ist unmittelbar auf den Azawakh übertragbar, da der FCI-Standard selbst die extreme Schlankheit und den geringen Körperfettanteil als Rassemerkmal beschreibt — für tierärztliche Eingriffe sollte daher explizit ein moderner, sighthound-erfahrener Anästhesie-Ansatz (z. B. Propofol statt Thiopental) angesprochen werden.

Zweiter dokumentierter Risikofaktor ist die kleine europäische Gründerpopulation: Mehrere Zuchtvereinsquellen (Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e. V., zuechter-net.de) beschreiben übereinstimmend, dass die westlichen Zuchtlinien auf eine sehr kleine Anzahl ab 1968 importierter Tiere zurückgehen und Züchter bis heute gezielt frische Linien aus dem Ursprungsgebiet (Mali, Niger, Burkina Faso) einführen, um die genetische Vielfalt zu erhalten — ein Hinweis auf ein strukturell erhöhtes Inzuchtrisiko bei unzureichendem Populationsmanagement.

In Zuchtverein- und Ratgeberquellen (u. a. PetMD, hunderasse.de) werden zudem Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und gelegentliche Krampfanfälle bei älteren Tieren genannt, teils mit vermutetem Zusammenhang. Eine peer-reviewte, speziell auf den Azawakh bezogene Prävalenzstudie wurde dazu nicht gefunden — unsicher, weitere Prüfung empfohlen. Zum Vergleich: Eine Laboruntersuchung der Michigan State University (Sist, Refsal & Nachreiner 2009) dokumentiert Autoimmunthyreoiditis/Hypothyreose bei anderen Windhundrassen (Rhodesian Ridgeback, Borzoi, Saluki, Greyhound) in unterschiedlicher Häufigkeit — der Azawakh selbst war in dieser Untersuchung nicht erfasst.

Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Der sehr geringe Körperfettanteil mit sichtbarem Knochenbau ist beim Azawakh ausdrücklich Standardmerkmal und wird hier nicht als Qualzucht im Sinne des § 11b TierSchG eingestuft — der FCI-Standard selbst disqualifiziert „übermäßig schmalen Brustkorb und extreme generelle Schlankigkeit“ als eigenständigen Fehler und setzt der Selektion damit erkennbar eine Grenze nach oben. Die Rasse gilt hier daher als nicht qualzuchtbetroffen (qualzucht_flag = nein); das oben genannte Risikoprofil (Anästhesie, Gründerpopulation, ungeklärte Schilddrüsen-/Krampfanfall-Häufung) rechtfertigt dennoch den Risikoaufschlag im Kostenrechner.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt geeignet: Der Azawakh ist im eigenen Zuhause anhänglich und sensibel, bleibt Fremden gegenüber aber laut FCI-Standard reserviert — Familien mit viel Besuch oder spontanen Fremdkontakten sollten das einplanen und aktiv, aber ruhig sozialisieren, statt auf schnelle Zutraulichkeit zu hoffen.
  • Einsteiger: Kein Einsteigerhund: Die sehr ausgeprägte Fixier-/Verfolgungsreaktion auf schnelle Reize verlangt sichere, hohe Einzäunung und realistische Rückruf-Erwartungen, die reservierte Grundhaltung braucht erfahrene, geduldige Sozialisationsarbeit, und die geringe Verbreitung der Rasse bedeutet zusätzlich wenige ortsnahe, windhunderfahrene Trainer und Tierärzte.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet: Der hohe Bewegungsbedarf und die sighthoundtypische Sprint-/Ausdauerkombination passen ideal zu Lure Coursing, kontrolliertem Freilauf und Rennveranstaltungen, etwa über den Deutschen Windhundzucht- und Rennverband e. V.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher nicht geeignet: Der hohe tägliche Bewegungs- und Auslastungsbedarf sowie die notwendige aktive Zaun-/Leinenkontrolle bei Sichtreizen übersteigen häufig, was wenig aktive Halter realistisch leisten können.

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Gesundheitsrisiko erhöht
Windhundtypische Anästhesie-/Medikamentenempfindlichkeit durch sehr geringen Körperfettanteil (Court 1999).
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Professionelle Fellpflege
Das laut FCI-Standard kurze, dünne, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduzierte Fell macht den Azawakh pflegeleicht: Gelegentliches Abreiben mit einem feuchten Lappen oder Fellhandschuh genügt, professionelle Schur oder …
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
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Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

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Der Azawakh ist ein reinrassiger Sichtjäger: Anders als geruchsorientierte Jagdhunde verlässt er sich fast ausschließlich auf sein Sehvermögen, um schnelle Bewegungsreize wahrzunehmen und zu verfolgen. Der FCI-Standard nennt als ursprünglichen Verwendungszweck ausdrücklich die Jagd auf Sicht von Gazellen, Hasen und sogar Straußenvögeln — Beutetiere, die vor …

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Häufige Fragen zum Azawakh

Ist der Azawakh anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Die ausgeprägte Fixier-/Verfolgungsreaktion auf schnelle Sichtreize erfordert sichere, hohe Einzäunung, die laut FCI-Standard reservierte Grundhaltung gegenüber Fremden braucht geduldige Sozialisation, und die Seltenheit der Rasse bedeutet wenige windhunderfahrene Trainer und Tierärzte vor Ort — mit entsprechendem Grundwissen ist die Rasse aber gut zu führen.

Wie viel Auslauf braucht ein Azawakh?

Viel: Der FCI-Standard selbst nennt Bewegung als „wesentliches Merkmal dieser Rasse“. Azawakhs brauchen täglich ausgiebigen, teils zügigen Auslauf sowie kontrollierten Freilauf in sicher eingezäunten Flächen — reine kurze Leinenrunden werden dem Bewegungsbedarf nicht gerecht.

Ist der Azawakh ein Listenhund?

Nein. Der Azawakh steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Liste für gefährliche Hunde und ist auch nicht Teil der bundesweiten Liste (Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier).

Warum ist der Azawakh so selten und vergleichsweise teuer?

Die europäische Zuchtpopulation geht auf eine sehr kleine Zahl ab 1968 importierter Tiere zurück; der VDH registrierte zuletzt nur niedrige zweistellige Welpenzahlen pro Jahr (u. a. 21 im Jahr 2024). Aus dieser kleinen Gründerpopulation mit gebotener Sorgfalt und teils gezielten Importen aus dem Ursprungsgebiet zu züchten, treibt Aufwand und Preis (üblich ca. 1.000–3.000 €, Median ca. 1.500 €).

Verträgt der Azawakh Kälte?

Nur eingeschränkt: Kurzes, dünnes Fell, dünne Haut und ein sehr geringer Körperfettanteil bieten wenig Wärmeisolation. Bei niedrigen Temperaturen sind ein Hundemantel und verkürzte Aufenthalte im Freien sinnvoll.

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