Basset Hound

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.3 · Kleine Laufhunde
Basset Hound
Der Basset Hound ist ein britischer Jagdhund mit französischen Wurzeln: Sein Name leitet sich vom französischen »basset« (von »bas« = niedrig) ab, das auf die kurze Beinstellung verweist. Wichtig zu wissen: Zentral sind der kurzbeinige Körperbau und die lose Haut: Der Basset Hound ist laut FCI-Standard ein typischer kurzbeiniger, schwerer Laufhund (»short-legged, heavy-boned«), das Merkmal betrifft jedes Tier der Rasse.
Größe
♂ 33–38 cm · ♀ 33–38 cm
Gewicht
♂ 20–30 kg · ♀ 18–27 kg
Lebenserwartung
10–12 Jahre
Aktivität
Mittel
Kosten / Monat
ca. 80–170 €
Rasseportrait
kostenrechner
Rassen-Check
🔒 Verhaltenswissenschaft
🔒 Lernportal
Faq
Steckbrief
FCI-Gruppe
Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.3 (Kleine Laufhunde), FCI-Standard Nr. 163 — 27.01.2011 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards laut fci.be; Verabschiedung durch das FCI General Committee am 13.10.2010; deutsche Übersetzung vom 09.03.2011)
Herkunft
Großbritannien
Größe
Rüde: 33–38 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 163 nennt als wünschenswerte Höhe zwischen 33 und 38 cm; keine geschlechtsspezifische Trennung — die Spanne gilt für Rüde und Hündin gleichermaßen) · Hündin: 33–38 cm Widerristhöhe (identische FCI-Vorgabe wie beim Rüden; der Standard trennt nicht nach Geschlecht; Hündinnen liegen in der Praxis tendenziell im unteren Bereich der Spanne)
Gewicht
Rüde: ca. 20–30 kg (der FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; Praxis-Richtwert aus mehreren Quellen; AKC nennt als typische Spanne 40–65 lb ≈ 18–29,5 kg, schwerste Rüden können die Spanne leicht überschreiten) · Hündin: ca. 18–27 kg (Praxis-Richtwert; FCI macht keine Gewichtsvorgabe; Hündinnen liegen tendenziell 2–3 kg leichter als Rüden — als Richtwert, nicht als exakte Zahl zu verstehen)
Lebenserwartung
10–12 Jahre (Quellen variieren: verbreitete Sekundärquellen nennen 10–12 Jahre; UK-Primärversorgungsdaten zu kurzbeinigen Rassen liegen tendenziell niedriger — eine Basset-Hound-spezifische peer-reviewte Lebenserwartungsstudie wurde nicht gefunden, die Spanne ist als Richtwert zu verstehen)
Fellfarben
Laut FCI-Standard Nr. 163 sind — typisch für Laufhunde — alle anerkannten Laufhundfarben zulässig; am häufigsten sind die Dreifarbigkeit (schwarz, weiß und lohfarben) sowie die klassische Zweifarbigkeit (z. B. Zitronengelb und Weiß, Orange und Weiß, Rotbraun und Weiß, Schwarz und Weiß). Der Standard formuliert die Farbe ausdrücklich nachrangig gegenüber der Funktion; die meisten offiziellen Standardsetzen das klassische Trikolormuster als am typischsten an. Markante Farbabzeichen und ein insgesamt heller, vorwiegend weißer Grund mit unterschiedlich großen Farbplatten sind rasseüblich.
Aktivitätslevel
Mittel — Der FCI-Standard beschreibt den Basset Hound als ruhigen, ausgeglichenen, freundlichen Hund, der sich durch eine sehr feine Nase und ausdauerndes, unabhängiges …
Pflegeaufwand
Mittel — Das kurze, dichte Haarkleid des Basset Hound ist im Vergleich zu langhaarigen Rassen pflegeleicht: Gelegentliches Bürsten reicht, eine Schur ist nicht nötig.
Anfängergeeignet
Kein pauschales Ja oder Nein: Der Basset Hound ist freundlich, geduldig und über Futter sehr gut belohnungsmotiviert, was die Grunderziehung erleichtert — sein stark ausgeprägtes, unabhängiges Fährtenarbeiten macht eine zuverlässige Freilauf-Kontrolle aber zu einer der anspruchsvollsten Trainingsaufgaben überhaupt, und der schwere, kurzbeinige Körperbau verlangt einen rücksichtsvollen Umgang. Wer Grundwissen über Lerntheorie, realistische Erwartungen an den Rückruf auf einer Fährte, einen sicher eingezäunten Garten und Zeit für die Pflege der Hautfalten und Hängeohren mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse häufig unterschätzt oder unterfordert gehalten. Unabhängig davon ist der kurzbeinige Körperbau mit einem erhöhten Bandscheibenrisiko und die Hautfalten-/Augenproblematik verbunden — die gesundheitlichen Aspekte müssen bei der Anschaffungsentscheidung gleichwertig mitbedacht werden (redaktionelle Einordnung des Lexikons, siehe Pflege & Gesundheit).
Listenhund-Status
Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)
Geschätzte Kosten
Anschaffung 700–2.500 € · laufend ca. 80–170 €/Monat — Details im Kostenrechner unten
Herkunft & Geschichte
Der Basset Hound ist ein britischer Jagdhund mit französischen Wurzeln: Sein Name leitet sich vom französischen »basset« (von »bas« = niedrig) ab, das auf die kurze Beinstellung verweist. Der FCI-Standard Nr. 163 führt Großbritannien als Ursprungsland und beschreibt die Rasse als typisch kurzbeinigen, schweren Laufhund mit hervorragender Nase, der zur Jagd auf Hasen und anderes Niederwild zu Fuß — und damit in der für den Jäger gerade noch gehbaren Geschwindigkeit — gezüchtet wurde. Die französischen Bassets gehen auf alte niedrige Laufhunde etwa aus der Linie des Artésien-Normand-Typs zurück; diese französischen Hunde wurden im 19. Jahrhundert nach England eingeführt und dort in eigener Linie weitergezüchtet und standardisiert.
In Großbritannien begann in den späten 1870er- und 1880er-Jahren die gezielte Zucht- und Ausstellungsarbeit am Basset Hound, und die Rasse wurde 1883 vom zuständigen britischen Kennel Club offiziell anerkannt — ein Datum, das den Übergang vom reinen Typ des französischen Basset zum eigenständigen britischen Rassestandard markiert. In der Folge entwickelte sich eine Doppelnutzung: Der Basset Hound blieb ein Meutehund für die Hasenjagd, wurde aber zugleich zu einem beliebten Ausstellungs- und Begleithund, was seine weltweite Verbreitung erklärt.
Die Zuchtgeschichte ist dabei geprägt von einer kontinuierlichen Betonung der extremen Formmerkmale — sehr kurze, schwere Knochen, ein langer Rücken, eine tiefe Brust, ausgeprägte lose Hautfalten und sehr lange, hängende Behänge. Diese Merkmale sind es, die den Basset Hound optisch unverkennbar machen; sie sind zugleich aber auch die Wurzel der im Abschnitt Pflege & Gesundheit beschriebenen gesundheitlichen Belastungen. Das Hunderassenlexikon stellt deshalb der Faszination für die typische Silhouette bewusst die sachliche Einordnung der damit verbundenen Risiken gegenüber.
Wesen & Charakter
Der FCI-Standard beschreibt den Basset Hound als ruhigen, ausgeglichenen, freundlichen Hund, der sich durch eine sehr feine Nase und ausdauerndes, unabhängiges Fährtenarbeiten auszeichnet. Diese Beschreibung ist keine zufällige Charaktersammlung, sondern das Ergebnis einer über Jahrhunderte gezielt geförderten Funktion: Als kurzbeiniger Laufhund wurde der Basset Hound nicht auf engen Blickkontakt und sofortige Kommandofolge selektiert, sondern auf eigenständiges, ausdauerndes Verfolgen einer Bodenfährte in einiger Entfernung vom Jäger.
In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die vorderen Glieder — Orientieren, Fixieren, Hinterherjagen — besonders stark ausgeprägt und werden zum eigenständigen, dominanten Verhaltensmuster, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben und vom Hund selbst nicht gefordert sind. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung auf Basis der breiteren Coppinger-Literatur zu Laufhunden/Scent Hounds und kein wörtliches Zitat aus Modul 4a; sie ist aber mit der im FCI-Standard beschriebenen Funktion konsistent. Die kurze Beinstellung hält die Nase dicht über dem Boden — eine Erleichterung der bodennahen Fährtenarbeit, die allerdings zugleich die gesundheitliche Belastung des Rückenapparats mit sich bringt (siehe Pflege & Gesundheit).
Charakteristisch ist die ausgeprägte Lautfreude: Laufhunde wie der Basset Hound »geben Laut« (Baying), sobald sie eine Fährte aufgenommen haben — historisch, damit der Jäger den Hund akustisch orten konnte; die Intensität steigt mit der Nähe zum Wild. Im modernen Alltag wird genau dieses tief verankerte, funktionale Kommunikationsmittel häufig als »zu laut« empfunden, obwohl es sich nicht um Fehlverhalten handelt. Gegenüber Menschen gilt der Basset Hound als geduldig, gutmütig und kinderfreundlich; der vermeintlich traurige, hängende Blick mit den prominenten Hautfalten ist ein angeborenes Rassemerkmal und kein Stimmungsbarometer.
Rasseberatung & Rassen-Check
Passt Basset Hound zu dir?
Finde es heraus: kostenloser Rassen-Check in 3 Minuten — oder persönliche Rasseberatung (45 Min., 80 €).
Erziehung & Beschäftigung
Die starke, futtergetriebene Motivation des Basset Hound macht positive Verstärkung besonders wirksam — Belohnungstraining mit Futter funktioniert bei dieser Rasse in aller Regel sehr zuverlässig. Genau diese hohe Futtermotivation muss aber, mit Blick auf die dokumentierte Neigung zu Übergewicht und die Rückenbelastung (siehe Pflege & Gesundheit), kalorienbewusst dosiert werden — etwa über einen Teil der Tagesration statt zusätzlicher Leckerlis.
Beim Rückruf gilt: Realistische Erwartungen sind wichtiger als bei vielen anderen Rassen. Da der Basset Hound selektiv auf eigenständiges, vom Hundeführer entferntes Fährtenarbeiten gezüchtet wurde, ist ein hundertprozentig zuverlässiger Freilauf-Gehorsam in der Nähe einer interessanten Fährte kaum realistisch zu erreichen — das ist keine Frage von Sturheit oder unzureichendem Training, sondern eine structuralistisch begründete Eigenschaft der Rasse. Der Rückruf sollte systematisch über eine Ablenkungs- und Distanzhierarchie aufgebaut werden, beginnend in reizarmer Umgebung; eine sichere, lückenlose Einzäunung des Gartens ist keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung der Haltung.
Am besten entspricht der ursprünglichen Zuchtbestimmung eine gezielte Kanalisierung des Fährteninstinkts: Nasenarbeit, Fährten- bzw. Mantrailing-Übungen und kontrollierte Suchspiele bieten artgerechte geistige Auslastung und reduzieren zugleich unerwünschtes eigenmächtiges »Auf-Fährte-Gehen« im Alltag. Wegen des schweren, kurzbeinigen Körperbaus ist Bewegung rückenfreundlich zu gestalten — keine wiederholten Sprünge, Treppen und Absätze begrenzen, keine Überanstrengung im Wachstum. Von Dominanzansätzen wird grundsätzlich abgeraten — sie sind wissenschaftlich überholt und für den kooperativen, futterorientierten Lerntyp dieser Rasse wenig zielführend. Hundeschulen mit Angeboten zu Rückruftraining unter Ablenkung sowie zu Nasenarbeit/Mantrailing sind besonders empfehlenswert.
Das Rassen-Quiz
Teste dein Basset Hound-Wissen
Das Rassen-Quiz mit Fragen zu Wesen, Haltung und Erziehung — für 1,99 €.
Pflege & Gesundheit
Das kurze, dichte Haarkleid des Basset Hound ist im Vergleich zu langhaarigen Rassen pflegeleicht: Gelegentliches Bürsten reicht, eine Schur ist nicht nötig. Wichtiger ist die regelmäßige, idealerweise wöchentliche Kontrolle und Reinigung der langen, gefalteten Hängeohren — sie schränken die Belüftung des Gehörgangs stark ein, was das dokumentierte, in UK-Primärversorgungsdaten mit Abstand höchste Ohrenentzündungsrisiko der Rasse erklärt (Odds Ratio 5,87 gegenüber Mischlingen, O’Neill et al. 2021). Zudem müssen die Hautfalten (Gesicht und Körper) regelmäßig gereinigt und trocken gehalten werden, um Hautfaltendermatitis vorzubeugen, und die hängenden Augenlider verlangen Aufmerksamkeit auf Anzeichen von Entropium/Ektropium — der Basset Hound gehört zu den Rassen mit den höchsten dokumentierten Raten konformationaler Augenliderkrankungen unter Primärversorgung (O’Neill et al., PLOS ONE 2025).
Das zentrale Gesundheitsthema ist die Chondrodystrophie: Der FCI-Standard schreibt einen kurzbeinigen, schweren Körperbau mit langem Rücken und tiefer Brust vor, und die Kurzbeinigkeit ist das die gesamte Rasse prägende Merkmal. Chondrodystrophe Rassen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle (IVDD): Die peer-reviewte Studie von Batcher et al. (2019, Genes 10(6):435) wies die Assoziation der FGF4-Retrogene mit IVDD bei Hunden nach; der DNA-Test-Anbieter Basepaws/LabGenVet nennt für den Basset Hound CDDY (Chondrodystrophie mit IVDD-Risiko) und CDPA (Chondrodysplasie). Eine rassespezifische IVDD-Häufigkeitsstudie für den Basset Hound wurde nicht gefunden (unsicher, weitere Prüfung empfohlen). Praktisch heißt das: Rücken schonen, kein wiederholtes Springen von Möbeln, Treppen und ins Auto begrenzen, Übergewicht strikt vermeiden, und bei Anzeichen wie Schmerzen, Torkeln oder verweigerter Bewegung sofort tierärztliche Abklärung.
Das Hunderassenlexikon ordnet den Basset Hound redaktionell als qualzuchtrelevant ein: Die Kurzbeinigkeit betrifft jedes Tier der Rasse und geht mit dem dokumentiert erhöhten IVDD-Risiko chondrodystropher Rassen einher, und die standardgemäß große Hautfalten- und Augenliderproblematik (Entropium/Ektropium, Hautfaltendermatitis) ist ein gewolltes, aber mit messbaren Gesundheitsrisiken verbundenes Rassemerkmal. Nach § 11b Tierschutzgesetz (aktuell gültige Fassung, gesetze-im-internet.de) ist das Züchten von Wirbeltieren verboten, wenn damit zu rechnen ist, dass bei der Nachzucht erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden entstehen. Diese redaktionelle Einordnung des Lexikons ersetzt keine behördliche Bewertung nach § 11b TierSchG, die den zuständigen Veterinärbehörden obliegt. Interessenten sollten auf gewissenhafte Zuchtprogramme mit dokumentierten Gesundheitstests (CDDY/CDPA, Augenuntersuchung) und elternbezogene Informationen zum Bandscheiben- und Augenrisiko achten; von einer Verniedlichung der kurzen Beine und der Falten wird ausdrücklich abgeraten. Weitere rassetypische, aber nicht alle Tiere betreffende Nennungen: primäres Offenwinkelglaukom (ADAMTS17-Mutation, Oliver et al. 2015), Osteochondritis dissecans (OCD), Magendrehung (GDV) und die Basset-Hound-spezifische Thrombozytopathie.
Für wen geeignet?
Verhaltenswissenschaft
Die verhaltensbiologischen Hintergründe zu diesem Thema — exklusiv freischaltbar mit kostenlosem Konto.
Was kostet ein Basset Hound wirklich?
Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.
BERECHNET
Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.
Warum verhält sich ein Basset Hound wirklich so?
Hintergründe aus der Verhaltensbiologie zu Instinkt, Domestikation und Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto.
SCHALTUNG
NÖTIG
Lernportal Rassenkunde
Lerne alles über den Basset Hound. Mit echtem Quiz.
Das Quiz zu diesem Portrait: 30 geprüfte Fragen — für Hundehalter, die es genau wissen wollen, und für angehende Trainer auf dem Weg zum Hundeführerschein.
Einzelkurs
Rassenkunde: Basset Hound
30 Fragen · FCI-Gruppe 6 · Halter-Basis & Trainer-Vertiefung · Ethologie-Modul · unlimitierter Zugriff nach Kauf
1,99 € einmalig
Gesamtzugang
Alle Rassen — unbegrenzt
Zugang zu allen verfügbaren Rassenkunde-Kursen (360+ Rassen wachsend) · alle Schwierigkeitsebenen · alle Ethologie-Module · ideal für Trainer-Ausbildung
59,99 € einmalig · alle Rassen
Inklusive im Konto
Verhaltenswissenschaft 🔒
Instinkt, Domestikation, Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto. Kostenlos freischaltbar.
0 € mit Konto + Newsletter
Häufige Fragen zum Basset Hound
Kein pauschales Ja oder Nein: Die hohe Futtermotivation macht die Grunderziehung über Belohnungstraining vergleichsweise einfach, ein zuverlässiger Freilauf-Rückruf auf einer Fährte gehört aber zu den anspruchsvollsten Trainingszielen überhaupt. Mit realistischen Erwartungen, Grundwissen zu Lerntheorie, einem sicher eingezäunten Garten und Zeit für die Pflege von Hautfalten und Hängeohren ist die Rasse gut machbar.
Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Die Kurzbeinigkeit (Chondrodystrophie) ist das die gesamte Rasse prägende Merkmal und betrifft jedes Tier; chondrodystrophe Rassen haben ein dokumentiert erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle (IVDD) — Basepaws/LabGenVet nennt CDDY mit IVDD-Risiko, peer-reviewt ist die FGF4-Retrogen-Assoziation mit IVDD belegt (Batcher et al. 2019). Zusätzlich begünstigen die standardgemäßen losen Hautfalten und hängenden Augenlider Hautfaltendermatitis sowie Entropium/Ektropium (O’Neill et al., PLOS ONE 2025). Die rechtliche Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den Behörden; Interessenten sollten auf Gesundheitstests und Zuchtprogramme achten.
Moderater Bewegungsbedarf, aber hoher Bedarf an geistiger Auslastung über die Nase: Regelmäßige Spaziergänge plus gezielte Nasen-/Fährtenarbeit und Mantrailing sind die artgerechteste Kombination. Wegen des kurzbeinigen, schweren Körperbaus sollte Bewegung rückenfreundlich gestaltet werden — keine wiederholten Sprünge, Treppen begrenzen.
Nein. Der Basset Hound steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde — weder bundesweit (HundVerbrEinfG) noch landesrechtlich.
Die langen, gefalteten Hängeohren schränken die Belüftung des Gehörgangs ein, was das dokumentiert höchste Ohrenentzündungsrisiko der Rasse unter Primärversorgung erklärt (Odds Ratio 5,87, O’Neill et al. 2021). Die losen Hautfalten müssen gereinigt und trocken gehalten werden, um Hautfaltendermatitis vorzubeugen, und die hängenden Augenlider verlangen Aufmerksamkeit auf Entropium/Ektropium (O’Neill et al., PLOS ONE 2025).
Passt Basset Hound wirklich zu dir?
Zwei Wege zur ehrlichen Antwort — kostenlos testen oder persönlich beraten lassen.
Der Rassen-Check
10 Fragen zu deinem Alltag, ehrliche Passungs-Prozente aus 362 FCI-Rassen — inklusive Gesundheits- und Tierschutz-Hinweisen.
Kostenlos · ohne Anmeldung Zum Rassen-Check →Die Rasseberatung
In 45 Minuten klären wir gemeinsam, ob diese Rasse zu deinem Leben passt — mit Blick auf Erfahrung, Zeit, Wohnsituation und Familie.
45 Minuten · 80 € inkl. MwSt. Rasseberatung anfragen →Mehr Rassen, mehr Kostenklarheit.
Das Hunderassenlexikon wächst mit jeder Rasse — redaktionell geprüft, mit eigenem Kostenrechner und Lernquiz.