Bearded Collie

FCI-Gruppe 1 · Sektion 1 · Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung
Bearded Collie
Der Bearded Collie stammt aus den schottischen Highlands und dem Norden Englands, wo er seit Jahrhunderten als Hüte- und Treibhund für Schafherden (in einigen Regionen auch für Rinder) eingesetzt wurde. Wichtig zu wissen: Morbus Addison (primärer Hypoadrenokortizismus, autoimmune Nebennierenrinden-Erkrankung): rassetypisch erhöhtes Risiko, dokumentiert über DLA-Klasse-II-Risikohaplotyp (Gershony et al. 2019) und erste GWAS mit genomweiter Signifikanz auf CFA18 (Gershony et al. 2020); Symmetrische lupoide …
Größe
♂ 53–56 cm · ♀ 51–53 cm
Gewicht
♂ 18–27 kg · ♀ 18–27 kg
Lebenserwartung
12–14 Jahre
Aktivität
Hoch
Kosten / Monat
ca. 95–205 €
Rasseportrait
kostenrechner
Rassen-Check
🔒 Verhaltenswissenschaft
🔒 Lernportal
Faq
Steckbrief
FCI-Gruppe
Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)), Sektion 1 (Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 271 — 03.11.2014 (Publikationsdatum des gültigen offiziellen Standards laut fci.be, Originalsprache Englisch); deutsche FCI-Übersetzung vom 20.09.2016; endgültige Anerkennung durch die FCI am 30.08.1967
Herkunft
Großbritannien (Schottland und Nordengland)
Größe
Rüde: 53–56 cm (FCI-Standard: ideale Widerristhöhe) · Hündin: 51–53 cm (FCI-Standard: ideale Widerristhöhe)
Gewicht
Rüde: ca. 18–27 kg (FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; AKC-Richtwert 40–60 lb ≈ 18–27 kg) · Hündin: ca. 18–27 kg (wie beim Rüden; FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe, AKC-Richtwert 40–60 lb)
Lebenserwartung
12–14 Jahre (Quellen variieren: Median-Sterbealter 12,5 Jahre laut UK-KC-Daten 2014, Teng et al. 2018; 13 Jahre 6 Monate laut KC-Purebred-Survey 2004; Mittel 13 Jahre 2 Monate laut Rasse-Gesundheitssurvey 2012, Kershaw et al. 2015)
Fellfarben
Schiefergrau, rötlich falbfarben, schwarz, blau, alle Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben — mit oder ohne weiße Abzeichen; niemals Merle/gescheckt. Weiße Abzeichen zulässig an Fang, als Blesse auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust, an den Läufen und an den Pfoten (als Halskrause bis höchstens zur Schulter); leichte lohfarbene Abzeichen an den Augenbrauen, der Innenseite der Ohren, auf den Backen, unter der Schwanzwurzel und an den Läufen erlaubt (FCI-Standard Nr. 271).
Aktivitätslevel
Hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Bearded Collie als »aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv« sowie als »zuverlässigen, intelligenten Arbeitshund, ohne …
Pflegeaufwand
Mittel — Der Bearded Collie trägt ein doppeltes Haarkleid aus weicher, pelziger und dichter Unterwolle sowie glattem, hartem, kräftigem und zottigem Deckhaar — weder wollig noch lockig …
Anfängergeeignet
Nicht pauschal zu beantworten: Die hohe Lernfreudigkeit und der ausgeprägte »will to please« erleichtern die Grunderziehung erheblich, doch der überdurchschnittliche Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf sowie das pflegeintensive Fell (regelmäßiges Bürsten, Dreck aus langen Haaren) sollten realistisch eingeplant werden. Mit Grundwissen über Lerntheorie und den individuellen Bedürfnissen von Hund und Halter ist die Rasse auch für Einsteiger gut machbar, eine begleitete Hundeschule wird empfohlen.
Listenhund-Status
Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)
Geschätzte Kosten
Anschaffung 700–2.500 € · laufend ca. 95–205 €/Monat — Details im Kostenrechner unten
Herkunft & Geschichte
Der Bearded Collie stammt aus den schottischen Highlands und dem Norden Englands, wo er seit Jahrhunderten als Hüte- und Treibhund für Schafherden (in einigen Regionen auch für Rinder) eingesetzt wurde. In schottischen Aufzeichnungen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, findet sich bereits die Beschreibung einer Rasse, die dem heutigen Bearded Collie gleicht. Sein Name ist eine direkte Beschreibung: »bearded« heißt »bärtig« — der lange Bart aus Fell an Kinn und Wangen ist das namensgebende Markenzeichen der Rasse, die im englischen wie im deutschen Sprachgebrauch identisch »Bearded Collie« heißt.
Der FCI-Standard überliefert eine bemerkenswerte Legende der Rasseentstehung: Vor ungefähr 500 Jahren wurden Hunde an der schottischen Küste zurückgelassen, von denen man sagt, dass sie die Vorfahren des Polnischen Niederungshütehundes (PON) waren — diese wurden mit den heimischen Hütehunden verpaart. Ähnlichkeiten zum PON sind laut Standard bis heute erkennbar. Diese Angabe steht ausdrücklich unter dem Vorbehalt »von welchen man sagt« — die konkrete Herkunft der ursprünglichen Bestandshunde ist historisch nicht abschließend belegt.
Die moderne Rassegeschichte beginnt im 20. Jahrhundert: Bereits 1897 waren Bearded Collies auf Hundeschauen zu sehen, bis der Erste Weltkrieg diese Entwicklung unterbrach. In den 1930er Jahren tauchten sie wieder auf Ausstellungen auf. Entscheidend für den heutigen Typ war die Züchterin G. Olive Willison, die um 1940 einen Beardie-Welpen namens Jeannie erhielt, nach langer Suche einen Partner namens Bailey fand und mit ihrem Bothkennar-Zwinger das Vorbild für die heutigen Bearded Collies formte. Laut VDH entstand 1944 letztendlich der Typ Bearded Collie, der sich heute großer Beliebtheit erfreut — ein Großteil der Hunde wurde jedoch auch weiterhin außerhalb des Englischen Kennel Clubs auf den Farmen gezüchtet, wo die Beardies als selbstständig arbeitende Hütehunde bei den Schafherden lebten. Die FCI erkannte die Rasse am 30.08.1967 endgültig an; der heute gültige Standard Nr. 271 wurde am 03.11.2014 publiziert (deutsche Fassung vom 20.09.2016).
Wesen & Charakter
Der FCI-Standard beschreibt den Bearded Collie als »aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv« sowie als »zuverlässigen, intelligenten Arbeitshund, ohne Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität«. Die Verwendung lautet laut Standard »Schäfer- und Begleithund« — die Rasse war also nie ein reiner Familienhund, sondern ein funktionaler Arbeitshund, der erst in zweiter Linie zum Begleiter wurde.
Als Hüte- und Treibhund (FCI-Gruppe 1, Sektion 1) zeigt der Bearded Collie einen deutlich erhaltenen Teil der modifizierten Beutefangsequenz nach Coppinger: Anschleichen und Hinterherjagen blieben züchterisch funktional erhalten, während Fangbiss und Tötungsbiss fast vollständig unterdrückt wurden — Treiben ohne Beißen, mit gelegentlichem Fersenknabbern als Rest des Fangbisses. Das bei der Hütearbeit typische laute Bellen ist laut VDH funktionales Arbeitsverhalten: »In seiner Heimat obliegt ihm das Hüten der Schafherde« — der Bearded Collie arbeitet unter anderem mit der Stimme. Im Alltag äußert sich das erhaltene Treibverhalten häufig als ausgeprägtes Hinterherlaufen bei schnellen Bewegungsreizen wie Fahrrädern oder rennenden Kindern: ein reizausgelöstes, genetisch verankertes Muster, kein Ungehorsam.
Davon klar zu unterscheiden ist das Bellen an der Haustür oder gegenüber Fremden: Dieses Verhalten ist kein Rest der Jagdsequenz, sondern überwiegend gelerntes Alarm- und Aufmerksamkeitsverhalten, das durch Verstärkung aufrechterhalten wird — der VDH weist ausdrücklich darauf hin, dass Beardies keine Kläffer sind und der stimmliche Einsatz »letztendlich auch eine Frage der Erziehung ist«.
Der VDH beschreibt die Rasse außerdem als gutmütig, ausgesprochen kinderfreundlich und eng an ihre Menschen gebunden, mit einem ausgeprägten »will to please« — dem Wunsch, dem Menschen zu gefallen. Trotz aller Robustheit sind Bearded Collies sensible Hunde, die einen einfühlsamen Umgang schätzen; harte oder laute Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv. Unterforderung führt bei der intelligenten, aktiven Rasse schnell dazu, dass der Hund sich selbst Aufgaben sucht — eine lerntheoretische Folge fehlender Verstärkung von Ruhe, kein angeborener »Dickkopf«.
Rasseberatung & Rassen-Check
Passt Bearded Collie zu dir?
Finde es heraus: kostenloser Rassen-Check in 3 Minuten — oder persönliche Rasseberatung (45 Min., 80 €).
Erziehung & Beschäftigung
Die hohe Intelligenz, Lernfreudigkeit und der ausgeprägte »will to please« machen die Grunderziehung beim Bearded Collie grundsätzlich gut zugänglich — sofern konsequent über positive Verstärkung, Vertrauensaufbau und klare Kommunikationssignale statt über Dominanz- oder Strafkonzepte gearbeitet wird. Der VDH empfiehlt eine leise, freundliche Ansprache, betont aber zugleich: »An Konsequenz darf es aber auch nicht mangeln, sonst übernimmt der Vierbeiner durchaus selbst die Regie.« Eine begleitete Welpen- oder Junghundegruppe bei einer Hundeschule mit lerntheoretisch fundiertem Konzept ist für die frühe Sozialisation und den Umgang mit Reizen wie Fahrrädern oder Joggern besonders hilfreich.
Beschäftigung sollte möglichst nah an der ursprünglichen Zuchtbestimmung ansetzen: Hütearbeit und Working Tests, wo verfügbar, sowie Treibball, Agility, Obedience, Flyball, Dog Dance, Nasenarbeit und Trick Dogging — der VDH nennt außerdem die Arbeit als Therapiehund. Rein körperliche Auslastung reicht nicht aus; ohne kognitive Herausforderung sucht sich die Rasse selbst Beschäftigung, was häufig in unerwünschtem Verhalten mündet. Die besonders sensible Sozialisationsphase liegt etwa zwischen der 3. und 12./16. Lebenswoche — negative Erlebnisse wirken in dieser Zeit stärker nach, während milder, gut dosierter Stress zur Entwicklung von Frustrationstoleranz beiträgt.
Gerade weil der Bearded Collie schnell lernt, lernt er auch unerwünschtes Verhalten schnell — etwa forderndes Bellen, wenn dies zuvor (auch unabsichtlich) belohnt wurde. Wird die Aufmerksamkeit konsequent entzogen, zeigt sich häufig ein klassischer Extinktionsburst: Das Verhalten wird zunächst kurzzeitig intensiver, bevor es abklingt — wer in diesem Moment nachgibt, verstärkt genau das intensivere Verhalten. Die Alternative: konsequent bleiben und dem Hund parallel eine belohnbare, erwünschte Handlung anbieten.
Das Rassen-Quiz
Teste dein Bearded Collie-Wissen
Das Rassen-Quiz mit Fragen zu Wesen, Haltung und Erziehung — für 1,99 €.
Pflege & Gesundheit
Der Bearded Collie trägt ein doppeltes Haarkleid aus weicher, pelziger und dichter Unterwolle sowie glattem, hartem, kräftigem und zottigem Deckhaar — weder wollig noch lockig, eine leichte Wellung ist erlaubt. Der FCI-Standard legt fest, dass das Haarkleid »in keiner Weise getrimmt werden« darf; die rassetypische Optik entsteht durch Bürsten, nicht durch Schere oder Schermaschine. Der VDH beschreibt die Fellpflege als überschaubar: Regelmäßiges gründliches Bürsten alle zwei bis drei Wochen genügt, um Verfilzungen zu vermeiden, Junghunde gewöhnt man wöchentlich an die Pflege; während des zweimal jährlichen Fellwechsels der Unterwolle empfiehlt sich häufigeres Bürsten. Praktisch zu bedenken ist, dass an den langen Haaren Sand, Zweige und Kletten stärker haften als an kurzem Fell. Die Hängeohren und die Augenpartie (Bart, dichte Augenbrauen) sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Rassetypisch dokumentiert sind mehrere Gesundheitsrisiken, die eine aufmerksame Züchter- und Tierarztwahl umso wichtiger machen: Der Bearded Collie hat ein erhöhtes Risiko für Morbus Addison (primärer Hypoadrenokortizismus, eine autoimmune Erkrankung der Nebennierenrinde) — dokumentiert über einen DLA-Klasse-II-Risikohaplotyp (Gershony et al. 2019) und die erste genomweite Assoziationsstudie mit Signifikanz auf Chromosom 18 (Gershony et al. 2020). Ebenfalls gehäuft tritt die symmetrische lupoide Onychodystrophie (SLO, autoimmune Krallenentzündung) auf; im Rasse-Gesundheitssurvey 2012 waren 10,3 % der Hunde von mindestens einer Autoimmunerkrankung betroffen. Hüftgelenksdysplasie wird über das BVA/KC-Hip-Scheme kontrolliert (15-Jahres-Median-Hip-Score 9, klarer Verbesserungstrend seit 1990), die Zuchtordnung des Bearded Collie Club Deutschland e.V. verlangt eine HD-Röntgenuntersuchung vor der Zucht; an der Ellbogenuntersuchung zeigten 7,5 % der teilnehmenden Hunde eine Ellbogendysplasie.
Bei den Augen ist ein DNA-Test für die Collie Eye Anomaly (CEA) verfügbar — die KC-Daten bis 2019 zeigen eine Trägerrate von ca. 0,5 % und 0,1 % betroffene Hunde unter 1.312 getesteten Tieren; die American College of Veterinary Ophthalmologists (ACVO) führt Katarakt (7,1 % 2010–2018), persistierende Pupillarmembranen (5,1 %) und Distichiasis (1,4 %) als am häufigsten gefundene Befunde. Zur progressiven Retinaatrophie (PRA) fasst der gemeinsame UK-Zuchtverband JBLC in seinem Standpunkt von 2019 zusammen, dass seit 2009 keine bestätigten PRA-Fälle beim Bearded Collie dokumentiert sind — eine regelmäßige Augenuntersuchung (DOK/ECVO) wird dennoch empfohlen. Die Krebsstatistik der Rasse ist auffällig (2004er-KC-Survey: 19,4 % der Todesfälle), ohne dass eine einzelne Tumorart dominiert.
Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Der Bearded Collie wird nicht als Qualzucht im Sinne von § 11b TierSchG eingestuft — es wird nicht auf ein schädigendes Merkmal gezüchtet, das jedes Tier betrifft; die genannten Erkrankungen sind multifaktoriell und über Zucht-Screenings kontrollierbar. Die begrenzte genetische Diversität (effektive Populationsgröße 23,9, Inzuchtkoeffizient 15 % laut KC-Populationsanalyse) ist allerdings ein realer Zuchtfaktor: Interessenten sollten Wert auf Health-Screenings der Elterntiere (HD-Röntgen, Augenuntersuchung, CEA-DNA-Test) und auf eine breit aufgestellte Zuchtlinie legen. Die abschließende rechtliche Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den zuständigen Behörden, nicht dieser redaktionellen Einordnung.
Für wen geeignet?
Verhaltenswissenschaft
Die verhaltensbiologischen Hintergründe zu diesem Thema — exklusiv freischaltbar mit kostenlosem Konto.
Was kostet ein Bearded Collie wirklich?
Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.
BERECHNET
Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.
Warum verhält sich ein Bearded Collie wirklich so?
Hintergründe aus der Verhaltensbiologie zu Instinkt, Domestikation und Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto.
SCHALTUNG
NÖTIG
Lernportal Rassenkunde
Lerne alles über den Bearded Collie. Mit echtem Quiz.
Das Quiz zu diesem Portrait: 29 geprüfte Fragen — für Hundehalter, die es genau wissen wollen, und für angehende Trainer auf dem Weg zum Hundeführerschein.
Einzelkurs
Rassenkunde: Bearded Collie
29 Fragen · FCI-Gruppe 1 · Halter-Basis & Trainer-Vertiefung · Ethologie-Modul · unlimitierter Zugriff nach Kauf
1,99 € einmalig
Gesamtzugang
Alle Rassen — unbegrenzt
Zugang zu allen verfügbaren Rassenkunde-Kursen (360+ Rassen wachsend) · alle Schwierigkeitsebenen · alle Ethologie-Module · ideal für Trainer-Ausbildung
59,99 € einmalig · alle Rassen
Inklusive im Konto
Verhaltenswissenschaft 🔒
Instinkt, Domestikation, Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto. Kostenlos freischaltbar.
0 € mit Konto + Newsletter
Häufige Fragen zum Bearded Collie
Nein. »Collie« ist im englischen Sprachgebrauch ein Gattungsbegriff für Hütehunde — der Bearded Collie (»bärtiger Hütehund«) ist eine eigenständige Rasse mit eigener FCI-Standardnummer 271. Der Langhaarcollie (Rough Collie, FCI 156), der Kurzhaarcollie (Smooth Collie, FCI 296) und der Bobtail (Old English Sheepdog, FCI 16) sind jeweils eigene Rassen mit eigenen Standardnummern, keine Varietäten des Bearded Collie — auch wenn die zottig-behaarten Hütehunde sich optisch ähneln.
Laufend sind je nach individuellem Bedarf etwa 95 bis 205 € im Monat realistisch (Futter, Tierarzt-Grundvorsorge, optionale Versicherung, anteilige Pflege inkl. Risikoaufschlag wegen des dokumentierten Gesundheitsrisikos) — der Kostenrechner liefert eine an die Größenklasse angepasste Spanne. Die einmalige Anschaffung bei einem Zuchtverein liegt üblicherweise zwischen 700 und 2.500 €.
Kein pauschales Ja oder Nein: Die hohe Lernfreudigkeit und der ausgeprägte »will to please« erleichtern die Grunderziehung erheblich, doch der überdurchschnittliche Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf sowie die regelmäßige Fellpflege sollten vor der Anschaffung realistisch eingeplant werden — mit entsprechendem Grundwissen ist die Rasse auch für Einsteiger gut machbar, eine begleitete Hundeschule wird empfohlen.
Überschaubar, aber regelmäßig: Der VDH empfiehlt gründliches Bürsten alle zwei bis drei Wochen (Junghunde wöchentlich, im Fellwechsel der Unterwolle häufiger), damit das doppelte Haarkleid nicht verfilzt. Getrimmt oder geschoren wird nicht — der FCI-Standard verbietet das Trimmen ausdrücklich. Zu bedenken ist, dass an den langen Haaren Sand, Zweige und Kletten stärker haften als an kurzem Fell.
Der Bearded Collie hat ein dokumentiert erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen — vor allem Morbus Addison und die symmetrische lupoide Onychodystrophie (SLO) — sowie für Hüftgelenksdysplasie und Augenbefunde (u. a. CEA, altersbedingter Katarakt). Interessenten sollten beim Züchter auf Health-Screenings der Elterntiere achten (HD-Röntgen, Augenuntersuchung nach DOK/ECVO, CEA-DNA-Test) und Wert auf eine genetisch breit aufgestellte Linie legen, da die Zuchtpopulation klein und der Inzuchtkoeffizient erhöht ist (redaktionelle Einordnung des Lexikons; die abschließende Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den Behörden).
Passt Bearded Collie wirklich zu dir?
Zwei Wege zur ehrlichen Antwort — kostenlos testen oder persönlich beraten lassen.
Der Rassen-Check
10 Fragen zu deinem Alltag, ehrliche Passungs-Prozente aus 362 FCI-Rassen — inklusive Gesundheits- und Tierschutz-Hinweisen.
Kostenlos · ohne Anmeldung Zum Rassen-Check →Die Rasseberatung
In 45 Minuten klären wir gemeinsam, ob diese Rasse zu deinem Leben passt — mit Blick auf Erfahrung, Zeit, Wohnsituation und Familie.
45 Minuten · 80 € inkl. MwSt. Rasseberatung anfragen →Mehr Rassen, mehr Kostenklarheit.
Das Hunderassenlexikon wächst mit jeder Rasse — redaktionell geprüft, mit eigenem Kostenrechner und Lernquiz.