Bloodhound

Bloodhound – Rasseportrait

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.1 · Große Laufhunde

Bloodhound

Der Bloodhound — im FCI-Standard deutsch als ‚Bluthund‘ geführt, englisch ‚Bloodhound‘, offizieller FCI-Name ‚Chien de Saint-Hubert‘ — ist ein großer Laufhund aus den Ardennen in Belgien, dem von der FCI geführten Ursprungsland. Wichtig zu wissen: Entropium/Ektropium mit Makroblepharon (bekannte bzw. vermutete Erbkrankheiten, ECVO Manual: Breeds 2021; ACVO/OFAR-Untersuchungsdaten 1991–2016: Ektropium 26,0 %, Entropium 22,3 % der 573 untersuchten Bloodhounds) …

Größe

♂ 64–72 cm · ♀ 58–66 cm

Gewicht

♂ 46–54 kg · ♀ 40–48 kg

Lebenserwartung

9–12 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 140–280 €

Rasseportrait

kostenrechner

Rassen-Check

🔒 Verhaltenswissenschaft

🔒 Lernportal

Faq

Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.1 (Große Laufhunde), FCI-Standard Nr. 84 — 13.03.2001 (Publikation des gültigen offiziellen Standards; deutsche Fassung vom 05.06.2002; FCI-Originaltitel der deutschen Fassung: BLUTHUND, BLOODHOUND (Chien de St Hubert))

Herkunft

Belgien (gezüchtet von den Mönchen der Abtei St. Hubert in den Ardennen; FCI-Ursprungsland Belgien)

Größe

Rüde: 64–72 cm Widerristhöhe (FCI-Standard: Idealgröße für Rüden 68 cm, Toleranz 4 cm nach oben und unten) · Hündin: 58–66 cm Widerristhöhe (FCI-Standard: Idealgröße für Hündinnen 62 cm, Toleranz 4 cm nach oben und unten)

Gewicht

Rüde: 46–54 kg (FCI-Standard, Angabe ‚ungefähr‘, ohne Geschlechtertrennung im Standard — die Spanne gilt für Rüden; Hündinnen 40–48 kg) · Hündin: 40–48 kg (FCI-Standard, Angabe ‚ungefähr‘)

Lebenserwartung

9–12 Jahre (Quellen variieren: peer-reviewte UK-Lebenserwartungsdaten — Median 9,3 Jahre, 95 %-KI 8,6–11,0, McMillan et al. 2024, Scientific Reports 14:531; US-Sekundärquellen wie AKC nennen 10–12 Jahre; die UK-Rassegesundheitsumfrage 2023 berichtet in ihrer Stichprobe ein durchschnittliches Sterbealter von 6,2 Jahren, was als stichprobenabhängig einzuordnen ist)

Fellfarben

Laut FCI-Standard: drei Fellfarben — zweifarbig schwarz und loh (‚black and tan‘), leberfarben und loh (‚liver and tan‘) und einfarbig rot (‚red‘). Bei schwarz-lohfarbenen Hunden variiert der schwarze Anteil (Mantel oder Sattel); bei leberfarben-lohfarbenen Hunden ist die Farbverteilung entsprechend. Etwas Weiß an der Brust, an den Zehen und an der Rutenspitze ist zulässig, aber nicht erwünscht; ausgewaschene lohfarbene Abzeichen bzw. ausgewaschenes Rot sind unerwünscht.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Bloodhound als ‚sanftmütig, ruhig, freundlich und umgänglich mit Menschen, besonders stark auf seinen Herrn geprägt‘ …

Pflegeaufwand

Gering — Das kurze, dichte, wetterfeste Fell ist pflegeleicht und benötigt nur gelegentliches Bürsten.

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Bloodhound ist im Haus ruhig, sanftmütig und über Lob gut erreichbar, was die Grunderziehung erleichtert — sein extrem ausgeprägtes, eigenständiges Fährtenarbeiten macht einen zuverlässigen Freilauf-Gehorsam aber zu einer der anspruchsvollsten Trainingsaufgaben überhaupt. Wer Grundwissen über Lerntheorie, realistische Erwartungen an den Rückruf in der Nähe einer Fährte, einen sicher eingezäunten Garten und die rassetypischen Pflegethemen (Gesichtsfalten, Hängeohren, Speicheln) mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse schnell unterschätzt oder unterfordert gehalten.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 600–2.500 € · laufend ca. 140–280 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Bloodhound — im FCI-Standard deutsch als ‚Bluthund‘ geführt, englisch ‚Bloodhound‘, offizieller FCI-Name ‚Chien de Saint-Hubert‘ — ist ein großer Laufhund aus den Ardennen in Belgien, dem von der FCI geführten Ursprungsland. Der Standard hält fest, dass die Mönche der Abtei St. Hubert ihn gezüchtet haben: Er stammt von den schwarzen oder schwarz-lohfarbenen Hetzhunden des Mönchs Hubert aus dem 7. Jahrhundert ab, der später Bischof wurde und nach seiner Heiligsprechung zum Schutzheiligen der Jäger erkoren wurde. In den ausgedehnten Wäldern der Ardennen mit viel Hochwild verbreiteten sich die großen St.-Hubert-Laufhunde und wurden besonders wegen ihrer Robustheit und Ausdauer bei der Hetzjagd auf Wildschweine gerühmt.

Im 11. Jahrhundert wurden St.-Hubertus-Hunde durch Wilhelm den Eroberer nach England eingeführt; dort tauchten zeitgleich Hunde vom gleichen Typ, aber vollständig weiß, die sogenannten ‚Talbot Hounds‘, auf. Aus den importierten St.-Hubertus-Hunden entstanden in England die ‚Bloodhounds‘ — ein Name, der sich laut Standard von ‚blooded hound‘ ableitet, was ‚Laufhund von reinem Blut‘, also reinrassiger Laufhund, bedeutet. Der Name hat damit nichts mit Blutrünstigkeit zu tun. Später entwickelte sich die Rasse auch in den Vereinigten Staaten weiter; dort wurden Bloodhounds besonders in den Südstaaten zur Suche nach entflohenen Sklaven eingesetzt — ein dunkles Kapitel der Rassegeschichte, das der FCI-Standard selbst erwähnt und das das öffentliche Bild der Rasse lange geprägt hat. Es sagt nichts über das heutige Wesen aus, das der Standard ausdrücklich als sanftmütig und nie aggressiv beschreibt.

Der FCI-Standard Nr. 84 klassifiziert den Bloodhound in Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.1 (Große Laufhunde), mit Arbeitsprüfung; der gültige offizielle Standard datiert vom 13.03.2001. Der Standard beschreibt ihn als ‚den mächtigsten aller Laufhunde‘ und betont seine Verwendung als Lauf- und Meutehund für Hochwild, als Fährtenhund und als Familienhund — dank seines außerordentlichen Geruchssinns wird er bis heute für das Auffinden verwundeten Wildes (Schweißarbeit), für Polizeiarbeit und die Suche nach vermissten Personen eingesetzt.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Bloodhound als ‚sanftmütig, ruhig, freundlich und umgänglich mit Menschen, besonders stark auf seinen Herrn geprägt‘, verträglich gegenüber Artgenossen und anderen Haustieren, ‚eher zurückhaltend und eigensinnig‘, ‚gleichermaßen empfindsam auf Lob wie auf Tadel reagierend‘ und ‚nie aggressiv‘. Diese Beschreibung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer über Jahrhunderte gezielten Funktionszucht: Als Fährtenlaufhund wurde der Bloodhound auf eigenständiges, ausdauerndes Verfolgen einer Bodenfährte selektiert, nicht auf engen Blickkontakt und sofortige Kommandofolge.

In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die ersten Glieder — Orientieren, Fixieren, Hinterherjagen — besonders stark ausgeprägt und werden zum eigenständigen Rassemerkmal, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben und vom Hund nicht gefordert sind. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung auf Basis der breiteren Coppinger-Literatur zu Laufhunden/Scent Hounds und keine wörtliche Modul-4a-Aussage, sie ist aber mit der im FCI-Standard beschriebenen Funktion konsistent. Der im Standard erwähnte ‚Eigensinn‘ ist entsprechend keine Widersetzlichkeit, sondern die Kehrseite dieser selektierten Arbeitsweise: In der Nähe einer interessanten Fährte hat der Duftreiz einen extrem hohen Verstärkerwert.

Rassetypisch ist außerdem die Lautgebung: Bloodhounds ‚geben Laut‘ (Baying) mit einer sehr tiefen Stimme, sobald sie eine Fährte aufgenommen haben — historisch, damit der Jäger den Hund akustisch orten konnte. Der Standard betont ausdrücklich, dass der Bloodhound ‚kein Kläffer‘ ist; im Alltag ist er eher leise. Ein praktisch wichtiger Punkt: Die tiefen Gesichtsfalten und langen Hängeohren reduzieren die für Menschen sichtbare Bandbreite mimischer Signale (in der vergleichenden Verhaltensforschung nach Feddersen-Petersen dokumentiert) — der melancholische Blick der Rasse ist Anatomie, nicht Stimmung, und die Körpersprache ist insgesamt schwerer zu lesen als bei kurzhaarigen Rassen ohne Falten.

Rasseberatung & Rassen-Check

Passt Bloodhound zu dir?

Finde es heraus: kostenloser Rassen-Check in 3 Minuten — oder persönliche Rasseberatung (45 Min., 80 €).

Erziehung & Beschäftigung

Der FCI-Standard hält fest, dass der Bloodhound ‚gleichermaßen empfindsam auf Lob wie auf Tadel‘ reagiert — daraus folgt eine klare Trainingsempfehlung: konsequente, positive Verstärkung und ein ruhiger, geduldiger Ton. Harte Korrekturen und Dominanzansätze sind wissenschaftlich überholt (Mech/Boitani) und bei diesem sensiblen Lerntyp kontraproduktiv; sie verschlechtern eher die Bindung, als dass sie den erwünschten Gehorsam fördern.

Beim Rückruf gilt wie bei allen stark scent-getriebenen Laufhunden: Realistische Erwartungen sind wichtiger als bei vielen anderen Rassen. Ein hundertprozentig zuverlässiger Freilauf-Gehorsam in der Nähe einer frischen oder alten Fährte ist kaum realistisch zu erreichen — das ist keine Frage von Sturheit, sondern eine strukturelle Eigenschaft der Rasse. Der Rückruf sollte systematisch über eine Ablenkungs- und Distanzhierarchie aufgebaut werden, beginnend in reizarmer Umgebung; eine sichere, lückenlose Einzäunung des Gartens ist keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung der Haltung.

Am besten entspricht der ursprünglichen Zuchtbestimmung eine gezielte Kanalisierung des Fährteninstinkts: Nasenarbeit, Mantrailing und kontrollierte Suchspiele bieten artgerechte geistige Auslastung — in der Suche nach vermissten Personen (Mantrailing) gehört die Rasse bis heute zu den führenden Arbeitshunden. Dazu kommen ausdauernde, aber nicht zwingend schnelle Bewegungsformen; wegen der Größe und des Körpergewichts sind gelenkschonende Aktivitäten und ein guter Trainingszustand wichtig. Hundeschulen mit Angeboten zu Rückruftraining unter Ablenkung sowie zu Nasenarbeit/Mantrailing sind für diese Rasse besonders empfehlenswert; die primäre Sozialisationsphase liegt bei ca. 3.–12. Lebenswoche, in der Welpen vielfältige, überwiegend positive Erfahrungen brauchen.

Das Rassen-Quiz

Teste dein Bloodhound-Wissen

Das Rassen-Quiz mit Fragen zu Wesen, Haltung und Erziehung — für 1,99 €.

Pflege & Gesundheit

Das kurze, dichte, wetterfeste Fell ist pflegeleicht und benötigt nur gelegentliches Bürsten. Deutlich wichtiger ist die tägliche Kontrolle der tiefen Gesichtsfalten: Feuchtigkeit und Futterreste in den Falten können zu Hautfaltenentzündungen (Intertrigo) führen — in der UK-Gesundheitsumfrage 2023 berichteten 21 % der Halter Hauterkrankungen, 10 % Allergien. Dazu kommt ausgeprägtes Speicheln (Sabbern), das zur normalen Rasseneigenheit gehört und einfach mit dem Handtuch eingeplant werden sollte. Die langen, tief angesetzten Hängeohren schränken die Belüftung des Gehörgangs ein: 36 % der Hunde der UK-Umfrage hatten Ohrprobleme, am häufigsten Ohrenschmalz — regelmäßige, idealerweise wöchentliche Ohrenkontrolle und -reinigung ist deshalb Pflicht.

Die dokumentierten Gesundheitsrisiken betreffen vor allem die Augen: Entropium und Ektropium (teils mit Makroblepharon, den sogenannten ‚Diamond Eyelids‘) sind beim Bloodhound als bekannte bzw. vermutete Erbkrankheiten gelistet (ECVO Manual: Breeds 2021, mit Referenzen Rubin 1989 und Chaudieu 2013). Im US-amerikanischen ACVO/OFAR-Untersuchungsregister (Blue Book 2021) waren Ektropium mit 26,0 % und Entropium mit 22,3 % der dokumentierten Befunde bei 573 untersuchten Bloodhounds (1991–2016) die häufigsten Augenbefunde — die Daten stammen aus freiwilligen Zuchtuntersuchungen und sind keine Populationsprävalenz, zeigen aber eine deutliche rasseweite Häufung. Beim Welpenkauf sollten Zuchttier-Untersuchungen (Augen nach BVA/ECVO-Schema, Hüft-/Ellenbogen-Scoring) nachgewiesen werden.

Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Der FCI-Standard fordert die tiefen Gesichtsfalten als zentrales Rassemerkmal und warnt zugleich ausdrücklich vor Übertreibungen (‚übertrieben reichliche lose Haut mit zu vielen und zu tiefen Falten‘, ‚schlaffe Augenlider‘; Falten dürfen die Augen niemals beeinträchtigen). Weil die standardgemäß gezüchtete, stark gefaltete Gesichtshaut mit den dokumentierten Lidfehlbildungen und Faltenproblemen in Zusammenhang steht, ordnet das Lexikon die Rasse als qualzuchtrelevant im Sinne von § 11b TierSchG (aktuell gültige Fassung, gesetze-im-internet.de) ein — eine redaktionelle Einordnung; die behördliche Bewertung obliegt den zuständigen Behörden. Verantwortungsvolle Zucht mit Augen- und Gesundheitstests kann das Risiko deutlich senken.

Weitere rassetypische Risiken: Magendrehung (GDV) bei 13,4 % der Umfragehunde 2023 — wegen der tiefen, großen Brust mehrere kleine Mahlzeiten füttern, nach dem Fressen Ruhe einplanen und bei Blähbauch-Anzeichen sofort tierärztlich handeln; Hüft- und Ellenbogendysplasie (OFA bis 2014: 25,4 % bzw. 14,2 % abnormal); Krebserkrankungen (26 % der Umfragehunde; 12 % der Todesfälle); Degenerative Myelopathie (OFA bis 2014: 6,4 % betroffen, 44,1 % Träger — Gentest verfügbar); Hypothyreose (OFA bis 2014: 5,7 % auffällig, 19,5 % grenzwertig). Die mediane Lebenserwartung liegt in UK-Daten bei 9,3 Jahren (McMillan et al. 2024); Sekundärquellen nennen 10–12 Jahre.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt geeignet: Sehr sanftmütig und geduldig im Umgang mit Kindern, aber wegen Größe und Gewicht sollten kleine Kinder nie unbegleitet mit dem Hund toben — und die dokumentierten Gesundheitsrisiken (Augen, Magendrehung) sowie der Pflegeaufwand (Falten, Ohren, Speicheln) müssen als gleichwertige Entscheidungsfaktoren genannt werden.
  • Einsteiger: Machbar mit Grundwissen, aber kein Selbstläufer: Der ruhige, menschenbezogene Charakter erleichtert die Grunderziehung, während der extrem ausgeprägte Fährtentrieb (Rückruf-Problematik im Freilauf), die Falten-/Ohrenpflege und die erhöhten Gesundheits- und Tierarztkosten realistisch eingeplant werden müssen.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet, insbesondere für Nasenarbeit, Mantrailing, Fährten- und Schweißarbeit sowie ausgedehnte, ausdauernde Spaziergänge — der hohe Bewegungs- und vor allem Beschäftigungsbedarf der Rasse wird hier artgerecht bedient.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet ohne Unterstützung: Die Körpergröße (bis ca. 72 cm, 54 kg), der Bewegungsbedarf, das Speicheln und die Pflege- und Gesundheitsaufgaben stellen für wenig aktive Halter reale Herausforderungen dar.

Verhaltenswissenschaft

Die verhaltensbiologischen Hintergründe zu diesem Thema — exklusiv freischaltbar mit kostenlosem Konto.

Alleinstellungsmerkmal

Was kostet ein Bloodhound wirklich?

Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.

Gesundheitsrisiko erhöht
Entropium/Ektropium mit Makroblepharon (bekannte bzw. vermutete Erbkrankheiten, ECVO Manual: Breeds 2021; ACVO/OFAR-Untersuchungsdaten 1991–2016 …
Krankenversicherung einplanen
Partner: Barmenia adcuri
Professionelle Fellpflege
Das kurze, dichte, wetterfeste Fell ist pflegeleicht und benötigt nur gelegentliches Bürsten.
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
Hundeschule einplanen
Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
BERECHNET
Einmalig
Anschaffung
Erstausstattung
Monatlich
FutterFutter-Empfehlung folgt
Tierarzt-Rücklage
KrankenversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Fellpflege
Jährlich
Hundesteuer
HaftpflichtversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Laufende Kosten / Monat
Laufende Kosten / Jahr
Hochgerechnet auf Lebenszeit

Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

Mitglieder-Wissen · Verhaltenswissenschaft

Warum verhält sich ein Bloodhound wirklich so?

Hintergründe aus der Verhaltensbiologie zu Instinkt, Domestikation und Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto.

FREI-
SCHALTUNG
NÖTIG

Der Bloodhound wurde über Generationen selektiv auf ein einziges Ziel gezüchtet: das eigenständige, ausdauernde Verfolgen einer Bodenfährte — auch über Stunden und große Distanzen, ohne ständige Rückversicherung beim Menschen. In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – …

Schon Abonnent:in und eingeloggt? Der Bereich schaltet sich automatisch frei.

Lernportal Rassenkunde

Lerne alles über den Bloodhound. Mit echtem Quiz.

Das Quiz zu diesem Portrait: 28 geprüfte Fragen — für Hundehalter, die es genau wissen wollen, und für angehende Trainer auf dem Weg zum Hundeführerschein.

Einzelkurs

Rassenkunde: Bloodhound

28 Fragen · FCI-Gruppe 6 · Halter-Basis & Trainer-Vertiefung · Ethologie-Modul · unlimitierter Zugriff nach Kauf

1,99 € einmalig

Gesamtzugang

Alle Rassen — unbegrenzt

Zugang zu allen verfügbaren Rassenkunde-Kursen (360+ Rassen wachsend) · alle Schwierigkeitsebenen · alle Ethologie-Module · ideal für Trainer-Ausbildung

59,99 € einmalig · alle Rassen

Inklusive im Konto

Verhaltenswissenschaft 🔒

Instinkt, Domestikation, Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto. Kostenlos freischaltbar.

0 € mit Konto + Newsletter

Häufige Fragen zum Bloodhound

Ist der Bluthund dasselbe wie der Bloodhound?

Ja — ‚Bluthund‘ ist der deutsche FCI-Name, ‚Bloodhound‘ der englische; beide bezeichnen dieselbe Rasse (FCI-Standard Nr. 84, offizieller FCI-Name ‚Chien de Saint-Hubert‘). Der Name ‚Bloodhound‘ leitet sich laut Standard von ‚blooded hound‘ ab, also ‚Laufhund von reinem Blut‘ — er hat nichts mit Blutrünstigkeit zu tun.

Ist der Bloodhound anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Der ruhige, loborientierte Charakter erleichtert die Grunderziehung, aber der extrem ausgeprägte Fährtentrieb macht den Freilauf-Gehorsam zu einer anspruchsvollen Trainingsaufgabe. Wer Grundwissen zu Lerntheorie, einen sicher eingezäunten Garten und die Pflegethemen (Gesichtsfalten, Hängeohren, Speicheln) einplant, kommt gut zurecht.

Warum sabbert mein Bloodhound so viel?

Die sehr langen, lockeren Lefzen und die ausgeprägte Wamme sind laut FCI-Standard Rassemerkmal — die lose Haut hält Speichel nicht zurück, daher sabbert die Rasse deutlich sichtbar, besonders nach dem Trinken. Das ist normal und keine Erkrankung; ein Handtuch gehört zur Grundausstattung, und die feuchten Falten sollten sauber und trocken gehalten werden.

Warum ordnet das Lexikon den Bloodhound als qualzuchtrelevante Rasse ein?

Weil der FCI-Standard die tiefen Gesichtsfalten als zentrales Rassemerkmal fordert und für genau diese Faltenanatomie dokumentierte Risiken bestehen: Entropium und Ektropium sind beim Bloodhound als bekannte bzw. vermutete Erbkrankheiten gelistet (ECVO Manual 2021), im ACVO/OFAR-Register waren Ektropium (26,0 %) und Entropium (22,3 %) die häufigsten Befunde. Das ist eine redaktionelle Einordnung des Lexikons mit Blick auf § 11b TierSchG; die behördliche Bewertung obliegt den Behörden. Zucht mit Augen- und Gesundheitstests senkt das Risiko deutlich.

Wie viel Bewegung braucht ein Bloodhound?

Als großer Laufhund braucht er regelmäßige, ausdauernde Bewegung (mindestens 1–2 Stunden täglich, idealerweise in freier, sicher eingezäunter Umgebung) und zusätzlich gezielte geistige Auslastung über Nasenarbeit, Mantrailing oder Suchspiele — die Nase ist seine eigentliche ‚Arbeit‘, reine Spaziergänge reichen oft nicht.

Verwandte Rasseportraits

Passt Bloodhound wirklich zu dir?

Zwei Wege zur ehrlichen Antwort — kostenlos testen oder persönlich beraten lassen.

Kostenlos · 3 Minuten

Der Rassen-Check

10 Fragen zu deinem Alltag, ehrliche Passungs-Prozente aus 362 FCI-Rassen — inklusive Gesundheits- und Tierschutz-Hinweisen.

Kostenlos · ohne Anmeldung Zum Rassen-Check →
Persönlich · vor Ort oder online

Die Rasseberatung

In 45 Minuten klären wir gemeinsam, ob diese Rasse zu deinem Leben passt — mit Blick auf Erfahrung, Zeit, Wohnsituation und Familie.

45 Minuten · 80 € inkl. MwSt. Rasseberatung anfragen →

Mehr Rassen, mehr Kostenklarheit.

Das Hunderassenlexikon wächst mit jeder Rasse — redaktionell geprüft, mit eigenem Kostenrechner und Lernquiz.

Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?

Klicken Sie auf die Sterne, um den Artikel zu bewerten

Durchschnittliche Bewertung: 4.8 / 5. Anzahl der Bewertungen: 90

Bisher gibt es keine Bewertungen des Artikel

We are sorry that this post was not useful for you!

Let us improve this post!

Tell us how we can improve this post?