Cão de Castro Laboreiro

Cão de Castro Laboreiro – Rasseportrait

FCI-Gruppe 2 · Sektion 2.2 · Molosser, Berghunde

Cão de Castro Laboreiro

Der Cão de Castro Laboreiro zählt laut FCI-Standard Nr. 170 zu den ältesten Rassen der Iberischen Halbinsel. Wichtig zu wissen: Keine spezifisch für die Rasse dokumentierten Erbkrankheiten in tierärztlichen bzw. rasseportalbasierten Quellen …

Größe

♂ 58–64 cm · ♀ 55–61 cm

Gewicht

♂ 30–40 kg · ♀ 25–35 kg

Lebenserwartung

12–13 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 100–195 €

Rasseportrait

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde), Sektion 2.2 (Molosser, Berghunde), FCI-Standard Nr. 170 — 04.11.2008 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards; deutsche Übersetzungsfassung 09.02.2011, englische Fassung 05.01.2011; ohne Arbeitsprüfung)

Herkunft

Portugal (Dorf Castro Laboreiro, Gemeinde Melgaço, äußerster Norden Portugals, Peneda-/Soajo-Gebirge)

Größe

Rüde: 58–64 cm Widerristhöhe, Toleranz +2 cm (FCI-Standard Nr. 170) · Hündin: 55–61 cm Widerristhöhe, Toleranz +2 cm (FCI-Standard Nr. 170)

Gewicht

Rüde: 30–40 kg (FCI-Standard Nr. 170, offizielle Gewichtsvorgabe) · Hündin: 25–35 kg (FCI-Standard Nr. 170, offizielle Gewichtsvorgabe)

Lebenserwartung

12–13 Jahre (Quellen variieren: zooroyal.de nennt bei seriöser Zucht rund 12 Jahre, edogs.de nennt im Schnitt 13 Jahre; eine populationsbasierte Kohortenstudie speziell zu dieser sehr seltenen Rasse wurde nicht gefunden)

Fellfarben

Laut FCI-Standard Nr. 170: gestromtes Fell mit einer Grundfarbe aus verschiedenen Grautönen, überzogen von helleren und dunkleren schwarzen Stromungs-Schattierungen; typischerweise dreifarbig mit Haartönen von Kiefernuss über Rötlich bis Mahagoni — dunkler an Kopf, Rücken und Schultern, mittel-dunkel an Körper, Kruppe und Oberschenkeln, heller am Bauch und den unteren Gliedmaßen. Die häufigste Ausprägung heißt „Wolfsfarbe“, die von den Züchtern in Castro Laboreiro als ethnisches Merkmal bevorzugte Ausprägung „Bergfarbe“ (cor do monte). Ein kleiner weißer Fleck an der Brust ist zulässig; größere weiße Abzeichen, Scheckung oder Albinismus sind laut Standard disqualifizierende Fehler.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt das Wesen unmissverständlich: „Ein verlässlicher und sanftmütiger Begleiter für seine Familie, ist er unbedingt als Herden-Wachhund …

Pflegeaufwand

Gering — Das Fell ist laut FCI-Standard kurz (ca. 5 cm), ohne Unterwolle, an den meisten Körperstellen glatt und flach, aber sehr dick — kürzer und dichter an Kopf und Ohren, dafür dick …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein, aber mit klarer Tendenz zum Nein: Mehrere unabhängige deutschsprachige Rasseportale (edogs.de, zooroyal.de) beschreiben die Rasse übereinstimmend als „kein Hund für Anfänger“ bzw. „kein Anfängerhund“, da sie als Herdenschutzhund ausgeprägte Eigenständigkeit, ein hohes Territorial-/Wachverhalten und einen hohen Bewegungs- sowie Sozialisationsbedarf mitbringt. Wer über Grundwissen zu Lerntheorie, konsequenter, gewaltfreier Erziehung, sehr früher und breiter Sozialisation sowie ausreichend Platz (kein Wohnungshund) verfügt, kann mit der Rasse zurechtkommen — ganz ohne Vorerfahrung mit großen, eigenständig denkenden Herdenschutzhunden ist sie nicht empfehlenswert.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 22.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 900–2.800 € · laufend ca. 100–195 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Cão de Castro Laboreiro zählt laut FCI-Standard Nr. 170 zu den ältesten Rassen der Iberischen Halbinsel. Er verdankt seinen Namen dem Dorf Castro Laboreiro in der Gemeinde Melgaço, im äußersten Norden Portugals — einer laut Standardtext „rustikalen bergigen Gegend“, die sich vom Fluss Minho bis zu den Peneda- und Soajo-Bergen mit Höhen bis 1400 m erstreckt und von den Flüssen Minho, Trancoso, Laboreiro und Mouro abgegrenzt wird. Historisch belegt ist die Rasse laut englischsprachiger Wikipedia erst ab dem 19. Jahrhundert, u. a. in einer Erwähnung des portugiesischen Schriftstellers Camilo Castelo Branco (1882), der „die Hunde von Castro Laboreiro, sehr wild“ beschrieb — der portugiesische Zuchtverein selbst betont, dass ältere Ursprungserzählungen „reine Fiktion, ohne wissenschaftliche oder historische Genauigkeit“ seien; genauere Angaben zur Frühgeschichte werden deshalb hier bewusst nicht behauptet.

Die erste dokumentierte Ausstellung der Rasse fand 1914 statt („Acta des Hundewettbewerbs der Wachhunde von Castro Laboreiro“, 18. Oktober 1914, laut Associação Portuguesa do Cão de Castro Laboreiro, apccl.com). Der erste schriftliche Rassestandard wurde 1935 vom Veterinärprofessor Manuel Fernandes Marques verfasst, der eigens nach Castro Laboreiro reiste, um Tiere vor Ort zu begutachten. Träger dieser frühen Standardisierung war der 1897 gegründete Clube Português de Canicultura (CPC), der bis heute als portugiesischer Zuchtverband fungiert; laut Sekundärquellen erfolgte die FCI-Anerkennung im Mai 1955 — dieses genaue Jahr wird hier als sekundärquellenbasiert und nicht am FCI-Original selbst geprüft gekennzeichnet. Der bis heute gültige, überarbeitete FCI-Standard wurde am 04.11.2008 offiziell publiziert.

Seit Jahrzehnten findet in der Region jährlich am 15. August ein traditioneller Wettbewerb statt, lokal als „Concurso do Cão“ (Hundewettbewerb) bekannt — Pater Aníbal Rodrigues (1919–2003) prägte diesen Wettbewerb ab den 1950er-Jahren maßgeblich und beschrieb die Rasse laut apccl.com als „außergewöhnlichen Hund in Spürsinn, Intelligenz, Mut und Sanftheit“. Mit dem Rückgang der Wolfspopulation und dem Wandel der portugiesischen Landwirtschaft verlor die Rasse laut englischsprachiger Wikipedia im 20. Jahrhundert zunehmend ihre ursprüngliche Arbeitsfunktion, was zeitweise zu Verwilderung und Vernachlässigung einzelner Bestände führte — heute wird sie überwiegend als Wach- und Begleithund gehalten und ist außerhalb Portugals weiterhin extrem selten (nur vereinzelte Züchter in UK, Deutschland und den USA laut Sekundärquellen, Zahl nicht amtlich verifiziert). Zwei weitere portugiesische Herdenschutzhundrassen teilen sich dieselbe FCI-Sektion (2.2, Molosser, Berghunde) und dieselbe historische Transhumance-/Wolfsschutz-Tradition, sind aber eigenständige Rassen mit eigenem Standard: der Cão da Serra da Estrela (FCI Nr. 173) und der Rafeiro do Alentejo (FCI Nr. 96) — siehe Schritt-0.5-Verwechslungsfalle oben.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt das Wesen unmissverständlich: „Ein verlässlicher und sanftmütiger Begleiter für seine Familie, ist er unbedingt als Herden-Wachhund gegen Wolfsangriffe erforderlich, welche in der Ursprungsgegend dieser Rasse noch immer häufig vorkommen. Durch seine konstante Wachsamkeit ist er ein idealer Wächter von allem anvertrautem Besitz, welchen er regelmäßig patrouilliert. Von edler Natur. Sehr wendig und aktiv, er kann Feindseligkeit zeigen ohne streitsüchtig zu sein.“ Bemerkenswert konkret hält der Standard zusätzlich ein akustisches Merkmal fest: ein „charakteristisches alarmierendes Bellen, beginnend mit einem tiefen Geräusch, welches zu einem tiefen Ton anwächst und in einem hohen anhaltenden Ton endet“ — ein Signal, das ursprünglich dazu diente, über weite, unübersichtliche Bergweiden hinweg gehört zu werden.

Wichtig für die Einordnung der Verwendung: Der Standard nennt „Wachhund, Schutzhund und Herdenhund“ — kein Hütehund im Sinne des aktiven Treibens einer Herde, sondern ein Bewacher, der bei Bedarf Angreifer (in der Ursprungsregion vor allem Wölfe) abwehrt. Ethologisch lässt sich dieses Wächter- und Schutzverhalten nach der spezialisierten Forschung von Coppinger und Coppinger zu Herdenschutzhunden (u. a. in „Dogs: A New Understanding of Canine Origin, Behavior, and Evolution“) auf eine gegenüber Jagd- oder Hütehunden grundlegend andersartig modifizierte Raubtier-Sequenz zurückführen: Orientieren und Fixieren — also das genaue Wahrnehmen und Einschätzen von Reizen an der Territoriumsgrenze, exakt das, was der Standard als „konstante Wachsamkeit“ beschreibt — bleiben funktional voll erhalten. Anschleichen, Hetzen und Beißen dagegen werden sowohl durch gezielte Selektion als auch durch sehr frühe, intensive Sozialisation mit der zu schützenden Herde beziehungsweise Familie während der sensiblen Phase weitgehend unterdrückt.

Wichtig für die Einordnung von Alltagsverhalten: Das charakteristische Alarmbellen selbst ist KEIN Teil der eigentlichen Beutefang-Instinktkette (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen), sondern ein eigenständiges, im Standard als Wächterfunktion dokumentiertes Verhalten — hier wird die Instinktketten-Logik daher bewusst NICHT herangezogen. Territoriales Bellen gegenüber Fremden ist in erster Linie das Ergebnis der eng auf die eigene Familie und das eigene Territorium fokussierten Sozialisation in der sensiblen Phase (ca. 3. bis 12., je nach Quelle bis 16. Lebenswoche auslaufend; Scott & Fuller 1965) — nicht ein direkter „Rest“ irgendeiner Jagdsequenz. Für dieses konkrete Alltagsverhalten gilt: plausibel als Teil der Wächterfunktion, aber nicht 1:1 mit der Instinktkette zu erklären — hier nicht behauptet.

Die in mehreren Sekundärquellen (u. a. edogs.de: „selbstständig“; zooroyal.de: „wird niemals bedingungslosen Gehorsam zeigen“) beschriebene ausgeprägte Eigenständigkeit sollte nicht als bewusstes Abwägen des Hundes verstanden werden, ob ein Kommando gerade sinnvoll ist, und erst recht nicht als Rangordnungs-Auseinandersetzung mit dem Halter — dieses ältere Konzept gilt seit den Freilandstudien von Mech und Boitani als widerlegt. Lerntheoretisch plausibler ist eine Kombination aus hoher Reizkonkurrenz (weiträumige Territorien, viele Umweltreize) und einer historisch andersartigen Ausgangsselektion, die auf selbstständige Wächterentscheidungen fernab des Halters statt auf ständige Mensch-Kooperation im Arbeitsalltag ausgelegt war — das erfordert in der Erziehung mehr gezielte Generalisierungsarbeit und einen hohen Verstärkerwert, nicht mehr Strenge.

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Erziehung & Beschäftigung

Die Grunderziehung des Cão de Castro Laboreiro funktioniert wie bei jeder Rasse am zuverlässigsten über konsequente positive Verstärkung, klare Regeln und Vertrauensaufbau — von Ansätzen, die auf erzwungener Unterordnung oder einer vermeintlichen Rangordnungs-Auseinandersetzung mit dem Halter basieren, ist ausdrücklich abzuraten. Bei einer großen, eigenständig denkenden Herdenschutzhundrasse ist Druck zusätzlich riskant, weil er eher Unsicherheit und in der Folge Abwehrverhalten begünstigt, statt Vertrauen aufzubauen. Bemerkenswert: Der FCI-Standard listet Ängstlichkeit/Misstrauen als Fehler UND aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde als disqualifizierenden Fehler — die Zucht ist also aktiv auf einen belastbaren, ausgeglichenen Charakter mit hoher Reizschwelle ausgerichtet, nicht auf Schärfe.

Besonders wichtig ist eine sehr breite und frühe Sozialisation in der sensiblen Phase (ca. 3. bis 12./16. Lebenswoche): viele unterschiedliche, positiv erlebte Kontakte zu Menschen, Umweltreizen und — sofern möglich — anderen Tieren, um übermäßige Territorial-Skepsis gegenüber Fremden gar nicht erst entstehen zu lassen. Das ist bei dieser Rasse kein optionaler Zusatz, sondern die zentrale Voraussetzung dafür, dass sich das im Standard beschriebene Wächterverhalten kontrolliert statt unkontrolliert territorial zeigt.

Die von zooroyal.de beschriebene „Eigenständigkeit“ und die Aussage, der Hund werde „niemals bedingungslosen Gehorsam“ zeigen, sind kein Ungehorsam, sondern lerntheoretisch zu erklären: hoher Verstärkerwert konkurrierender Reize in weiträumigen Territorien, beträchtliche Körpermasse und — ohne gezieltes Training — fehlende Generalisierung des Grundgehorsams auf reizreiche Umgebungen. Wird eine bisher funktionierende Verstärkung (z. B. Aufmerksamkeit nach Bellen) plötzlich konsequent entzogen, kann das Verhalten zunächst kurzfristig zunehmen, bevor es abklingt (Extinktionsburst) — ein normaler, zu erwartender Lernprozess, kein Zeichen falscher Erziehung, der aber konsequentes Durchhalten statt Nachgeben erfordert.

Beschäftigung sollte den hohen Bewegungsbedarf (laut edogs.de „mehrere Stunden“ täglich) mit kontrollierten Wach- und Territorialaufgaben sowie geistiger Auslastung verbinden; laut zooroyal.de ist die Rasse zudem „bewegungsfreudiger“ als typische schwere Molosser und lernt vergleichsweise schnell, was sie für Obedience oder Agility grundsätzlich geeignet macht — dies ist allerdings sekundärquellenbasiert und keine im FCI-Standard genannte historische Verwendung. Wegen der extremen Seltenheit der Rasse in Deutschland haben die meisten Hundeschulen keinerlei praktische Erfahrung mit dem Cão de Castro Laboreiro oder verwandten Herdenschutzhundtypen; Einzeltraining oder eine spezialisierte Verhaltensberatung mit Erfahrung im Umgang mit großen, eigenständigen Wächterhunden ist deshalb in aller Regel sinnvoller als eine reguläre Welpengruppe.

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Pflege & Gesundheit

Das Fell ist laut FCI-Standard kurz (ca. 5 cm), ohne Unterwolle, an den meisten Körperstellen glatt und flach, aber sehr dick — kürzer und dichter an Kopf und Ohren, dafür dick und lang an den Gesäßbacken. edogs.de und zooroyal.de beschreiben den Pflegeaufwand übereinstimmend als gering: monatliches Bürsten genügt in der Regel, besondere Ansprüche an die Fellpflege bestehen laut beiden Quellen nicht.

Zur Gesundheit sind sich mehrere unabhängige Quellen einig, dass keine spezifisch für die Rasse dokumentierten Erbkrankheiten bekannt sind: edogs.de schreibt wörtlich „Rassentypische Krankheiten sind bei den Hunden aus Portugal keine bekannt“, zooroyal.de „Rassetypische Krankheiten sind nicht bekannt“, die englischsprachige Wikipedia „Health issues specific to the breed have not been documented“. Diese Quellen weisen allerdings selbst darauf hin, dass belastbare Daten wegen der geringen Verbreitung und der erst kurzen Zeit als offiziell gezüchtete Rasse begrenzt sind.

Zwei unabhängige peer-reviewte genetische Studien liefern hierzu einen wichtigen Kontrapunkt auf Populationsebene: van Asch et al. (2005, BMC Genetics 6:37) fanden bei 58 untersuchten Tieren in ca. 95 % nur einen einzigen mitochondrialen Haplotyp — „the lowest level of diversity“ unter vier untersuchten portugiesischen autochthonen Rassen — als Hinweis auf einen genetischen Flaschenhals bzw. sehr wenige weibliche Gründertiere. Pires et al. (2006, Journal of Heredity 97(4):318–330) bestätigten dies unabhängig: Die Rasse erwies sich als „monomorphic for mtDNA“ mit einem neuen, rassespezifischen Haplotyp. Diese Befunde belegen eine dokumentiert geringe mütterliche Linien-Vielfalt einer kleinen, geografisch isolierten Gründerpopulation — sie belegen aber (Stand dieser Recherche) KEINE bereits nachgewiesene, konkrete Erbkrankheit mit eigener Prävalenzstudie.

unsicher, weitere Prüfung empfohlen: Ob die dokumentierte geringe genetische Vielfalt inzwischen mit konkreten Erbkrankheiten (z. B. Hüftgelenksdysplasie, Augenerkrankungen) korreliert, wurde bislang nicht in einer eigenen tierärztlichen Studie zur Rasse untersucht — Interessenten sollten deshalb unabhängig von fehlenden Rasse-spezifischen Warnhinweisen auf Gesundheitschecks der Elterntiere achten.

Für wen geeignet?

  • Familien: Nur bedingt geeignet: Innerhalb der Familie gilt die Rasse laut FCI-Standard als sanftmütiger, verlässlicher Begleiter, ihr ausgeprägtes Wach- und Territorialverhalten gegenüber Fremden erfordert aber sehr sorgfältige, frühe Sozialisation, wenn regelmäßig Besuch oder Kinderfreunde im Haus ein- und ausgehen — und ausreichend Platz, da die Rasse kein Wohnungshund ist.
  • Einsteiger: Nicht empfohlen: edogs.de und zooroyal.de raten Einsteigern übereinstimmend ausdrücklich ab, da die Rasse als Herdenschutzhund ausgeprägte Eigenständigkeit, hohes Wach-/Territorialverhalten und einen hohen Bewegungsbedarf mitbringt, der erfahrene, konsequente und gewaltfreie Führung sowie sehr gute Sozialisationsarbeit verlangt.
  • Sportlich Aktive: Bedingt geeignet: Laut zooroyal.de ist die Rasse „bewegungsfreudiger“ als typische schwere Molosser und lernt vergleichsweise schnell, was Grundgehorsams-Sport wie Obedience oder Agility grundsätzlich möglich macht — der FCI-Standard selbst nennt aber keine sportliche Verwendung, sondern ausschließlich Wach-, Schutz- und Herdenfunktion, weshalb dies stark vom Einzelhund und der Trainingsbeziehung abhängt.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher nicht geeignet: Größe, Gewicht (bis 40 kg), der laut mehreren Quellen hohe tägliche Bewegungsbedarf sowie die notwendige konsequente, erfahrene Führung und der große Platzbedarf (kein Wohnungshund) passen nicht gut zu einem geringen Aktivitätslevel des Halters.

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Keine spezifisch für die Rasse dokumentierten Erbkrankheiten in tierärztlichen bzw. rasseportalbasierten Quellen (edogs.de: „Rassentypische …
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Professionelle Fellpflege
Das Fell ist laut FCI-Standard kurz (ca. 5 cm), ohne Unterwolle, an den meisten Körperstellen glatt und flach, aber sehr dick — kürzer und dichter an Kopf und Ohren, dafür dick und lang an den Gesäßbacken. edogs.de und …
Hundehaftpflicht
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Der FCI-Standard beschreibt die Funktion unmissverständlich: Der Cão de Castro Laboreiro sei „unbedingt als Herden-Wachhund gegen Wolfsangriffe erforderlich“, durch „konstante Wachsamkeit“ ein „idealer Wächter von allem anvertrautem Besitz, welchen er regelmäßig patrouilliert“. Wichtig für die Einordnung: Die Verwendung lautet „Wachhund, Schutzhund und …

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Häufige Fragen zum Cão de Castro Laboreiro

Ist der Cão de Castro Laboreiro ein Listenhund?

Nein. Die Rasse ist in keinem der 16 Bundesländer namentlich als Rasseliste- oder Kategorie-Hund eingestuft und auch nicht vom bundesweiten Einfuhrverbot nach HundVerbrEinfG erfasst (Stand 22.08.2026). In Nordrhein-Westfalen greift wegen der Größe zusätzlich die allgemeine, rasseunabhängige Kategorie „große Hunde“ (§ 11 LHundG NRW) — das ist keine Listenhund-Einstufung, sondern eine größenbezogene Halteranforderung für alle großen Hunde.

Ist der Cão de Castro Laboreiro anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein, aber mit klarer Tendenz zum Nein: edogs.de und zooroyal.de raten Einsteigern übereinstimmend von der Rasse ab, weil sie als Herdenschutzhund ausgeprägte Eigenständigkeit, hohes Wach-/Territorialverhalten und einen hohen Bewegungsbedarf mitbringt. Mit Grundwissen zu Lerntheorie und Sozialisation, konsequenter gewaltfreier Führung und ausreichend Platz ist die Rasse machbar, ganz ohne Vorerfahrung mit großen, eigenständigen Herdenschutzhunden aber nicht empfehlenswert.

Wie gesund ist der Cão de Castro Laboreiro?

Rasseportale und die englischsprachige Wikipedia nennen übereinstimmend keine spezifisch für die Rasse dokumentierten Erbkrankheiten. Zwei peer-reviewte genetische Studien (van Asch et al. 2005; Pires et al. 2006) belegen allerdings eine auffällig geringe mitochondriale Diversität als Hinweis auf eine sehr kleine, isolierte Gründerpopulation — deshalb setzt der Kostenrechner dieses Lexikons trotz fehlender bekannter Einzelkrankheit ein Risiko-Flag. Interessenten sollten unabhängig davon auf Gesundheitschecks der Elterntiere achten.

Was unterscheidet den Cão de Castro Laboreiro vom Cão da Serra da Estrela und dem Rafeiro do Alentejo?

Alle drei sind eigenständige portugiesische Herdenschutzhundrassen mit jeweils eigener FCI-Standardnummer, keine Varietäten voneinander. Der Cão de Castro Laboreiro ist mit 58–64 cm (Rüde) die kleinste der drei Rassen, kurzhaarig und stammt aus dem äußersten Norden Portugals. Der Cão da Serra da Estrela (65–73 cm) ist größer und hat zwei eigene Haarvarietäten (Lang-/Kurzhaar), der Rafeiro do Alentejo (66–74 cm) ist die größte der drei mit einem markanten, voluminösen Kopf und stammt aus der Alentejo-Tiefebene im Süden.

Wie viel Fellpflege braucht der Cão de Castro Laboreiro?

Wenig: Das kurze, unterwollelose Fell (ca. 5 cm) liegt glatt am Körper an. edogs.de und zooroyal.de beschreiben übereinstimmend, dass monatliches Bürsten in der Regel genügt und die Rasse keine besonderen Pflegeansprüche stellt — deutlich weniger aufwendig als bei langhaarigen Herdenschutzhundrassen wie der Langhaar-Varietät des Cão da Serra da Estrela.

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