Deutscher Wachtelhund

Deutscher Wachtelhund – Rasseportrait

FCI-Gruppe 8 · Sektion 2 · Stöberhunde, mit Arbeitsprüfung

Deutscher Wachtelhund

Aus der jagdlichen Literatur lässt sich belegen, dass es schon seit Jahrhunderten dem heutigen Deutschen Wachtelhund ähnlich aussehende Jagdhunde gab, die zum Aufstöbern von Wild eingesetzt wurden; auch die Bezeichnung „Wachtelhund“ ist historisch alt. Wichtig zu wissen: Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie (HD/ED, seit Geburtsjahrgang 2010 verpflichtendes Röntgen-Zuchtprogramm des Vereins für Deutsche Wachtelhunde/VDW) …

Größe

♂ 48–54 cm · ♀ 45–52 cm

Gewicht

♂ 18–25 kg · ♀ 18–25 kg

Lebenserwartung

12–14 Jahre

Aktivität

Sehr hoch

Kosten / Monat

ca. 95–200 €

Rasseportrait

kostenrechner

Rassen-Check

🔒 Verhaltenswissenschaft

🔒 Lernportal

Faq

Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 8 (Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde), Sektion 2 (Stöberhunde, mit Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 104 — Publikationsdatum des gültigen Standards: 24.07.1996 (Layout-/Übersetzungsfassung 12.03.1999, fci.be)

Herkunft

Deutschland (Beginn der stammbuchmäßigen Rassereinzucht um die Jahrhundertwende 1900 in Oberbayern; Verein für Deutsche Wachtelhunde e. V. seit 1903, Wiedergründung/Registrierung 1946)

Größe

Rüde: 48–54 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 104) · Hündin: 45–52 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 104)

Gewicht

Rüde: 18–25 kg (FCI-Standard Nr. 104). Eine Sekundärquelle (hunde-fan.de) nennt eine breitere Praxisspanne bis ca. 30 kg — hier wird die FCI-Originalangabe als Primärquelle zugrunde gelegt. · Hündin: 18–25 kg, laut Standard „etwas leichter als Rüden“ ohne eigene Zahlenangabe (FCI-Standard Nr. 104)

Lebenserwartung

12–14 Jahre (mehrere Sekundärquellen übereinstimmend; vereinzelt wird auch eine Spanne bis 15 Jahre genannt)

Fellfarben

Zwei Farbschläge laut FCI-Standard: (1) einfarbig Braun, seltener Rot (alle rötlichen Schattierungen wie Fuchs-, Reh- oder Hirschrot), oft mit weißen oder geschimmelten Abzeichen an Brust und Zehen; (2) Braun-, seltener Rotschimmel, mit weiß dicht gemischtem braunem bzw. rotem Haar, oft mit farbigem Kopf sowie Platten oder Mantel; dazu gehören auch Schecken und „Tiger“-Zeichnungen. In beiden Farbschlägen sind rötliche Abzeichen („Brand“) über den Augen, an Fang, Läufen und Waidloch möglich. Schwarze Haarfarbe ist ein disqualifizierender Fehler.

Aktivitätslevel

Sehr hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Deutschen Wachtelhund als lebhaft und jagdlich sehr passioniert, freundlich und umweltsicher, sehr gelehrig und …

Pflegeaufwand

Mittel — Das kräftige, meist wellige, gelegentlich lockige oder glatte Langhaar mit dichter Unterwolle benötigt regelmäßiges Bürsten, insbesondere an Behang, Läufen und Rute, um Verfilzung …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Deutsche Wachtelhund wurde und wird laut FCI-Standard „ausschließlich von Jägern für Jäger“ als vielseitiger Jagdgebrauchshund gezüchtet. Sein ausgeprägter, in der Zucht gezielt geförderter Finder- und Stöberwille verlangt von Anfang an ein jagdliches oder mindestens vergleichbar intensives, tägliches Beschäftigungskonzept sowie Grundwissen über Instinktverhalten und Rückruf-Aufbau unter Ablenkung. Ohne diesen Rahmen ist die Rasse — unabhängig von der sonstigen Hundeerfahrung des Halters — in aller Regel nicht zu empfehlen; das ist auch der Grund, warum Zuchtvereine Welpen fast ausschließlich an Jagdscheininhaber vermitteln.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 800–2.000 € · laufend ca. 95–200 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Aus der jagdlichen Literatur lässt sich belegen, dass es schon seit Jahrhunderten dem heutigen Deutschen Wachtelhund ähnlich aussehende Jagdhunde gab, die zum Aufstöbern von Wild eingesetzt wurden; auch die Bezeichnung „Wachtelhund“ ist historisch alt. Zur stammbuchmäßigen Zucht der Rasse kam es jedoch erst um die Jahrhundertwende 1900. Stammvater war der Rüde „Lord Augusta 1834 L“ aus Staufenberg in Oberbayern, mit dem gemeinsam mit einigen passenden Hündinnen die Rassereinzucht begann. Zunächst kamen nur braune, teils weißbraune Hunde vor; durch die Hündin „Baby auf der Schanze 1838 L“ gelangte die Braunschimmelfarbe in die Zucht.

Rudolf Frieß, der die Zucht über Jahrzehnte maßgeblich prägte, führte daraufhin die getrennte Zucht in den Farbschlägen Braun und Braunschimmel ein. Ziel war es, trotz der zahlenmäßig geringen Ausgangspopulation der Rasse durch gezielte Paarungen innerhalb beider Schläge Inzuchtschäden zu vermeiden — die Trennung erschien zusätzlich sinnvoll, weil Braune damals eher als Kurzjäger galten und Braunschimmel als besonders spurwillige Weitjäger. Der FCI-Standard selbst hält heute fest, dass diese unterschiedliche Veranlagung „nicht mehr als zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal“ gelten kann, da inzwischen wiederholt zwischen beiden Schlägen gekreuzt wurde; die Trennung bleibt aber bis heute als Mittel zur Erhaltung einer nicht mehr eng verwandten Blutreserve innerhalb der Rasse bestehen.

Der 1903 gegründete Verein für Deutsche Wachtelhunde (VDW) — 1946 im Vereinsregister neu eingetragen — ist bis heute der alleinige Stammverein der Rasse in Deutschland und hinterlegt den Standard über den VDH bei der FCI (aktuell FCI-Standard Nr. 104, Gruppe 8, Sektion 2, mit Arbeitsprüfung). Ein Satz aus dem FCI-Standard selbst prägt die Rasse bis heute besonders deutlich: „Der Deutsche Wachtelhund wurde und wird ausschließlich von Jägern für Jäger, als Stöber- und vielseitiger Jagdgebrauchshund gezüchtet.“ Diese Zweckbindung ist keine Marketingaussage, sondern historisch gewachsene Zuchtrealität — sie erklärt auch, warum der VDW Zuchtrecht und Zwingerschutz in seinen Zuchtbestimmungen ausdrücklich an die Berechtigung zum Lösen eines deutschen Jagdscheins koppelt und Welpen bis heute weit überwiegend an Jäger und Förster abgibt.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Deutschen Wachtelhund als lebhaft und jagdlich sehr passioniert, freundlich und umweltsicher, sehr gelehrig und anpassungsfähig, weder ängstlich noch aggressiv. Diese Beschreibung ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer über mehr als hundert Jahre konsequent auf einen einzigen Zweck ausgerichteten Funktionszucht: Als Stöberhund (FCI-Gruppe 8, Sektion 2) wurde beim Deutschen Wachtelhund der such- und treibende Teil der ursprünglichen Beutefangsequenz — Orientieren, Fixieren, Anschleichen, Hinterherjagen, nach Coppinger — gezielt gefördert und auf ein weiträumiges, aber kontrolliertes Durchsuchen von Dickicht, Wald und Wasser hin ausgerichtet („bogenrein“ jagend). Fangbiss und Tötungsbiss dagegen wurden unterdrückt und stattdessen auf zuverlässiges Bringen umgelenkt: Der Standard beschreibt die Rasse ausdrücklich als „bring- und wasserfreudig“ und als „zuverlässig auf Schweiß und als Verlorenbringer“ arbeitend.

Besonders sind der starke „Finderwille“, die Spurtreue und -sicherheit sowie die verlässliche Spurlaut-Eigenschaft: Der Hund gibt beim Verfolgen einer Wildspur zuverlässig Laut, damit der Jäger ihn akustisch orten kann — eine belegte, im Standard wörtlich genannte Arbeitsanlage, keine bloße Verhaltensbeschreibung. Wichtig zur Einordnung: Die Anlage des Vorstehens wurde bei der Zucht „von Anbeginn nicht beachtet“ — der Deutsche Wachtelhund steht also nicht vor, sondern sucht, treibt und stöbert aktiv, im Unterschied zu klassischen Vorstehhunden.

Diese ausgeprägten Arbeitsanlagen zeigen sich im Alltag häufig auch außerhalb des jagdlichen Kontexts, etwa als starker Drang, Fährten aufzunehmen und ihnen selbstständig zu folgen. Für Alltagsverhalten ohne dokumentierten Bezug zur Jagdsequenz — etwa allgemeine Anhänglichkeit, Wachsamkeit gegenüber Besuch oder Erregung an der Haustür — gilt dagegen: Hier fehlt eine belegte Herleitung aus der Instinktkette; solches Verhalten ist lerntheoretisch und sozial zu erklären, nicht als „Rest des Jagdverhaltens“.

Rasseberatung & Rassen-Check

Passt Deutscher Wachtelhund zu dir?

Finde es heraus: kostenloser Rassen-Check in 3 Minuten — oder persönliche Rasseberatung (45 Min., 80 €).

Erziehung & Beschäftigung

Die hohe Gelehrigkeit erleichtert die Grunderziehung grundsätzlich, sofern konsequent über positive Verstärkung gearbeitet wird — von Dominanzansätzen ist ausdrücklich abzuraten, da die klassische Alpha-/Rudelführer-Theorie durch Freilandforschung (u. a. Mech, Boitani) als widerlegt gilt und ein solcher Ansatz dem kooperativen, führerbezogenen Wesen der Rasse widerspricht. Weil der Finder- und Stöberwille beim Deutschen Wachtelhund besonders ausgeprägt und ungebrochen erhalten ist, braucht die Erziehung von Welpenalter an einen klaren Schwerpunkt auf Impulskontrolle sowie einen in reizarmer Umgebung früh und stufenweise aufgebauten, zuverlässigen Rückruf, bevor der Hund die volle Reizintensität einer Wildspur oder eines Feldeinsatzes kennenlernt.

Artgerechte Beschäftigung orientiert sich am ursprünglichen Verwendungszweck: Fährten- und Schweißarbeit, kontrollierte Stöber- und Wasserübungen sowie im Idealfall eine geführte jagdliche Ausbildung über einen Jagdgebrauchshundeverein wie den Verein für Deutsche Wachtelhunde sprechen die vorhandenen Anlagen gezielt an. Reine Spaziergänge oder gelegentliches Ballwerfen reichen bei dieser Rasse in aller Regel nicht aus, um sowohl den außergewöhnlich hohen Bewegungs- als auch den kognitiven Beschäftigungsbedarf zu decken.

Wird der Finderwille nicht kanalisiert, folgt der Hund häufig eigenständig attraktiven Fährten — das ist kein Ungehorsam, sondern die logische Folge eines genetisch verankerten, aber ungenutzten Suchverhaltens; die Konsequenz für den Halter ist ein realistisches, an die tatsächliche Auslastung gekoppeltes Beschäftigungskonzept und ein besonders sorgfältig aufgebauter Rückruf, nicht eine härtere Erziehung. Gerade in hoher Erregung — etwa mitten in einer intensiven Sucharbeit — ist die Verarbeitung äußerer Signale wie eines Rückruf-Kommandos eingeschränkt; wer das weiß, baut Übungen konsequent unterhalb der Erregungsschwelle auf und steigert die Ablenkung schrittweise.

Das Rassen-Quiz

Teste dein Deutscher Wachtelhund-Wissen

Das Rassen-Quiz mit Fragen zu Wesen, Haltung und Erziehung — für 1,99 €.

Pflege & Gesundheit

Das kräftige, meist wellige, gelegentlich lockige oder glatte Langhaar mit dichter Unterwolle benötigt regelmäßiges Bürsten, insbesondere an Behang, Läufen und Rute, um Verfilzung vorzubeugen — eine professionelle Schur wie beim Pudel ist jedoch nicht erforderlich, der Pflegeaufwand liegt damit im mittleren Bereich. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die lang herabhängenden, dicht behaarten Ohren: Der FCI-Standard selbst nennt „zu enge Gehörgänge (Disposition für Ohrenzwang)“ ausdrücklich als Fehler, weshalb regelmäßige Ohrenkontrolle sinnvoll ist. Ebenfalls im Standard als schwerer Fehler geführt sind Hautveränderungen wie Dermatitis und Atopie.

Beim orthopädischen Gesundheitsrisiko stehen Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie (HD/ED) im Vordergrund: Der Verein für Deutsche Wachtelhunde (VDW) betreibt dazu ein verpflichtendes Röntgen-Zuchtprogramm (seit Geburtsjahrgang 2010 auch für ED), bewertet nach dem VDH-Schema HD A bis E, wobei Hunde mit HD D oder E von der Zucht ausgeschlossen sind. Auch Epilepsie ist in der Zuchtordnung ausdrücklich als Zuchtausschlussgrund verankert: Die Zuchttauglichkeit erlischt, wenn der Hund selbst oder mindestens zwei nahe Verwandte unter epileptiformen Anfällen leiden.

Wissenschaftlich besonders gut dokumentiert ist eine rassespezifische Stoffwechselerkrankung: der hereditäre Phosphofructokinase-Mangel (Glykogenspeicherkrankheit Typ VII). Zwei peer-reviewte Studien (Hillström et al. 2011, Journal of the American Animal Hospital Association; Inal Gultekin et al. 2012, Molecular and Cellular Probes) identifizierten beim Deutschen Wachtelhund eine eigene Missense-Mutation im PFKM-Gen (c.550C>T), die sich von der bei englischen Springer- und amerikanischen Cocker Spaniels bekannten Mutation unterscheidet. Betroffene Hunde zeigen nach Anstrengung Belastungsintoleranz, hämolytische Anämie und dunkel gefärbten Urin; ein Gentest steht zur Verfügung und wird zur Zuchtsteuerung genutzt.

Unsicher, weitere Prüfung empfohlen: Zur genauen Prävalenz von HD, ED und Epilepsie in der Gesamtpopulation außerhalb der VDW-Zuchtstatistik liegt keine unabhängige peer-reviewte Populationsstudie vor; die genannten Zuchtprogramm-Daten sind Vereinsangaben, keine externe epidemiologische Erhebung.

Für wen geeignet?

  • Familien: Nur bedingt geeignet: Ohne jagdlichen oder vergleichbar intensiven Beschäftigungsrahmen wird der ausgeprägte Finder- und Stöberwille im normalen Familienalltag kaum artgerecht ausgelastet — reine Familienhaltung ohne diesen Rahmen wird der Rasse in aller Regel nicht gerecht, auch wenn der Standard sie als freundlich und anpassungsfähig beschreibt.
  • Einsteiger: Kein Selbstläufer und in aller Regel nicht empfehlenswert ohne Jagdbezug: Die hohe Gelehrigkeit erleichtert zwar die Grunderziehung, doch der ungebrochene, genetisch verankerte Stöber- und Fährteninstinkt verlangt fundiertes Grundwissen zu Instinktverhalten, konsequenten Rückruf-Aufbau und ein Beschäftigungskonzept, das über normale Spaziergänge weit hinausgeht.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet, sofern jagdlich oder vergleichbar strukturiert geführt: Fährten-/Schweißarbeit, kontrollierte Stöber- und Wasserübungen sowie eine Ausbildung über einen Jagdgebrauchshundeverein entsprechen der ursprünglichen Zuchtbestimmung am besten und bieten dem sehr hohen Aktivitätslevel ein artgerechtes Ventil.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher nicht geeignet: Der sehr hohe Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf sowie die Neigung, sich bei Unterforderung eigenständig eine Fährte zu suchen, passen kaum zu einem ruhigen, wenig aktiven Alltag — hier sind bewegungsärmere Rassen meist die deutlich bessere Wahl.

Verhaltenswissenschaft

Die verhaltensbiologischen Hintergründe zu diesem Thema — exklusiv freischaltbar mit kostenlosem Konto.

Alleinstellungsmerkmal

Was kostet ein Deutscher Wachtelhund wirklich?

Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.

Gesundheitsrisiko erhöht
Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie (HD/ED, seit Geburtsjahrgang 2010 verpflichtendes Röntgen-Zuchtprogramm des Vereins für Deutsche …
Krankenversicherung einplanen
Partner: Barmenia adcuri
Professionelle Fellpflege
Das kräftige, meist wellige, gelegentlich lockige oder glatte Langhaar mit dichter Unterwolle benötigt regelmäßiges Bürsten, insbesondere an Behang, Läufen und Rute, um Verfilzung vorzubeugen — eine professionelle Schur …
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
Hundeschule einplanen
Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
BERECHNET
Einmalig
Anschaffung
Erstausstattung
Monatlich
FutterFutter-Empfehlung folgt
Tierarzt-Rücklage
KrankenversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Fellpflege
Jährlich
Hundesteuer
HaftpflichtversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Laufende Kosten / Monat
Laufende Kosten / Jahr
Hochgerechnet auf Lebenszeit

Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

Mitglieder-Wissen · Verhaltenswissenschaft

Warum verhält sich ein Deutscher Wachtelhund wirklich so?

Hintergründe aus der Verhaltensbiologie zu Instinkt, Domestikation und Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto.

FREI-
SCHALTUNG
NÖTIG

Der Deutsche Wachtelhund (German Spaniel) wurde laut FCI-Standard über mehr als hundert Jahre ausschließlich von Jägern für Jäger als Stöber- und vielseitiger Jagdgebrauchshund gezüchtet. Sein historischer Auftrag: Wild in deckungsreichen Wald- und Wasserrevieren aufzustöbern und dem Jäger zuzutreiben, verlorenes oder krankgeschossenes Wild über die …

Schon Abonnent:in und eingeloggt? Der Bereich schaltet sich automatisch frei.

Lernportal Rassenkunde

Lerne alles über den Deutscher Wachtelhund. Mit echtem Quiz.

Das Quiz zu diesem Portrait: 28 geprüfte Fragen — für Hundehalter, die es genau wissen wollen, und für angehende Trainer auf dem Weg zum Hundeführerschein.

Einzelkurs

Rassenkunde: Deutscher Wachtelhund

28 Fragen · FCI-Gruppe 8 · Halter-Basis & Trainer-Vertiefung · Ethologie-Modul · unlimitierter Zugriff nach Kauf

1,99 € einmalig

Gesamtzugang

Alle Rassen — unbegrenzt

Zugang zu allen verfügbaren Rassenkunde-Kursen (360+ Rassen wachsend) · alle Schwierigkeitsebenen · alle Ethologie-Module · ideal für Trainer-Ausbildung

59,99 € einmalig · alle Rassen

Inklusive im Konto

Verhaltenswissenschaft 🔒

Instinkt, Domestikation, Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto. Kostenlos freischaltbar.

0 € mit Konto + Newsletter

Häufige Fragen zum Deutscher Wachtelhund

Kann ich einen Deutschen Wachtelhund kaufen, auch wenn ich nicht jage?

In der Praxis kaum: Der Verein für Deutsche Wachtelhunde koppelt Zuchtrecht und Zwingerschutz in seinen Zuchtbestimmungen an die Berechtigung, einen deutschen Jagdschein zu lösen, und vermittelt Welpen dementsprechend fast ausschließlich an Jäger und Förster. Grund ist der laut FCI-Standard historisch gewachsene Zuchtzweck als reiner Jagdgebrauchshund und der damit verbundene, sehr ausgeprägte Finder- und Stöberinstinkt, der ohne jagdlichen Rahmen im Alltag kaum artgerecht auslastbar ist.

Wie viel Auslauf und Beschäftigung braucht ein Deutscher Wachtelhund täglich?

Deutlich mehr als die für Familienhunde oft genannten ein bis zwei Stunden: Als Jagdgebrauchshund mit sehr hohem Aktivitätslevel braucht die Rasse mehrere Stunden aktive, möglichst fährten- oder wasserbezogene Beschäftigung täglich; reines Gassigehen im Wohngebiet wird dem Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf nicht annähernd gerecht.

Haart der Deutsche Wachtelhund stark und wie aufwändig ist die Fellpflege?

Das wellige bis lockige Langhaar mit dichter Unterwolle haart moderat und muss regelmäßig gebürstet werden, insbesondere an Behang, Läufen und Rute, um Verfilzung vorzubeugen. Eine professionelle Schur wie bei manchen anderen Langhaarrassen ist nicht nötig — der Pflegeaufwand liegt insgesamt im mittleren Bereich.

Welche Gesundheitschecks sollte ich beim Züchter erfragen?

Sinnvoll sind Nachweise zur HD/ED-Röntgenuntersuchung der Elterntiere nach dem VDH-Schema, Informationen zur Epilepsie-Zuchtplanung des Vereins für Deutsche Wachtelhunde (VDW) sowie – sofern verfügbar – der PFKM-Gentest zum Ausschluss des rassespezifischen Phosphofructokinase-Mangels (Glykogenspeicherkrankheit Typ VII). Seriöse VDW-Züchter können diese Nachweise in aller Regel vorlegen.

Wie alt wird ein Deutscher Wachtelhund?

Im Rassedurchschnitt 12 bis 14 Jahre, abhängig von Zuchtlinie, Gesundheitsstatus (u. a. HD/ED- und Epilepsie-Zuchtauswahl) und Haltung; vereinzelt werden auch bis zu 15 Jahre erreicht.

Verwandte Rasseportraits

Kleiner Münsterländer (deutscher vielseitiger Jagdgebrauchshund mit vergleichbarem Zuchtprinzip)

Deutsch Langhaar (deutscher Vorstehhund, ähnlich intensiver Beschäftigungsbedarf)

Passt Deutscher Wachtelhund wirklich zu dir?

Zwei Wege zur ehrlichen Antwort — kostenlos testen oder persönlich beraten lassen.

Kostenlos · 3 Minuten

Der Rassen-Check

10 Fragen zu deinem Alltag, ehrliche Passungs-Prozente aus 362 FCI-Rassen — inklusive Gesundheits- und Tierschutz-Hinweisen.

Kostenlos · ohne Anmeldung Zum Rassen-Check →
Persönlich · vor Ort oder online

Die Rasseberatung

In 45 Minuten klären wir gemeinsam, ob diese Rasse zu deinem Leben passt — mit Blick auf Erfahrung, Zeit, Wohnsituation und Familie.

45 Minuten · 80 € inkl. MwSt. Rasseberatung anfragen →

Mehr Rassen, mehr Kostenklarheit.

Das Hunderassenlexikon wächst mit jeder Rasse — redaktionell geprüft, mit eigenem Kostenrechner und Lernquiz.

Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?

Klicken Sie auf die Sterne, um den Artikel zu bewerten

Durchschnittliche Bewertung: 4.7 / 5. Anzahl der Bewertungen: 142

Bisher gibt es keine Bewertungen des Artikel

We are sorry that this post was not useful for you!

Let us improve this post!

Tell us how we can improve this post?