Grand Basset Griffon Vendéen

Grand Basset Griffon Vendéen – Rasseportrait
Bildnachweis: Sannse, CC BY-SA 3.0 — via Wikimedia Commons (Dateiseite)

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.3 · Kleine Laufhunde, mit Arbeitsprüfung

Grand Basset Griffon Vendéen

Der Grand Basset Griffon Vendéen stammt, wie alle Bassets, laut FCI-Standard von größeren Hunden ab — in seinem Fall von den großen Griffons der Vendée im Westen Frankreichs. Wichtig zu wissen: Für den Grand Basset Griffon Vendéen liegen kaum rassespezifische Studien vor.

Größe

♂ 40–44 cm · ♀ 39–43 cm

Gewicht

♂ 18–20 kg · ♀ 17–19 kg

Lebenserwartung

12–14 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 70–160 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.3 (Kleine Laufhunde, mit Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 33 — 09.01.1999 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards laut FCI-Original; deutsche Fassung vom 15.10.1999, französische Originalfassung vom 14.02.2001)

Herkunft

Frankreich (Département Vendée)

Größe

Rüde: 40–44 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 33, mit Toleranz von 1 cm mehr oder weniger) · Hündin: 39–43 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 33, mit Toleranz von 1 cm mehr oder weniger)

Gewicht

Rüde: ca. 18–20 kg (der FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; Praxis-Richtwert aus Sekundärquellen — US-amerikanische Quellen wie das AKC-Rasseprofil nennen ca. 40–44 lb, einzelne deutschsprachige Portale weichen leicht ab — unsicher, weitere Prüfung empfohlen) · Hündin: ca. 17–19 kg (Praxis-Richtwert aus Sekundärquellen; der FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe — unsicher, weitere Prüfung empfohlen)

Lebenserwartung

12–14 Jahre (Sekundärquellen variieren deutlich zwischen ca. 10 und 15 Jahren; keine rassespezifische peer-reviewte Studie gefunden — unsicher, weitere Prüfung empfohlen)

Fellfarben

Laut FCI-Standard Nr. 33: schwarz mit weißer Scheckung (weiß-schwarz); schwarz mit falbfarbenen Abzeichen (schwarz-rot); schwarz mit sandfarbenen Abzeichen; falbfarben mit weißer Scheckung (weiß-orange); falbfarben mit schwarzem Mantel und weißer Scheckung (tricolor); falbfarben schwarz gewolkt; sandfarben schwarz gewolkt mit weißer Scheckung; sandfarben schwarz gewolkt. Herkömmliche Bezeichnungen: Hasenfarbe, Wolfsfarbe, Dachsfarbe, Wildschweinfarbe. Einfarbig schwarzes oder einfarbig weißes Haarkleid ist laut Standard ein disqualifizierender Fehler. Haar: hart, nicht zu lang und glatt, nie seidig oder wollig, mit gut ausgeprägten Augenbrauen und starkem Bart.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Grand Basset Griffon Vendéen als »schnellen Hund mit gutem Geläut und voller Passion für die Jagd«: »Er ist mutig und liebt …

Pflegeaufwand

Mittel — Das Fell des Grand Basset Griffon Vendéen ist laut Standard hart, nicht zu lang und glatt — nie seidig oder wollig —, mit starkem Bart und gut ausgeprägten, aber das Auge nicht …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Grand Basset Griffon Vendéen ist ein hochmotivierter, über Belohnung gut trainierbarer Laufhund, dessen Grunderziehung mit Grundwissen über Lerntheorie machbar ist. Gleichzeitig ist er auf eigenständiges, vom Hundeführer unabhängiges Jagdarbeiten selektiert — der FCI-Standard nennt ihn ausdrücklich den schnellsten aller Bassets —, und ein zuverlässiger Freilauf-Rückruf auf einer frischen Witterung gehört zu den anspruchsvollsten Trainingszielen überhaupt. Wer sichere Einzäunung, realistische Erwartungen und ausreichend Bewegungs- und Reizangebot mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse schnell unterfordert oder falsch eingeschätzt.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 600–2.500 € · laufend ca. 70–160 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Grand Basset Griffon Vendéen stammt, wie alle Bassets, laut FCI-Standard von größeren Hunden ab — in seinem Fall von den großen Griffons der Vendée im Westen Frankreichs. Erste Zuchtselektionen unternahm Ende des 19. Jahrhunderts der Graf von Elva, der ausdrücklich Exemplare mit »geraden Läufen« suchte. Vor allem Paul Dezamy festigte den Typ: Er hatte erkannt, dass man für die Hetze des Hasen Hunde einer bestimmten Größe brauchte, und legte diese auf etwa 43 cm fest. Heute wird der Grand Basset Griffon Vendéen zur Büchsenjagd eingesetzt und kann laut Standard alles Haarwild jagen, vom Hasen bis zum Wildschwein; eine Grand-Basset-Meute siegte bei der 5. Europameisterschaft auf Hasen.

Der gültige FCI-Standard Nr. 33 datiert vom 09.01.1999 (deutsche Fassung vom 15.10.1999, französische Originalfassung vom 14.02.2001). Die FCI führt Frankreich als Ursprungsland; die deutsche Standardübersetzung nennt als deutsche Bezeichnung »Grosser Basset Griffon Vendeen«, international wird die Rasse durchgängig unter ihrem französischen Namen Grand Basset Griffon Vendéen geführt. In Frankreich betreut der Club du Griffon Vendéen die vier Vendée-Griffons; in Deutschland ist der Verein für Französische Laufhunde e. V. (VDH) der zuständige Zuchtverein. Außerhalb Frankreichs ist die Rasse selten; der American Kennel Club führt sie in der Hound Group.

Der Körperbau folgt dem Basset-Prinzip — kompakt, von leicht länglicher Konstruktion —, doch der Standard betont ausdrücklich: Der Grand Basset Griffon Vendéen hat gerade Läufe, und sein Körperbau darf nicht an einen kleinen Briquet erinnern. Er ist harmonisch und elegant und laut Standard der schnellste aller Bassets. Dieses Profil — ausdauernder, schneller Jagdhund mit kurzen Beinen — prägt bis heute sowohl die jagdliche Verwendung als auch die Anforderungen an die Haltung als Begleithund.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Grand Basset Griffon Vendéen als »schnellen Hund mit gutem Geläut und voller Passion für die Jagd«: »Er ist mutig und liebt Dornenhecken und Gestrüpp. Ein wenig dickköpfig, aber dennoch brav. Es liegt am Führer, ihn zu beherrschen.« Diese Beschreibung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer über Generationen gezielt geförderten Funktion: Als Laufhund wurde der Grand Basset auf eigenständiges, ausdauerndes Jagdarbeiten selektiert — laut Verwendungstext des Standards ist er der »perfekte Gehilfe des Jägers bei der Büchsenjagd in mittelgroßen Gebieten« und »unter allen Bassets der schnellste«.

In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die vorderen Glieder — Orientieren, Fixieren, Hinterherjagen — besonders stark ausgeprägt, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben und vom Hund nicht gefordert sind. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung auf Basis der breiteren Coppinger-Literatur zu Laufhunden/Scent Hounds und kein wörtliches Modul-4a-Zitat, sie ist aber mit der im FCI-Standard beschriebenen Funktion konsistent. Die Kombination aus kurzen Beinen, geraden Läufen und hoher Jagdpassion macht den Grand Basset zu einem bemerkenswert schnellen und wendigen Hund im unebenen, dornigen Gelände seiner Heimat.

Aus der Meutenvergangenheit erklärt sich ein ausgeprägtes Sozialverhalten gegenüber Artgenossen und eine charakteristische Lautfreude: Das »Geläut« beim Jagen diente historisch dazu, dass Jäger und Meute den Hund akustisch orten konnten. Im Alltag als Begleithund ist genau dieses rassetypische Verhalten häufig der Moment, in dem Halter den Hund als »laut« erleben — ein funktionales Erbe, kein Fehlverhalten. Zugleich erschweren der starke Bart, die buschigen Augenbrauen und die langen, dicht behaarten Hängeohren das Ablesen der Körpersprache (vergleichende Verhaltensforschung, Feddersen-Petersen: Zuchtmerkmale reduzieren die sichtbare Bandbreite mimischer Signale) — ein praxisrelevanter Punkt, den Halter kennen sollten.

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Erziehung & Beschäftigung

Der Grand Basset Griffon Vendéen lernt schnell und ist über Futter und Spiel hoch motivierbar — positive Verstärkung ist die Methode der Wahl und wirkt bei dieser Rasse deutlich besser als jede Form von Druck, der wissenschaftlich ohnehin als überholt gilt. Der FCI-Standard selbst formuliert, der Hund sei »ein wenig dickköpfig, aber dennoch brav« und es »liege am Führer, ihn zu beherrschen« — lerntheoretisch heißt das: Wer Lernbedingungen schafft, die für den Hund attraktiver sind als der Jagdreiz (hohe Belohnungsraten, klare Konsequenz, kurze Trainingseinheiten), erlebt eine schnell lernende, hochmotivierte Rasse. Was im Alltag als »Sturheit« erscheint, ist in der Regel ein Verstärkerwert-Gefälle, kein Charakterdefekt.

Beim Rückruf gilt: Realistische Erwartungen sind wichtiger als bei vielen anderen Rassen. Ein Grand Basset, der eine frische Witterung aufgenommen hat, arbeitet in einem Zustand hoher Erregung, in dem andere Reize — einschließlich Kommandos — kaum noch verarbeitet werden; der Standard empfiehlt ausdrücklich, den Hund »schon in frühester Jugend« an den Gehorsam zu gewöhnen (französische Fassung: an den Rückruf). Der Rückruf sollte systematisch über eine Ablenkungs- und Distanzhierarchie aufgebaut werden, beginnend in reizarmer Umgebung; eine sichere, lückenlose Einzäunung des Gartens ist keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung der Haltung.

Ein Wort zur historischen Formulierung des deutschen Standards von 1999, die Ausbildung erfolge »mit Güte und Strafe« (französische Fassung: »volonté et sanctions«): Dieser Wortlaut entspricht dem damaligen Sprachgebrauch. Die heutige Studienlage zeigt, dass Hunde, die mit aversiven Methoden (Schreckreizen, Druck, Strafreizen) trainiert werden, mehr stressbedingte Verhaltensprobleme zeigen und nicht besser lernen als Hunde, die mit positiver Verstärkung trainiert werden (Vieira de Castro et al. 2020; Ziv 2017) — das Hunderassenlexikon empfiehlt deshalb ausschließlich belohnungsbasiertes Training.

Am besten entspricht der ursprünglichen Zuchtbestimmung eine gezielte Kanalisierung der Jagdveranlagung: Nasenarbeit, Fährten- und Schleppenarbeit, Mantrailing sowie ausdauernde, reizreiche Spaziergänge bieten artgerechte geistige und körperliche Auslastung. Der ausgeprägte Jagdreiz lässt sich nicht wegzüchten oder abtrainieren, wohl aber in strukturierte Aufgaben überführen. Hundeschulen mit Angeboten zu Rückruftraining unter Ablenkung, Nasenarbeit und Jagdersatz sind für diese Rasse besonders empfehlenswert.

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Pflege & Gesundheit

Das Fell des Grand Basset Griffon Vendéen ist laut Standard hart, nicht zu lang und glatt — nie seidig oder wollig —, mit starkem Bart und gut ausgeprägten, aber das Auge nicht verdeckenden Augenbrauen. Der Pflegeaufwand ist mittel: Regelmäßiges Bürsten und Kämmen (besonders nach Spaziergängen, da sich Kletten und Stacheln im rauen Fell festsetzen) sowie gelegentliches Trimmen/Handauszupfen erhalten die Struktur; eine Schur ist nicht nötig.

Wichtiger als das Fell ist die Ohrenpflege: Die langen, dicht behaarten Hängeohren schränken die Belüftung des Gehörgangs ein — bei Laufhunden mit Hängeohren ist ein erhöhtes Risiko für Ohrenentzündungen allgemein dokumentiert, und Rasseportale nennen Ohrenprobleme auch für den Grand Basset Griffon Vendéen (Sekundärquelle). Regelmäßige, idealerweise wöchentliche Kontrolle und vorsichtige Reinigung der Ohren ist deshalb empfehlenswert.

Für die Augen gilt eine ehrliche Einordnung: Das ECVO Manual (European College of Veterinary Ophthalmologists, 2021) führt die Gruppe der Griffons Vendéens in seiner Rasseliste zu erblichen Augenerkrankungen, und das Veterinary Genetics Laboratory der UC Davis (VGL) bietet Gentests für die Rasse an. Konkrete, mit Studien belegte Häufungen speziell für den Grand Basset Griffon Vendéen liegen jedoch nicht vor; allgemeine Rasseportale nennen zusätzlich Epilepsie und Hypothyreose (Sekundärquellen). Alle diese Angaben sind als unsicher, weitere Prüfung empfohlen zu werten — die Rasse hat bislang keine nennenswerte Studienbasis.

Zur Qualzucht-Einordnung: Der Grand Basset Griffon Vendéen zeigt keine der für Qualzucht typischen extremen Übertreibungen — der FCI-Standard verlangt ausdrücklich gerade Läufe und einen harmonischen Körperbau, der nicht an einen kleinen Briquet erinnern darf (keine Chondrodystrophie-Zucht, keine Brachyzephalie, keine exzessiven Hautfalten). Die redaktionelle Einordnung des Lexikons lautet daher qualzucht_flag = nein; die abschließende Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den Behörden.

Für wen geeignet?

  • Familien: Gut geeignet: verträglich mit Kindern und Artgenossen (Meutehund-Tradition), lebhaft und enthusiastisch — der hohe Bewegungs- und Reizbedarf und die Fluchtneigung auf Witterung erfordern aber einen sicher eingezäunten Garten und ausreichend Zeit.
  • Einsteiger: Anspruchsvoll, aber mit Grundwissen machbar: Die hohe Belohnungsmotivation erleichtert die Grunderziehung, doch der selektiv gezüchtete Jagdreiz — der Standard nennt ihn den schnellsten aller Bassets — macht einen zuverlässigen Freilauf-Rückruf zu einer der anspruchsvollsten Trainingsaufgaben; ohne realistische Erwartungen und sichere Einzäunung wird die Rasse schnell unterschätzt.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet: Als Laufhund braucht der Grand Basset täglich ausdauernde, reizreiche Bewegung und profitiert enorm von Nasenarbeit, Fährten-/Schleppenarbeit, Mantrailing und Jagdersatz — hier wird seine Veranlagung artgerecht bedient.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet ohne Unterstützung: Der hohe Bewegungs- und Reizbedarf, die ausgeprägte Jagdmotivation und die Lautfreude passen schlecht zu einer überwiegend ruhigen Lebensführung.

Verhaltenswissenschaft

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Alleinstellungsmerkmal

Was kostet ein Grand Basset Griffon Vendéen wirklich?

Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.

Gesundheitsrisiko erhöht
Keine rassespezifisch belegte Risikohäufung — Details im Steckbrief.
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Professionelle Fellpflege
Das Fell des Grand Basset Griffon Vendéen ist laut Standard hart, nicht zu lang und glatt — nie seidig oder wollig —, mit starkem Bart und gut ausgeprägten, aber das Auge nicht verdeckenden Augenbrauen.
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
Hundeschule einplanen
Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
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Einmalig
Anschaffung–
Erstausstattung–
Monatlich
Futter–
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Hundesteuer–
HaftpflichtversicherungTarif bei Barmenia adcuri →–
Laufende Kosten / Monat–
Laufende Kosten / Jahr–
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Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

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Der Grand Basset Griffon Vendéen wurde über Generationen auf ein Ziel hin gezüchtet: eigenständiges, ausdauerndes Jagdarbeiten in der kleinen Meute. In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die vorderen Glieder — …

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Häufige Fragen zum Grand Basset Griffon Vendéen

Ist der Grand Basset Griffon Vendéen anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Die hohe Belohnungsmotivation erleichtert die Grunderziehung, doch der selektiv gezüchtete Jagdreiz und die Eigeninitiative machen einen zuverlässigen Freilauf-Rückruf zur anspruchsvollsten Trainingsaufgabe. Mit Grundwissen über Lerntheorie, sicherer Einzäunung und realistischen Erwartungen ist die Rasse machbar — ohne diese Voraussetzungen wird sie schnell unterschätzt.

Wie viel Bewegung und Beschäftigung braucht ein Grand Basset Griffon Vendéen?

Als Laufhund hat der Grand Basset einen hohen Bewegungsbedarf — laut FCI-Standard ist er der schnellste aller Bassets — und braucht zusätzlich gezielte geistige Auslastung: ausgedehnte, reizreiche Spaziergänge allein reichen oft nicht; Nasenarbeit, Fährten-/Schleppenarbeit, Mantrailing und Jagdersatz sind die artgerechteste Ergänzung.

Warum hört mein Grand Basset Griffon Vendéen auf einer frischen Witterung nicht mehr auf mich?

Weil der Jagdreiz selektiv gezüchtet wurde und in diesem Moment einen extrem hohen Verstärkerwert besitzt: In der hohen Erregung wird die Verarbeitung anderer Reize — einschließlich Rückrufkommandos — deutlich eingeschränkt. Das ist kein Ungehorsam und keine Sturheit, sondern ein Erregungszustand; der Rückruf sollte über eine Ablenkungs-/Distanzhierarchie aufgebaut und der Garten sicher eingezäunt werden.

Ist der Grand Basset Griffon Vendéen ein Listenhund?

Nein. Der Grand Basset Griffon Vendéen steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde — weder bundesweit noch landesrechtlich.

Was unterscheidet den Grand Basset Griffon Vendéen vom Petit Basset Griffon Vendéen?

Beide stammen aus der Vendée und teilen das raue Griffon-Fell, besitzen aber eigene FCI-Standardnummern und sind eigenständige Rassen: Der Grand Basset Griffon Vendéen (FCI 33) ist mit 40–44 cm (Rüde) der deutlich größere, der Petit Basset Griffon Vendéen (FCI 67) mit 34–38 cm der kleine, kurzbeinige Verwandte — keine Größen-Varietäten einer Rasse, sondern zwei getrennte Standards.

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