Irischer Glen of Imaal Terrier

Irischer Glen of Imaal Terrier – Rasseportrait

FCI-Gruppe 3 · Sektion 1 · Hochläufige Terrier

Irischer Glen of Imaal Terrier

Der Irish Glen of Imaal Terrier stammt aus dem abgelegenen Tal Glen of Imaal in der Grafschaft Wicklow im Südosten Irlands. Wichtig zu wissen: Chondrodysplasie (kurze, gebogene Vorderläufe laut FCI-Standard) mit dokumentiertem PCDU- und Ellenbogenrisiko (GITCA; Lappalainen et al. 2023); Hüftgelenksdysplasie (Zuchtclub-Angabe ca. 30 %, meist symptomlos); progressive Retinaatrophie (crd3/ADAM9-Gentest, Goldstein et al. 2010); nach aktuellem …

Größe

♂ 35,5 cm · ♀ entsprechend weniger

Gewicht

♂ 16 kg · ♀ 13–16 kg

Lebenserwartung

12–15 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 75–160 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 3 (Terrier), Sektion 1 (Hochläufige Terrier), FCI-Standard Nr. 302 — Publikation des gültigen Originalstandards: 03.09.2024 (deutsche Übersetzungsfassung datiert 20.09.2024)

Herkunft

Irland (Tal Glen of Imaal, Grafschaft Wicklow)

Größe

Rüde: höchstens 35,5 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 302; keine Mindestgröße im Standard definiert) · Hündin: entsprechend weniger als der Rüde (FCI nennt keine eigene Zahl für Hündinnen)

Gewicht

Rüde: 16 kg (FCI-Standard Nr. 302; Sekundärquellen wie edogs.de nennen einen Praxisbereich von 14,5–18 kg) · Hündin: entsprechend weniger als der Rüde (keine FCI-Einzelzahl; Praxis-Richtwert ca. 13–16 kg)

Lebenserwartung

12–15 Jahre (Quellen variieren teils 10–18 Jahre)

Fellfarben

Blau gestromt (ohne schwarzen Anflug) oder Weizenfarben, von hellem Weizen bis rötlich-goldener Schattierung, laut FCI-Standard Nr. 302; Welpen meist schon typfarben (weizenfarben, rötlich oder blau), Maske meist schwarzblau. Disqualifizierend laut Standard: Farbe Schwarz mit Loh.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt das Wesen des Irish Glen of Imaal Terrier so: aktiv, beweglich, lautlos arbeitend; wenn erforderlich entschlossen und …

Pflegeaufwand

Mittel — Das mittellange, rauhe Haar mit weicher Unterwolle haart wenig, verfilzt aber ohne Pflege: Rasseclubs empfehlen etwa zweimal jährlich professionelles Trimmen (Handstripping) sowie …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Grundwissen über Lerntheorie und ein realistischer Blick auf das ausgeprägte Grab- und Kleintierinteresse der Rasse erleichtern den Einstieg erheblich. Ganz ohne Vorwissen und ohne Bereitschaft zu konsequentem, verstärkerbasiertem Training ist die Rasse eher weniger geeignet.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 800–2.000 € · laufend ca. 75–160 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Irish Glen of Imaal Terrier stammt aus dem abgelegenen Tal Glen of Imaal in der Grafschaft Wicklow im Südosten Irlands. Der FCI-Standard Nr. 302 beschreibt die Rasse als alte, aber lange schlicht übersehene Rasse: Anders als viele andere Terrier-Rassen wurde sie bis weit ins 19. Jahrhundert von den vornehmen Jagdherren nicht zur Kenntnis genommen. Die Bauern der Region — laut FCI-Standard und mehreren Sekundärquellen Nachfahren von Soldaten, die im 16. und 17. Jahrhundert als Entgelt für Kriegsdienste für die britische Krone Land im Glen erhalten hatten — züchteten unter kargen Bedingungen einen robusten, unabhängig arbeitenden Hund für die Erdarbeit gegen Dachs und Fuchs sowie zur Bekämpfung der Rattenpopulation auf dem Hof.

Der Irische Kennel Club erkannte die Rasse 1934 offiziell an; kurz danach entstand ein Rasseclub zur Förderung der Rasseinteressen. Der aktuell gültige FCI-Standard wurde zuletzt am 03.09.2024 veröffentlicht (deutsche Übersetzung vom 20.09.2024).

Ein populäres, aber unbelegtes Motiv der Rassegeschichte ist die Erzählung vom Glen als sogenanntem »Turnspit«- oder Bratenwender-Hund, der in einem Laufrad einen Bratenspieß über dem offenen Feuer angetrieben haben soll. Diese Legende wird von einem ehemaligen Funktionär des amerikanischen Rasseclubs (GITCA) selbst ausdrücklich in Frage gestellt: Er hält es für plausibler, dass ein solches Laufrad — sofern überhaupt mit der modernen Rasse in Verbindung stehend — eher zum Buttern von Butter diente als zum Wenden von Fleisch. Für ein Rasseportrait gilt deshalb: Die Turnspit-Erzählung ist eine unterhaltsame, aber unbelegte Überlieferung, kein gesicherter historischer Fakt.

Heute zählt der Irish Glen of Imaal Terrier zu den seltensten von der FCI anerkannten Terrier-Rassen; der britische Kennel Club führt ihn wegen durchgehend niedriger Jahresregistrierungen (deutlich unter 300 Welpen pro Jahr, zuletzt rund 92 Registrierungen 2024) auf seiner Liste der ‚Vulnerable Native Breeds‘.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt das Wesen des Irish Glen of Imaal Terrier so: aktiv, beweglich, lautlos arbeitend; wenn erforderlich entschlossen und temperamentvoll mit großem Mut, sonst sanft und gelehrig, mit viel Persönlichkeit. Zusätzlich hält der Standard fest, der Glen gelte als weniger leicht erregbar als andere Terrier, obwohl er jederzeit bereit sei, im Bedarfsfall eine Verfolgung aufzunehmen.

Diese Beschreibung lässt sich direkt auf den ursprünglichen Zuchtzweck zurückführen: Als Erdhund für die Jagd auf Dachs und Fuchs musste der Glen im engen Bau selbstständig und ohne hörbares Bellen (‚lautlos arbeitend‘) agieren — ein Hund, der im Bau laut anschlägt, wäre für diese Arbeit ungeeignet gewesen. Nach der modifizierten Instinktkette (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen, nach Coppinger) bleibt bei Terriern generell die vollständige Sequenz inklusive Fangbiss/Tötungsbiss gegenüber Kleintieren funktional erhalten, im Unterschied etwa zu Hüte- oder Apportierhunden, bei denen einzelne Sequenzglieder gezielt weggezüchtet wurden. Beim Glen zeigt sich das im Alltag als ausgeprägtes Interesse an schnellen Bewegungen kleiner Tiere und als kräftiges, zielgerichtetes Grabverhalten (‚Buddeln bei Erdhunden‘) — ein direkt aus der Erdarbeit gegen Dachs und Fuchs abgeleitetes, belegtes Instinktverhalten, keine bloße Unart.

Züchter- und Rasseclub-Quellen (u. a. GITCA, edogs.de) berichten zudem häufiger von reduzierter Toleranz gegenüber fremden, insbesondere gleichgeschlechtlichen Hunden. Dieses Verhalten ist kein Teil der Beutefangsequenz, sondern ein soziales/agonistisches Verhaltensmuster, das früher in der Zuchtgeschichte sogar in Hundekämpfen genutzt wurde (der FCI-Standard selbst erwähnt diesen inzwischen aufgegebenen Brauch als Teil der Rassegeschichte) — es ist heute in erster Linie über frühe, konsequente Sozialisierung und Management zu bearbeiten, nicht über die Instinktkette zu erklären.

Die kleinen Rosenohren bzw. bei Aufmerksamkeit halb aufrecht getragenen Ohren sowie die traditionell kupierte Rute (in Deutschland aufgrund des Kupierverbots im Tierschutzgesetz in der Praxis meist unkupiert gehalten) beeinflussen die Lesbarkeit der Körpersprache: Eine unkupierte Rute erhält dem Glen ein wichtiges Kommunikationsmittel, das bei traditionell kupierten Rassen fehlt.

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Erziehung & Beschäftigung

Die für Terrier typische Entschlossenheit und der laut Standard ausgeprägte Mut erleichtern die Grunderziehung nicht automatisch: Rasseclub-Quellen beschreiben den Irish Glen of Imaal Terrier verbreitet als eigenständig bzw. ‚dickköpfig‘. Lerntheoretisch lässt sich das nicht damit erklären, dass der Hund selbst abwägt, ob ein Kommando sinnvoll ist — sondern damit, dass ein Erdhund historisch im Bau, außerhalb der Sicht- und Einflussmöglichkeit des Halters, eigenständig Entscheidungen treffen musste. Für das heutige Training bedeutet das vor allem: hoher Verstärkerwert der Belohnung, hohe Trainingskonsistenz und aktives Management von Ablenkungsreizen mit hohem Eigenwert (schnelle Bewegungen, Wühlmäuse, fremde Hunde) statt der Erwartung reflexartigen Gehorsams.

Positive Verstärkung statt Dominanzansätzen ist hier besonders wichtig: Wird ein zuvor belohntes Verhalten (z. B. Ziehen zu einem interessanten Geruch) plötzlich konsequent nicht mehr verstärkt, ist ein kurzfristiger Extinktionsburst — eine vorübergehende Verstärkung des unerwünschten Verhaltens, bevor es abnimmt — zu erwarten und sollte nicht als Trotz missverstanden werden.

Beschäftigung sollte gezielt an der belegten Erdhund-Anlage ansetzen: eine erlaubte Buddelkiste, Nasenarbeit, kontrollierte Zerrspiele und Fährtenarbeit passen zum ursprünglichen Verwendungszweck deutlich besser als reine Ballwurf-Auslastung. Frühe, konsequente Sozialisierung in der primären Sozialisationsphase (ca. 3.–12. Lebenswoche, je nach Literatur bis 14.–16. Woche auslaufend) ist gerade wegen der beschriebenen reduzierten Fremdhundetoleranz besonders wichtig. Bei sichtbaren Problemen mit Ressourcenverteidigung, Leinenaggression gegenüber Artgenossen oder ausgeprägtem Jagdverhalten empfiehlt sich der gezielte Besuch einer Hundeschule mit Einzeltraining oder Verhaltensberatung.

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Pflege & Gesundheit

Das mittellange, rauhe Haar mit weicher Unterwolle haart wenig, verfilzt aber ohne Pflege: Rasseclubs empfehlen etwa zweimal jährlich professionelles Trimmen (Handstripping) sowie regelmäßiges Bürsten; nach Aufenthalten im Unterholz sollte zusätzlich auf Zecken kontrolliert werden.

Gesundheitlich prägend ist die vom FCI-Standard selbst vorgeschriebene Gliedmaßenform: kurze, gebogene Vorderläufe mit guter Knochenstärke, Vorderpfoten leicht nach außen gestellt — eine gerade Front gilt im Standard ausdrücklich als Fehler. Genetisch handelt es sich dabei um eine Chondrodysplasie (verkürzte, gebogene Röhrenknochen durch das FGF4-Retrogen auf Chromosom 18, CDPA). Nach Angaben der Genetikerin Danika Bannasch (UC Davis, Mitautorin der Grundlagenstudien Parker et al. 2009 und Brown et al. 2017) trägt der Glen ausschließlich diese CDPA-Variante — nicht die zusätzliche FGF4-Variante auf Chromosom 12 (CDDY), die bei Rassen wie Dachshund oder Dandie Dinmont Terrier zusätzlich ein deutlich erhöhtes Bandscheibenvorfall-Risiko (IVDD) verursacht. Eine peer-reviewte klinische Studie (Lappalainen et al. 2023, Frontiers in Veterinary Science) untersuchte die Gliedmaßenfehlstellung explizit bei 53 Glens im Vergleich zu Dachshund und Skye Terrier und fand rassetypische Vorderbein-Fehlstellungen mit klinisch feststellbarer Lahmheit bei rund 15 % der untersuchten Glens sowie Ellenbogen-Inkongruenzen — deutlich seltener als beim Skye Terrier, aber real vorhanden. Rasseclubs (GITCA) dokumentieren zusätzlich die Premature Closure of the Distal Ulna (PCDU), einen vorzeitigen Wachstumsfugenschluss der Elle mit Verbiegung der Speiche, der unbehandelt regelmäßig zu Ellenbogenarthrose führt, sowie eine von Zuchtvereinen berichtete (nicht peer-reviewt bestätigte) Hüftdysplasie-Häufigkeit von rund 30 % — meist ohne erkennbare Symptome.

Augenerkrankungen: Für die generalisierte progressive Retinaatrophie (crd3-PRA) identifizierten Goldstein et al. (2010, Molecular Vision) eine rassespezifische Deletion im ADAM9-Gen; ein Gentest ist verfügbar und wird von Zuchtvereinen für Zuchttiere vorausgesetzt. Eine mögliche Degenerative Myelopathie wird seit 2025 in einer noch laufenden Pilotstudie des amerikanischen Rasseclubs untersucht — unsicher, weitere Prüfung empfohlen.

Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Die standardvorgeschriebene, kurzbeinig-gebogene Vorderhand ist eine belegte, dokumentierte Skelettbesonderheit mit realen orthopädischen Folgen (PCDU, Ellenbogenarthrose) und wird deshalb im Kostenrechner mit einem Risikoaufschlag berücksichtigt (risikoflag_rechner = ja). Da nach aktuellem Kenntnisstand aber die krankheitsrelevante, mit erhöhtem Bandscheibenrisiko verbundene CDDY-Variante beim Glen nicht nachgewiesen ist, stuft das Lexikon dies nicht als Qualzucht im engeren Sinne des § 11b TierSchG ein (anders als etwa beim Dachshund oder beim Dandie Dinmont Terrier) — diese Einordnung ist eine redaktionelle Entscheidung des Lexikons und ersetzt keine tierärztliche oder behördliche Einzelfallprüfung.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt geeignet: Der Glen gilt laut Rasseclubs als loyal und kinderfreundlich, sein ausgeprägtes Interesse an schnellen Bewegungen kleiner Tiere und die reduzierte Toleranz gegenüber fremden Hunden verlangen aber konsequentes Management und frühe Sozialisierung, besonders bei weiteren Haustieren oder häufigem Hundekontakt im Alltag.
  • Einsteiger: Mit Grundwissen machbar, aber kein Selbstläufer: Die als eigenständig beschriebene Arbeitsweise erfordert konsequentes, verstärkerbasiertes Training statt reflexartigem Gehorsam; Einsteiger sollten sich vorab mit Terrier-typischem Instinktverhalten (Buddeln, Kleintierinteresse) und dessen Kanalisierung auseinandersetzen.
  • Sportlich Aktive: Gut geeignet: Der laut FCI-Standard kräftig gebaute, ausdauernde Erdhund braucht neben Spaziergängen gezielte Nasenarbeit, kontrollierte Zerr-/Grabspiele oder Earthdog-Übungen, um seine ursprüngliche Arbeitsanlage sinnvoll auszulasten.
  • Senioren/wenig Aktive: Eingeschränkt geeignet: Der Bewegungs- und vor allem Beschäftigungsbedarf ist trotz der geringen Größe real vorhanden; ohne aktive geistige Auslastung neigt die Rasse laut Züchterberichten zu unerwünschtem Buddel- oder Ablenkungsverhalten. Für wenig aktive Halter eher geeignet, wenn tägliche kurze, aber konsequente Beschäftigungseinheiten realistisch eingeplant werden können.

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Was kostet ein Irischer Glen of Imaal Terrier wirklich?

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Professionelle Fellpflege
Das mittellange, rauhe Haar mit weicher Unterwolle haart wenig, verfilzt aber ohne Pflege: Rasseclubs empfehlen etwa zweimal jährlich professionelles Trimmen (Handstripping) sowie regelmäßiges Bürsten; nach Aufenthalten …
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In vielen Bundesländern Pflicht
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Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

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Der FCI-Standard Nr. 302 beschreibt den Irish Glen of Imaal Terrier ausdrücklich als 'lautlos arbeitend' — eine für Terrier ungewöhnliche, aber historisch gut erklärbare Eigenschaft. Als Erdhund musste der Glen im engen Fuchs- oder Dachsbau agieren, ohne durch Bellen seine Position zu verraten oder das Wild vorzeitig zu verscheuchen.

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Häufige Fragen zum Irischer Glen of Imaal Terrier

Ist der Irish Glen of Imaal Terrier anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Grundwissen über Lerntheorie und ein realistischer Blick auf das ausgeprägte Grab- und Kleintierinteresse der Rasse erleichtern den Einstieg erheblich; ganz ohne Vorwissen und ohne Bereitschaft zu konsequentem Training ist die Rasse eher weniger geeignet.

Wie viel kostet ein Irish Glen of Imaal Terrier in Anschaffung und Unterhalt?

Welpen seriöser deutscher Züchter kosten laut aktuellen Marktangaben meist zwischen 800 und 2.000 Euro, da die Rasse selten ist und nur wenige Züchter aktiv sind. Laufend fallen je nach Kostenrechner-Modell schätzungsweise 75 bis 160 Euro im Monat an (Futter, Grundvorsorge, anteilige Fellpflege, Versicherung), inklusive eines moderaten Aufschlags wegen der dokumentierten Gelenk-/Ellenbogenrisiken.

Verträgt sich der Irish Glen of Imaal Terrier mit Katzen und anderen Kleintieren?

Nicht ohne gezielte Gewöhnung: Als Erdhund für die Jagd auf Dachs und Fuchs zeigt die Rasse ein belegtes, funktional erhaltenes Interesse an schnellen Bewegungen kleiner Tiere. Ein gutes Zusammenleben mit Katzen ist mit früher, positiver Gewöhnung oft möglich, sollte aber nie als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Ist der Irish Glen of Imaal Terrier ein Listenhund?

Nein. In keinem der 16 Bundesländer wird die Rasse als Listenhund geführt — die Landeslisten (z. B. Bremen, Hamburg) erfassen ausschließlich Bull-/Mastiff-artige oder explizit benannte Rassen, zu denen der Glen nicht zählt.

Stimmt es, dass der Glen früher als Bratenwender-Hund gearbeitet hat?

Diese oft erzählte ‚Turnspit‘-Legende gilt als unbelegte Überlieferung — selbst ein ehemaliger Funktionär des amerikanischen Rasseclubs (GITCA) hält es für plausibler, dass ein etwaiges Laufrad eher zum Buttern als zum Bratenwenden diente. Belegt ist dagegen die Verwendung als Erdhund gegen Dachs und Fuchs sowie zur Rattenbekämpfung.

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