Irischer Rot-Weißer Setter

Irischer Rot-Weißer Setter – Rasseportrait

FCI-Gruppe 7 · Sektion 2.2 · Britische und Irische Vorstehhunde (Setter), mit Arbeitsprüfung

Irischer Rot-Weißer Setter

Die FCI führt Irland als Ursprungsland; der aktuell gültige Standard Nr. 330 wurde am 19.04.2005 publiziert. Wichtig zu wissen: Rassespezifisch dokumentierte, von den Zuchtclubs überwachte Erbkrankheiten: Canine Leukozyten-Adhäsions-Defizienz (CLAD, autosomal-rezessiv, schwere Immunschwäche mit bekannter Mutation; DNA-Test, das UK Kennel Club registriert nur nachweislich freie Hunde) …

Größe

♂ 62–66 cm · ♀ 57–61 cm

Gewicht

♂ 25–32 kg · ♀ 20–27 kg

Lebenserwartung

10–14 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 100–200 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 2.2 (Britische und Irische Vorstehhunde (Setter), mit Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 330 — Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards: 19.04.2005 (FCI-Standard Nr. 330; deutsche Übersetzung vom 15.06.2005).

Herkunft

Irland

Größe

Rüde: 62–66 cm Schulterhöhe (FCI-Standard Nr. 330; Abweichungen von den vorgegebenen Schulterhöhen gelten als schwerer Fehler) · Hündin: 57–61 cm Schulterhöhe (FCI-Standard Nr. 330)

Gewicht

Rüde: ca. 25–32 kg (Praxis-Richtwert; der FCI-Standard gibt kein Gewicht vor, das AKC nennt ca. 23–32 kg für die Rasse) · Hündin: ca. 20–27 kg (Praxis-Richtwert; der FCI-Standard gibt kein Gewicht vor, getrennte Geschlechtswerte sind nicht offiziell belegt — unsicher, weitere Prüfung empfohlen)

Lebenserwartung

10–14 Jahre (UC-Davis-VGL-Report: rund 10–14 Jahre, einzelne Hunde bis 16 Jahre; die Enzyklopädie nennt durchschnittlich 10–12 Jahre — Spanne wird transparent als 10–14 Jahre ausgewiesen)

Fellfarben

Grundfarbe weiß (perlmuttweiß) mit nicht durchbrochenen, gut abgegrenzten tiefroten (kastanienroten) Flächen — beide Farben mit maximaler Intensität und Leuchtkraft. Tüpfelung (Ticking), jedoch keine Schimmelung (Roan), am Gesicht, an den Pfoten, an den Vorderläufen bis höchstens zu den Ellenbogen und an den Hinterläufen bis höchstens zu den Sprunggelenken zulässig; Schimmelung, Tüpfelung und Sprenkelung an jedem anderen Körperteil unerwünscht bzw. disqualifizierend (FCI-Standard Nr. 330).

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt das Wesen wortwörtlich als „aristokratisch, leidenschaftlich und intelligent“, mit einer nach außen liebenswürdigen, freundlichen …

Pflegeaufwand

Mittel — Die Fellpflege ist bei der Rasse überschaubar: Das Fell ist ein einfaches, nicht zu dickes, glattes Haarkleid mit langer, seidiger Befederung an Ohren, Hals, Brust, den Rückseiten …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Irish Red and White Setter (Irischer Rot-Weißer Setter) ist ausgesprochen freundlich, zuverlässig und laut FCI-Standard leicht auszubilden, doch der ausgeprägte Vorsteh-/Jagdinstinkt, das hohe Energielevel und der Bedarf an freiem Lauf verlangen realistische Vorbereitung und konsequente, gewaltfreie Erziehung. Mit Grundwissen über Instinktverhalten und Einbindung einer Hundeschule gut machbar; ohne eine solche Vorbereitung und ohne ausreichendes Bewegungsangebot ist die Rasse für Erstlingshalter nur bedingt geeignet.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 800–2.500 € · laufend ca. 100–200 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Die FCI führt Irland als Ursprungsland; der aktuell gültige Standard Nr. 330 wurde am 19.04.2005 publiziert. Die Rasse gehört zu den ältesten irischen Vorstehhunden: Der FCI-Standard hält fest, dass der irische Setter wahrscheinlich Ende des 17. Jahrhunderts erzüchtet wurde und dass der rot-weiße Setter die ältere der beiden irischen Setter-Rassen ist, aus der durch wohlüberlegte Zuchtauswahl der einfarbig rote Setter hervorging. Die genetischen Wurzeln sieht die UC-Davis-Studie beim alten spanischen Pointer und frühen, aus Schottland stammenden Setters; dokumentierte Beschreibungen des rot-weißen Typs reichen bis 1775 zurück. Ursprünglich überwogen helle, weiß-rot gescheckte Hunde — die helle Farbe machte den Hund für die Jäger schon auf große Entfernung sichtbar.

Als die irischen Setter kurz nach Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Ausstellungen erschienen, herrschte große Ungewissheit über die korrekte Farbe; gegen Ende des 19. Jahrhunderts stellte der einfarbig rote (Show-)Setter den rot-weißen in den Schatten. Durch die Mode für das reine Kastanienrot und die hohen Preise für rote Hunde sank die Zahl der rot-weißen Setter so stark, dass man glaubte, sie sei ausgestorben. Einige wenige Züchter in abgelegenen Teilen Irlands — darunter die Familie Rossmore aus County Monaghan mit einer bis ins 18. Jahrhundert zurückreichenden Linie sowie der Reverend Mahon und weitere — hielten die Arbeitslinie am Leben, bevor um 1920 (nach dem Ersten Weltkrieg) gezielte Wiederaufbauanstrengungen einsetzten.

1944 gründete sich in Irland ein eigener Club für diese Rasse; der heutige Verein „Irish Red and White Setter Field & Show Society“ entstand 1981. Als Stammmutter aller modernen Linien gilt die 1940 von Mrs. Will Cuddy gesundgepflegte Hündin „Judith Cunningham of Knockalla“. Alle heute registrierten Irish Red and White Setter stammen laut UC-Davis-Report von den Hunden ab, die das Irish Kennel Club bei der Wiederbelebung in den 1970er-Jahren akzeptierte. International wurde die Rasse vergleichsweise spät anerkannt (Kanadischer Kennel Club 1999, AKC 2009 als 159. Rasse); in Deutschland betreut der VDH-Mitgliedsverein „Verein für Pointer und Setter e. V.“ (FCI, VDH und JGHV) die Zucht. Die Rasse bleibt selten — der UK Kennel Club führt sie als „Vulnerable Native Breed“ (weniger als 300 Registrierungen pro Jahr) —, konkurriert bei Prüfungen aber erfolgreich mit anderen Vorstehhunde-Rassen und stellt sowohl Arbeits- als auch Schönheits-Champions.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt das Wesen wortwörtlich als „aristokratisch, leidenschaftlich und intelligent“, mit einer nach außen liebenswürdigen, freundlichen Grundhaltung, hinter der sich Entschlossenheit, Mut und Energie verbergen; er nennt den irischen rot-weißen Setter einen „ausgesprochen freundlichen, zuverlässigen und leicht auszubildenden Jagdhund“. Diese Beschreibung ist kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis des jahrhundertelangen Zuchtziels eines Vorstehhundes: Ein Hund, der im Jagdeinsatz über Stunden konzentriert und reizoffen arbeitet, kann sich Nervosität oder Schreckhaftigkeit nicht leisten — der Standard verlangt ausdrücklich die Bewertung in erster Linie nach der Arbeitsbefähigung.

Charakterprägend ist vor allem das namensgebende Vorstehen. Nach der modifizierten Beutefangsequenz (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen, nach Coppinger) ist bei Vorstehhunden wie dem Irish Red and White Setter der Schritt „Fixieren“ extrem verstärkt, während „Hinterherjagen“ und „Fangbiss“ gezielt unterdrückt wurden. Im Alltag zeigt sich das darin, dass der Hund beim Wild-, Vogel- oder Beutegeruch mitten in der Bewegung reglos „einfriert“, den Kopf hoch trägt und die Rute auf Rückenlinie hält — keine Trainingslücke, sondern eine tief verankerte Instinkthandlung.

Im Vergleich zum einfarbig roten Irish Setter gilt der Irish Red and White Setter nach UC-Davis- und Enzyklopädie-Angaben häufig als ruhiger und weniger stur, während Aussehen und Wesen insgesamt sehr ähnlich sind. Als Setter mit hohem Energielevel braucht er aber deutlich mehr freien Lauf und Beschäftigung als eine ruhige Begleithunderasse; ohne Aufgabe kann sich die auf Konzentration und Ausdauer selektierte Rasse in Unruhe und unerwünschtes Verhalten umschlagen.

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Erziehung & Beschäftigung

Die hohe Lernfähigkeit und die freundliche, kooperative Grundhaltung machen den Irish Red and White Setter grundsätzlich gut trainierbar — vorausgesetzt, die Erziehung arbeitet konsequent mit positiver Verstärkung statt mit Unterdrückung. Von Dominanzansätzen ist ausdrücklich abzuraten: Sie widersprechen sowohl dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Hundekommunikation als auch dem kooperativen Wesen der Rasse. Der Standard bzw. Beschreibungen des Kennel Clubs empfehlen eine „feste, entschlossene, aber nicht harte“ Führung — also klare, konsequente Signale ohne Druck.

Zentrale Beschäftigungsformen leiten sich unmittelbar aus dem ursprünglichen Zuchtzweck ab: Nasenarbeit/Fährtenarbeit, Dummytraining, Mantrailing sowie — wo rechtlich und praktisch möglich — geführte jagdliche Ausbildung sprechen die modifizierte Instinktkette gezielt an. Auch ohne aktive Jagdausübung lassen sich diese Bedürfnisse über Hundesport (Agility, Obedience, Mantrailing) und strukturierte Nasenarbeit decken, was gerade für Halter ohne Jagdschein relevant ist und in der Hundeschule gezielt aufgebaut werden kann.

Weil der Irish Red and White Setter schnell lernt, lernt er auch unerwünschtes Verhalten schnell — etwa das Jagen von Joggern oder Radfahrern oder das Ziehen an der Leine, wenn ein Reiz die Fixier-/Hinterherjagen-Reaktion triggert. Ein früh und konsequent trainierter Rückruf sowie gezieltes Impulskontrolle-Training sind daher wichtiger als bei vielen anderen Rassen. Wichtig ist außerdem die sensible Sozialisationsphase (ca. 3.–12./16. Lebenswoche, nach Scott & Fuller): Positive und kontrollierte Reize in dieser Zeit prägen die spätere Sicherheit; negative Erfahrungen wirken dauerhaft stärker als später im Leben.

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Pflege & Gesundheit

Die Fellpflege ist bei der Rasse überschaubar: Das Fell ist ein einfaches, nicht zu dickes, glattes Haarkleid mit langer, seidiger Befederung an Ohren, Hals, Brust, den Rückseiten der Vorderläufe, unter dem Bauch, an den Hinterläufen und an der Rute. Empfohlen wird wöchentliches Kämmen und Bürsten, das gelegentliche Trimmen wischeriger Haare an Pfoten sowie das Ausdünnen buschiger Haare hinter den Ohren; gebadet wird nur bei Bedarf, da das Fell sauber bleibt und wenig trimmt. Der eigentliche Aufwand der Rasse liegt weniger im Fell als im hohen Bewegungs- und Beschäftigungsprogramm sowie in den dokumentierten Erbkrankheiten.

Rassespezifisch und von den Zuchtclubs überwacht sind vor allem drei bis vier Erbkrankheiten: Die Canine Leukozyten-Adhäsions-Defizienz (CLAD) ist eine schwere, autosomal-rezessive Immunschwäche mit bekannter Mutation (Cys36Ser β-2-Integrin); betroffene Welpen gedeihen nicht, erkranken immer wieder an Infektionen und können vor dem ersten Geburtstag sterben. Das UK Kennel Club registriert daher nur Hunde, die per DNA-Test nachweislich frei von der CLAD-Mutation sind — Träger werden nicht registriert. Die von-Willebrand-Erkrankung (vWD) ist eine oft klinisch stille, in Extremfällen aber gefährliche Gerinnungsstörung mit verfügbarem DNA-Test. Die posteriore Polarkatarakt (PPC) ist eine Katarakt an der Linsenrückseite, die meist nicht zur Erblindung führt; zusätzlich werden Hüft-/Ellbogendysplasie (geringe Prävalenz, Röntgenkontrolle) und progressive Retinaatrophie (PRA, rcd4-Variante) im Zuchtprogramm getestet. Eine 2013 durchgeführte Gesundheitserhebung (n=400, aus UK/USA/Kontinentaleuropa) nannte vor allem Fortpflanzungsprobleme, Skelettprobleme, Magen-Darm-Störungen und Tumore.

Eine genetische Diversitätsanalyse der UC Davis VGL (41 Hunde) ergab einen kleinen Gründerpool mit erhöhter Homozygosität (F=0,013) und nahezu fixierten Allelen — eine verantwortungsvolle Zucht achtet daher auf DNA-Gesundheitstests und die Minimierung von Verwandtschaft. Dies ist eine redaktionelle Einordnung des Lexikons; die Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den zuständigen Behörden. (Die Rasse selbst ist kein Qualzucht-Fall, da kein schädigendes Extremmerkmal gezüchtet wird.)

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt gut geeignet: liebenswürdig, freundlich und sehr menschenbezogen (FCI-Standard, UC Davis) — aber nur bei einer Familie, die den hohen Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf über mehrere Stunden täglich tatsächlich decken kann, sonst drohen Unruhe und unerwünschtes Verhalten.
  • Einsteiger: Machbar, aber kein Selbstläufer: Die Lernfreudigkeit und der freundliche Charakter erleichtern die Grundausbildung erheblich, doch der ausgeprägte Instinktdruck, das hohe Energielevel und die dokumentierten Erbkrankheiten verlangen realistische Vorbereitung und im Zweifel Unterstützung durch Hundeschule oder Verhaltensberatung.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet: Für Halter mit Zugang zu Hundesport (Agility, Obedience, Mantrailing), Nasenarbeit oder — wo möglich — jagdlicher Feldarbeit ist der Irish Red and White Setter ein ausdauernder, lernfreudiger Partner, der genau die Auslastung braucht, die sportlich aktive Halter bieten können.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher nicht geeignet: Der hohe, mehrstündige Bewegungsbedarf mit freiem Lauf lässt sich mit einem ruhigen, wenig aktiven Alltag meist schwer vereinbaren — hier sind kleinere oder bewegungsärmere Rassen die passendere Wahl.

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Rassespezifisch dokumentierte, von den Zuchtclubs überwachte Erbkrankheiten: Canine Leukozyten-Adhäsions-Defizienz (CLAD, autosomal-rezessiv, schwere …
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Die Fellpflege ist bei der Rasse überschaubar: Das Fell ist ein einfaches, nicht zu dickes, glattes Haarkleid mit langer, seidiger Befederung an Ohren, Hals, Brust, den Rückseiten der Vorderläufe, unter dem Bauch, an …
Hundehaftpflicht
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Der Irish Red and White Setter (Irischer Rot-Weißer Setter) wurde über Jahrhunderte gezielt für die Arbeit als Vorstehhund selektiert: Sein historischer Auftrag war es, Federwild wie Fasan, Rebhuhn oder Schnepfe aufzuspüren und anzuzeigen, ohne es zu hetzen oder zu packen. Die ursprüngliche Beutefangsequenz — Orientieren, Fixieren, Anschleichen, …

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Häufige Fragen zum Irischer Rot-Weißer Setter

Ist ein Irish Red and White Setter (Irischer Rot-Weißer Setter) anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Der freundliche, leicht auszubildende Charakter erleichtert die Grundausbildung, doch der ausgeprägte Vorsteh-/Jagdinstinkt, das hohe Energielevel und der Bedarf an freiem Lauf verlangen realistisches Grundwissen und im Zweifel Unterstützung durch eine Hundeschule — ohne diese Vorbereitung ist die Rasse für Erstlingshalter nur bedingt geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen dem Irish Red and White Setter und dem Irish Setter?

Sie sind zwei getrennte Rassen mit jeweils eigener FCI-Standardnummer (IRWS: Nr. 330, einfarbig roter Irish Setter: Nr. 120), beide in Gruppe 7, Sektion 2.2. Der IRWS ist weiß mit tiefroten Flächen und wird häufiger als Arbeitshund eingesetzt; der Irish Setter ist einfarbig kastanienrot. Der IRWS gilt nach UC-Davis-Angaben zudem häufig als ruhiger und weniger stur, während Aussehen und Wesen insgesamt sehr ähnlich sind.

Auf welche Gesundheitschecks sollte ich beim Züchter achten?

Sinnvoll ist die Abfrage der DNA-Tests auf die Canine Leukozyten-Adhäsions-Defizienz (CLAD) und die von-Willebrand-Erkrankung (vWD), Angaben zu posteriorem Polarkatarakt (PPC), zu progressiver Retinaatrophie (PRA, rcd4-Variante) sowie zu Hüft- und Ellbogendysplasie (Röntgennachweis). Der UK Kennel Club registriert CLAD-Träger nicht; eine verantwortungsvolle Zucht setzt auf freie, DNA-getestete Elterntiere.

Kann ich einen Irish Red and White Setter auch ohne Jagdschein artgerecht halten?

Ja, aber nur mit einem gezielten Ersatzprogramm: Nasenarbeit, Fährtenarbeit, Dummytraining, Mantrailing oder Hundesport wie Agility und Obedience sprechen dieselbe modifizierte Instinktkette an wie die jagdliche Arbeit. Ohne ein solches Programm und ohne mehrstündige tägliche Auslastung wird die Rasse schnell unruhig oder verhaltensauffällig — eine begleitende Hundeschule hilft beim Aufbau eines passenden Programms.

Wie alt wird ein Irish Red and White Setter?

Im Rassedurchschnitt etwa 10 bis 14 Jahre, wobei einzelne Hunde laut UC-Davis-Report auch 16 Jahre erreichen; die Enzyklopädie nennt durchschnittlich 10 bis 12 Jahre. Die Spanne 10 bis 14 Jahre bildet beide Angaben ab.

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