Langhaarcollie

Langhaarcollie – Rasseportrait

FCI-Gruppe 1 · Sektion 1 · Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung

Langhaarcollie

Der Langhaarcollie (Collie Rough) ist laut FCI-Standard Nr. 156 ein schottischer Schäferhund, der über Jahrhunderte in den schottischen Highlands beim Hüten und Treiben von Schafherden eingesetzt wurde. Wichtig zu wissen: MDR1-Arzneimittelunverträglichkeit (Kernrasse laut WSU, ca. 70–75 % Träger weltweit), Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1-Gen) und progressive Retinaatrophie rcd2 (RD3-Gen) mit hoher Trägerfrequenz, Dermatomyositis, seltenes Grey-Collie-Syndrom (zyklische Neutropenie, AP3B1-Gen) sowie …

Größe

♂ 56–61 cm · ♀ 51–56 cm

Gewicht

♂ 20–34 kg · ♀ 18–30 kg

Lebenserwartung

12–14 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 100–210 €

Rasseportrait

kostenrechner

Rassen-Check

🔒 Verhaltenswissenschaft

🔒 Lernportal

Faq

Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)), Sektion 1 (Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 156 — Publikationsdatum des gültigen Originalstandards: 08.10.2012; deutsche Übersetzung veröffentlicht 14.08.2013 (fci.be)

Herkunft

Großbritannien (Schottland)

Größe

Rüde: 56–61 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 156) · Hündin: 51–56 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 156)

Gewicht

Rüde: ca. 20–34 kg (FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; Praxis-Richtwerte sekundärer Quellen variieren zwischen ca. 20–30 kg und 27–34 kg) · Hündin: ca. 18–30 kg (FCI ohne eigene Gewichtsvorgabe; Praxis-Richtwerte variieren zwischen ca. 20–30 kg und 23–30 kg)

Lebenserwartung

12–14 Jahre (Quellen variieren 12–16 Jahre)

Fellfarben

Laut FCI-Standard Nr. 156 drei Farben: Zobel (helles Gold bis sattes Mahagoni), Dreifarbig (vorwiegend schwarz mit lohfarbenen Abzeichen) und Blue Merle (silbriges Blau mit schwarzer Marmorierung, häufig mit blauen oder blau gefleckten Augen); alle drei Farben mit den rassetypischen weißen Abzeichen (Halskrause, Brust, Läufe, Rutenspitze, ggf. Blesse). Komplett weiß oder überwiegend weiß ist laut Standard höchst unerwünscht.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt das Wesen des Langhaarcollies unmissverständlich als »freundlich veranlagt, ohne jegliche Spur von Nervosität oder Aggressivität« …

Pflegeaufwand

Hoch — Der Langhaarcollie trägt laut FCI-Standard ein sehr dichtes doppeltes Fell aus hartem, glattem Deckhaar und weicher, dichter Unterwolle mit üppiger Mähne und Halskrause.

Anfängergeeignet

Nicht pauschal zu beantworten: Die hohe Lernfreudigkeit erleichtert die Grunderziehung, doch Bewegungsbedarf, saisonaler Fellpflegeaufwand während des Fellwechsels und die vor dem Kauf zu klärenden Gentests (MDR1, CEA, PRA-rcd2) verlangen von Einsteigern eine realistische Selbsteinschätzung und eine gründliche Züchterrecherche.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 800–2.200 € · laufend ca. 100–210 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Langhaarcollie (Collie Rough) ist laut FCI-Standard Nr. 156 ein schottischer Schäferhund, der über Jahrhunderte in den schottischen Highlands beim Hüten und Treiben von Schafherden eingesetzt wurde. Der Standard selbst hält fest, dass die Rasse vermutlich von Hunden abstammt, die von den Römern nach Schottland gebracht und dort mit einheimischen Hunden verpaart wurden; lang- und kurzhaariger Collie »sind gleich, mit Ausnahme der Haarlänge« und teilen bis heute teils gemeinsame Zuchtlinien — dennoch besitzen sie seit Langem zwei getrennte FCI-Standardnummern (Langhaarcollie Nr. 156, Kurzhaarcollie/Smooth Nr. 296).

Seinen entscheidenden Popularitätsschub erhielt der Collie im späten 19. Jahrhundert durch die britische Königin Victoria, die die Rasse während eines Aufenthalts auf Balmoral Castle in Schottland kennenlernte und mehrere Collies an den königlichen Hof brachte. Aus dem robusten, unauffälligen Arbeitshund der schottischen Schafhirten wurde damit zunehmend auch ein gefragter Ausstellungs- und Gesellschaftshund; die ersten spezialisierten Rasseclubs entstanden mit dem Collie Club in England (1881) und dem Collie Club of America (1886). In dieser Ausstellungsphase wurde die Rasse züchterisch verfeinert — einzelne Sekundärquellen diskutieren eine gezielte Einkreuzung des Barsoi (Russischer Windhund) zur Verfeinerung des Kopfprofils; diese Behauptung gilt nach aktuellem Kenntnisstand als nicht abschließend bestätigt und wird hier deshalb als unsichere Sekundärquelle, nicht als gesicherter Fakt, eingeordnet.

Weltberühmt wurde der Langhaarcollie schließlich nicht durch die Zuchtgeschichte, sondern durch eine Roman- und Filmfigur: Der britisch-amerikanische Autor Eric Knight veröffentlichte 1938 zunächst eine Kurzgeschichte im Saturday Evening Post, 1940 dann den Roman »Lassie Come-Home« über einen Collie, der eine weite Strecke zurücklegt, um zu seiner Familie zurückzufinden. 1943 verfilmte MGM den Stoff mit dem Collie-Rüden »Pal« in der Titelrolle; von 1954 bis 1973 lief zusätzlich eine 19 Jahre laufende, Emmy-prämierte Fernsehserie, in der Nachkommen von Pal die Rolle übernahmen. Der »Lassie«-Mythos prägt bis heute das öffentliche Bild der Rasse als treuen, quasi bewusst mitdenkenden Helden — ein Bild, das laut Verhaltensforschung deutlich idealisiert ist (siehe Insight 5, Verbreiteter Mythos, im Verhaltenswissenschafts-Bereich).

Der heute gültige FCI-Standard Nr. 156 (Collie Rough) wurde zuletzt am 08.10.2012 als offizieller Standard publiziert, die deutsche Übersetzung liegt in der Fassung vom 14.08.2013 vor.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt das Wesen des Langhaarcollies unmissverständlich als »freundlich veranlagt, ohne jegliche Spur von Nervosität oder Aggressivität« und als »ausgezeichneten Begleithund, freundlich, glücklich und aktiv, gut mit Kindern und anderen Hunden«. Diese Beschreibung ist keine zufällige Charaktereigenschaft, sondern das Ergebnis einer über Jahrhunderte gezielten Funktionszucht: Als Hütehund der FCI-Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde) wurde beim Collie innerhalb der ursprünglichen, modifizierten Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) gezielt der Anschleich- und Hinterherjagen-Anteil erhalten, während Fangbiss und Tötungsbiss fast vollständig unterdrückt wurden — daraus resultiert das charakteristische Treiben einer Herde ohne Beißen, mit gelegentlichem, sanftem Knabbern an den Fersen als Rest-Fangbiss.

Im modernen Alltag als Familienhund zeigt sich dieser modifizierte Trieb häufig losgelöst vom ursprünglichen Hütekontext: Viele Collies kreisen um die eigene Familie, wenn diese sich beim Spaziergang auseinanderzieht, oder laufen rennenden Kindern hinterher und knabbern sanft an deren Fersen. Das ist kein Ungehorsam und keine Aggression, sondern ein reizgesteuertes, genetisch verankertes Bewegungsmuster (Modul 4a Ethologie, IHK Potsdam/BHV; Coppinger).

Zusätzlich zur Instinktkomponente gilt der Collie als eine der lernfähigsten und aufmerksamsten Rassen: Die enge Bindung an den Menschen und die hohe Reizoffenheit, die für Hütearbeit unverzichtbar sind, machen ihn sensibel für feinste Signale seines Halters. Diese Sensibilität lässt sich zugleich als Anfälligkeit für Stress bei inkonsequenter oder unruhiger Führung lesen — kein »robuster« Wesenszug im Sinne von unempfindlich, sondern ein hochauflösendes Wahrnehmungssystem, das strukturierte, ruhige Führung honoriert.

Rasseberatung & Rassen-Check

Passt Langhaarcollie zu dir?

Finde es heraus: kostenloser Rassen-Check in 3 Minuten — oder persönliche Rasseberatung (45 Min., 80 €).

Erziehung & Beschäftigung

Die ausgeprägte Lern- und Reizoffenheit macht die Grunderziehung beim Collie grundsätzlich gut zugänglich, sofern konsequent über positive Verstärkung gearbeitet wird — von Dominanzansätzen ist abzuraten, da die klassische Alpha-/Rudelführer-Theorie nach aktueller Freilandforschung (Mech, Boitani) als widerlegt gilt und dem kooperativen, menschenbezogenen Wesen der Rasse widerspricht.

Weil beim Collie der Anschleich-/Hinterherjagen-Anteil der Beutefangsequenz erhalten ist, sollte diese Anlage aktiv kanalisiert statt unterdrückt werden: Hüteanlagentests und kontrolliertes Hüten (wo verfügbar), aber auch artverwandte Ersatzbeschäftigungen wie Rally Obedience, Trick-Dogging, Agility, Fährten- oder Nasenarbeit sowie geführte Distanzarbeit sprechen dieselben Grundanlagen an und beugen dem unerwünschten »Ersatzhüten« von Joggern, Radfahrern oder Autos im Alltag vor.

Weil der Collie Verhalten schnell verknüpft, festigt er auch unerwünschtes Verhalten schnell, wenn es (auch unabsichtlich) belohnt wird — etwa Bellen an der Tür oder Hinterherjagen von Fahrrädern. Wird ein zuvor erfolgreiches Verhalten plötzlich konsequent nicht mehr verstärkt, ist mit einem kurzzeitigen Intensitätsanstieg (Extinktionsburst, Skinner) zu rechnen, bevor das Verhalten abklingt; wer in diesem Moment nachgibt, festigt das Verhalten auf höherem Niveau.

Ein Hundeschulbesuch mit Schwerpunkt auf Impulskontrolle und Alltagstauglichkeit ist bei dieser reizoffenen, bewegungsfreudigen Rasse empfehlenswert, insbesondere in reizreicher städtischer Umgebung.

Das Rassen-Quiz

Teste dein Langhaarcollie-Wissen

Das Rassen-Quiz mit Fragen zu Wesen, Haltung und Erziehung — für 1,99 €.

Pflege & Gesundheit

Der Langhaarcollie trägt laut FCI-Standard ein sehr dichtes doppeltes Fell aus hartem, glattem Deckhaar und weicher, dichter Unterwolle mit üppiger Mähne und Halskrause. Der VDH empfiehlt mindestens wöchentliches, während des zweimal jährlich stattfindenden Fellwechsels möglichst tägliches Bürsten, um lose Unterwolle aus dem Fell statt aus der Wohnung zu entfernen; besondere Aufmerksamkeit brauchen die verfilzungsanfälligen Bereiche hinter den Ohren, in den Achseln und an der Befederung der Läufe.

Rassetypisch ist der Collie mit mehreren eigenständig dokumentierten Erbkrankheiten belastet, die bei der Züchterwahl gezielt per Gentest ausgeschlossen werden sollten. Der Collie zählt zur von der Washington State University geführten Kernliste MDR1-betroffener Rassen (ABCB1-Gen, nt230(del4)-Deletionsmutation) — und ist dabei die am stärksten betroffene Rasse überhaupt: Laut WSU tragen weltweit rund drei von vier Collies (homozygot oder heterozygot) die Mutation (Mealey et al. 2001); eine deutsche Erhebung an 1.500 Hunden (Geyer et al. 2005) fand bei 33,0 % der untersuchten Collies die homozygote Mutation. Betroffene Hunde reagieren auf bestimmte Wirkstoffe (u. a. Ivermectin, Loperamid, Vincristin) potenziell lebensbedrohlich empfindlich — ein MDR1-Gentest vor der ersten Anästhesie oder Parasitenbehandlung gilt als dringend empfohlen.

Die Collie Eye Anomaly (CEA, NHEJ1-Gen-Defekt) gilt weltweit als häufigste erbliche Netzhauterkrankung der Collie-Rassen; genotypische Erhebungen an Rough Collies fanden Trägerfrequenzen der mutierten NHEJ1-Variante von über 80 % (peer-reviewte Studien u. a. aus Thailand und Italien). Der Verlauf reicht von unauffällig bis zu Netzhautablösung und Erblindung. Zusätzlich ist beim Collie mit der progressiven Retinaatrophie rcd2 (»Collie-PRA«, RD3-Gen, Kukekova et al. 2006) eine zweite, eigenständige Netzhauterkrankung mit sehr frühem Beginn dokumentiert (Nachtblindheit bereits ab der 6. Lebenswoche, oft vollständige Erblindung bis zum 6.–8. Lebensmonat) — beide Augenerkrankungen sind per Gentest sicher nachweisbar und sollten vor dem Züchterbesuch abgefragt werden.

Dermatomyositis ist eine autoimmun mitbedingte Haut-Muskel-Erkrankung, die laut einer genomweiten Studie (Clark et al. 2017, PLOS Genetics) beim Rough Collie und beim eng verwandten Shetland Sheepdog am häufigsten vorkommt; die Studie identifizierte mehrere Risikoloci (u. a. PAN2, MAP3K7CL) statt eines einzelnen ursächlichen Gens. Das sogenannte Grey-Collie-Syndrom (zyklische Neutropenie/Hämatopoese) ist eine seltene, autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung, die auf einer Mutation im AP3B1-Gen beruht (Benson et al. 2003, Nature Genetics) und die Bereitstellung von Neutrophilen-Elastase in weißen Blutkörperchen stört. Betroffene Welpen zeigen wiederkehrende, etwa zweiwöchentliche Infektanfälligkeitsschübe und erreichen unbehandelt häufig kein hohes Alter; die Erkrankung ist selten, aber per Gentest zuverlässig ausschließbar.

Besonderer Aufklärungsbedarf besteht bei der Fellfarbe Blue Merle, die der FCI-Standard als eine von drei offiziellen Farben ausdrücklich anerkennt (der Standard erwähnt sogar, dass bei Merle-Exemplaren blaue oder blau gefleckte Augen normal sind). Werden zwei Merle-Träger miteinander verpaart (Merle × Merle), entstehen mit belegt deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit doppelt merlefarbene (»Double Merle«) Welpen mit Taubheit und/oder schweren Augenfehlbildungen bis zur Blindheit. Eine solche Verpaarung ist nach § 11b Tierschutzgesetz (aktuell gültige Fassung, gesetze-im-internet.de) tierschutzrechtlich unzulässig und wird von der Zuchtordnung des Deutschen Collie-Club e.V. ausdrücklich als verbotene Kombination geführt, deren Nachzucht mit Zuchtausschluss belegt wird. Nicht die Einzelfarbe Blue Merle selbst ist damit das Problem — der einzelne Merle-Träger ist gesundheitlich unauffällig —, sondern ausschließlich die konkrete, vermeidbare Verpaarung zweier Merle-Träger. Weil sich das Risiko auf eine vermeidbare Zuchtpraxis und nicht auf jedes Tier der Rasse bezieht, wird der Langhaarcollie hier redaktionisch NICHT als Qualzucht im Sinne von § 11b TierSchG geführt.

Zwei häufig kolportierte Risiken relativieren sich bei genauer Quellenprüfung: Hüftgelenksdysplasie gilt entgegen der verbreiteten Annahme bei mittelgroßen bis großen Rassen beim Collie als vergleichsweise selten — die Collie Health Foundation beziffert die Dysplasie-Rate unter Berufung auf die Orthopedic Foundation for Animals (OFA) auf lediglich rund 2,8 % der untersuchten Hunde. Und obwohl der eng verwandte Shetland Sheepdog laut einer großen britischen Primärversorgungsstudie (O’Neill et al. 2022, n = 905.553 Hunde) zu den 24 statistisch für Hypothyreose/Autoimmunthyreoiditis prädisponierten Rassen zählt, taucht der Langhaarcollie (Collie Rough) in derselben Studie NICHT unter den prädisponierten Rassen auf; unabhängige Breed-Ranking-Auswertungen zur Autoimmunthyreoiditis stufen den Collie sogar als vergleichsweise risikoarm ein. Hypothyreose wird deshalb hier bewusst NICHT als dokumentiertes rassetypisches Hauptrisiko geführt, auch wenn sie beim verwandten Sheltie einer ist — eine Korrektur gegenüber einer verbreiteten, aber durch aktuelle Primärquellen nicht gedeckten Annahme.

Für wen geeignet?

  • Familien: Sehr gut geeignet: Der FCI-Standard bescheinigt dem Collie ausdrücklich einen guten Umgang mit Kindern; die enge Bindungsfähigkeit und Reizoffenheit erfordern aber eine altersgerechte Aufklärung der Kinder über herdentreib-typische Verhaltensweisen (Kreisen, sanftes Fersenknabbern) sowie ausreichend ruhige Rückzugsmöglichkeiten für den Hund.
  • Einsteiger: Bedingt geeignet: Die hohe Lernfreudigkeit erleichtert die Grunderziehung erheblich, doch der tägliche Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf, der hohe Fellpflegeaufwand während des Fellwechsels sowie die vor der Anschaffung dringend zu klärenden Gentests (MDR1, CEA, PRA-rcd2) sollten realistisch eingeplant werden, bevor man sich für die Rasse entscheidet.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet: Als ursprünglicher Arbeitshund mit hohem Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf eignet sich der Collie gut für Hundesport wie Agility, Obedience, Rally Obedience oder Hüteanlagentests, sofern der MDR1-Status vor stärkerer medikamentöser Belastung (z. B. Narkose bei Wettkampfreisen) bereits bekannt ist.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet: Der ausgeprägte Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf sowie der saisonal hohe Fellpflegeaufwand übersteigen häufig die Möglichkeiten wenig aktiver Halter; infrage kommt die Rasse eher für Senioren mit weiterhin aktivem Lebensstil und ausreichend Zeit für tägliche, längere Spaziergänge.

Verhaltenswissenschaft

Die verhaltensbiologischen Hintergründe zu diesem Thema — exklusiv freischaltbar mit kostenlosem Konto.

Alleinstellungsmerkmal

Was kostet ein Langhaarcollie wirklich?

Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.

Gesundheitsrisiko erhöht
MDR1-Arzneimittelunverträglichkeit (Kernrasse laut WSU, ca. 70–75 % Träger weltweit), Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1-Gen) und progressive …
Krankenversicherung einplanen
Partner: Barmenia adcuri
Professionelle Fellpflege
Der Langhaarcollie trägt laut FCI-Standard ein sehr dichtes doppeltes Fell aus hartem, glattem Deckhaar und weicher, dichter Unterwolle mit üppiger Mähne und Halskrause.
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
Hundeschule einplanen
Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
BERECHNET
Einmalig
Anschaffung
Erstausstattung
Monatlich
FutterFutter-Empfehlung folgt
Tierarzt-Rücklage
KrankenversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Fellpflege
Jährlich
Hundesteuer
HaftpflichtversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Laufende Kosten / Monat
Laufende Kosten / Jahr
Hochgerechnet auf Lebenszeit

Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

Mitglieder-Wissen · Verhaltenswissenschaft

Warum verhält sich ein Langhaarcollie wirklich so?

Hintergründe aus der Verhaltensbiologie zu Instinkt, Domestikation und Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto.

FREI-
SCHALTUNG
NÖTIG

Der Collie ist laut FCI-Standard als Schäferhund gezüchtet, dessen Aufgabe über Jahrhunderte darin bestand, Schafherden zu treiben und zusammenzuhalten. Innerhalb der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) wurde beim Collie gezielt der Anschleich- …

Schon Abonnent:in und eingeloggt? Der Bereich schaltet sich automatisch frei.

Lernportal Rassenkunde

Lerne alles über den Langhaarcollie. Mit echtem Quiz.

Das Quiz zu diesem Portrait: 28 geprüfte Fragen — für Hundehalter, die es genau wissen wollen, und für angehende Trainer auf dem Weg zum Hundeführerschein.

Einzelkurs

Rassenkunde: Langhaarcollie

28 Fragen · FCI-Gruppe 1 · Halter-Basis & Trainer-Vertiefung · Ethologie-Modul · unlimitierter Zugriff nach Kauf

1,99 € einmalig

Gesamtzugang

Alle Rassen — unbegrenzt

Zugang zu allen verfügbaren Rassenkunde-Kursen (360+ Rassen wachsend) · alle Schwierigkeitsebenen · alle Ethologie-Module · ideal für Trainer-Ausbildung

59,99 € einmalig · alle Rassen

Inklusive im Konto

Verhaltenswissenschaft 🔒

Instinkt, Domestikation, Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto. Kostenlos freischaltbar.

0 € mit Konto + Newsletter

Häufige Fragen zum Langhaarcollie

Ist ein Langhaarcollie für Anfänger geeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Die hohe Lernfreudigkeit erleichtert die Grunderziehung deutlich, aber der tägliche Bewegungsbedarf, der saisonale Fellpflegeaufwand und die vor dem Kauf zu klärenden Gentests (MDR1, CEA, PRA-rcd2) sollten realistisch eingeplant werden.

Wie viel kostet ein Langhaarcollie im Monat?

Laufend etwa 100–210 € im Monat, abhängig von Größe, Versicherung und tatsächlichem Gesundheitsrisiko-Aufschlag; hinzu kommt eine Anschaffungsspanne von etwa 800–2.200 € bei einem VDH-/FCI-Züchter. Der Kostenrechner im vollständigen Rasseportrait liefert eine individuelle Einschätzung.

Was bedeutet die Fellfarbe Blue Merle beim Collie — worauf sollte ich beim Kauf achten?

Blue Merle ist eine von der FCI offiziell anerkannte Standardfarbe und für sich genommen gesundheitlich unauffällig. Problematisch ist ausschließlich die Verpaarung zweier Merle-Träger (Merle × Merle): Dabei entstehen mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit taube und/oder sehbeeinträchtigte Doppelmerle-Welpen — eine solche Verpaarung ist nach § 11b TierSchG unzulässig und laut Zuchtordnung des Deutschen Collie-Club e.V. verboten. Vor dem Kauf sollte deshalb gezielt nach der Fellfarbe BEIDER Elterntiere gefragt werden.

Stimmt es, dass Collies wie »Lassie« sind?

Nur bedingt: Die Fernsehfigur »Lassie« (nach dem Roman von Eric Knight, 1940) zeigt einen idealisiert intelligenten, quasi bewusst heldenhaft handelnden Hund. Reale Collies sind hochlernfähig und menschenbezogen, handeln aber nicht aus bewusster Fürsorge, sondern aus genetisch verankerten, trainierbaren Verhaltensmustern — ausführlich eingeordnet im gated Verhaltenswissenschafts-Bereich (Insight 5).

Ist der Langhaarcollie ein Listenhund?

Nein, er steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde (Stand der Prüfung: 21.08.2026).

Verwandte Rasseportraits

Collie Kurzhaar

Shetland Sheepdog (Sheltie)

Passt Langhaarcollie wirklich zu dir?

Zwei Wege zur ehrlichen Antwort — kostenlos testen oder persönlich beraten lassen.

Kostenlos · 3 Minuten

Der Rassen-Check

10 Fragen zu deinem Alltag, ehrliche Passungs-Prozente aus 362 FCI-Rassen — inklusive Gesundheits- und Tierschutz-Hinweisen.

Kostenlos · ohne Anmeldung Zum Rassen-Check →
Persönlich · vor Ort oder online

Die Rasseberatung

In 45 Minuten klären wir gemeinsam, ob diese Rasse zu deinem Leben passt — mit Blick auf Erfahrung, Zeit, Wohnsituation und Familie.

45 Minuten · 80 € inkl. MwSt. Rasseberatung anfragen →

Mehr Rassen, mehr Kostenklarheit.

Das Hunderassenlexikon wächst mit jeder Rasse — redaktionell geprüft, mit eigenem Kostenrechner und Lernquiz.

Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?

Klicken Sie auf die Sterne, um den Artikel zu bewerten

Durchschnittliche Bewertung: 4.6 / 5. Anzahl der Bewertungen: 78

Bisher gibt es keine Bewertungen des Artikel

We are sorry that this post was not useful for you!

Let us improve this post!

Tell us how we can improve this post?