Mastín del Pirineo

Mastín del Pirineo – Rasseportrait

FCI-Gruppe 2 · Sektion 2.2 · Molossoide, Berghunde

Mastín del Pirineo

Der Mastín del Pirineo ist ein Herdenschutzhund aus den spanischen Pyrenäen und Aragonien, dessen Einsatz als Wächter wandernder Schafherden seit dem Mittelalter dokumentiert ist. Wichtig zu wissen: Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie (HD/ED, dokumentiert u. a. über OFA-Zuchtdaten der Pyrenean Mastiff Association of America), Magendrehung (GDV) als typisches Risiko großer, tiefbrüstiger Rassen (Glickman et al., JAVMA, u. a. 1994/2000; O’Neill et al. 2017), stark ausgeprägtes Ektropium oder …

Größe

♂ 77 cm · ♀ 72 cm

Gewicht

♂ 70–100 kg · ♀ 55–85 kg

Lebenserwartung

10–12 Jahre

Aktivität

Mittel

Kosten / Monat

ca. 150–290 €

Rasseportrait

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde), Sektion 2.2 (Molossoide, Berghunde), FCI-Standard Nr. 92 — Publikationsdatum des gültigen offiziellen Standards: 26.05.1982; deutsche und englische Übersetzungsfassung vom 30.08.2002 (fci.be)

Herkunft

Spanien (Pyrenäen/Aragonien)

Größe

Rüde: mindestens 77 cm Widerristhöhe, gewünscht über 81 cm, keine Obergrenze (FCI-Standard Nr. 92 — größere Exemplare werden bei gleichem Formwert bevorzugt) · Hündin: mindestens 72 cm Widerristhöhe, gewünscht über 75 cm, keine Obergrenze (FCI-Standard Nr. 92)

Gewicht

Rüde: ca. 70–100 kg (FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; Praxis-Richtwerte streuen erheblich: dogtime.com nennt 80–100 kg, edogs.de einen Praxis-Mittelwert von rund 81 kg; einzelne Portale wie wamiz.de nennen mit 55–70 kg deutlich niedrigere Werte, die mit der Standard-Mindesthöhe von 77 cm schwer vereinbar erscheinen — wir spannen daher konservativ 70–100 kg auf) · Hündin: ca. 55–85 kg (FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; dogtime.com nennt 70–86 kg, andere Portale nennen niedrigere Werte ab 55 kg bei einer Mindesthöhe von 72 cm — deutliche Quellenstreuung, daher weite Spanne)

Lebenserwartung

ca. 10–12 Jahre (Quellen variieren 10–14 Jahre: edogs.de/zooroyal.de nennen 10–12 Jahre, hunderasse.de 10–13 Jahre, wamiz.de 12–14 Jahre; als Riesenrasse mit einer Mindestwiderristhöhe von 77 cm tendenziell im unteren Bereich der Spanne, vgl. RVC/VetCompass-Kohortenstudie 2024 zu Riesenrassen: durchschnittlich nur 8,9 Jahre über alle Riesenrassen hinweg)

Fellfarben

Grundfarbe Weiß, immer mit gut ausgebildeter, klar abgegrenzter Maske; teils zusätzliche, unregelmäßig verteilte Flecken derselben Farbe wie die Maske am Körper, Ohren immer gefleckt. Bevorzugte Fleckenfarben laut Standard, in Reihenfolge der Beliebtheit: mittelgrau, intensiv goldgelb, braun, schwarz, grau-silberfarben, hell-beige, sandfarben oder marmoriert. Dreifarbige oder rein weiße Exemplare sind unerwünscht, rote Flecken und eine weißgelbliche Grundfarbe ebenfalls (FCI-Standard Nr. 92).

Aktivitätslevel

Mittel — Der FCI-Standard beschreibt den Mastín del Pirineo als »menschenfreundlich, ruhig, edel und sehr intelligent«, zugleich »mutig und stolz gegenüber Fremden, vor …

Pflegeaufwand

Mittel — Die Fellpflege ist laut Standard mittel: Das dichte, borstige Fell mäßiger Länge (ideal 6 bis 9 cm, nicht wollig) benötigt ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten, während des …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Mehrere unabhängige Rasseportale (edogs.de, zooroyal.de, hunderasse.de) empfehlen die Rasse ausdrücklich nur Haltern mit Vorerfahrung im Umgang mit großen bis riesigen Hunden, da ein 70 bis 100 kg schwerer, historisch auf eigenständige Wächterentscheidungen selektierter Hund körperlich und im Handling anspruchsvoll ist. Mit realistischem Wissen über Lerntheorie, Sozialisationsbedarf und einem ausreichend gesicherten Grundstück ist eine verantwortungsvolle Haltung möglich — ein Selbstläufer für Einsteiger ist die Rasse aber nicht.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 22.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 800–2.200 € · laufend ca. 150–290 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Mastín del Pirineo ist ein Herdenschutzhund aus den spanischen Pyrenäen und Aragonien, dessen Einsatz als Wächter wandernder Schafherden seit dem Mittelalter dokumentiert ist. Auf der Transhumanz — dem saisonalen Herdenzug zwischen Sommer- und Winterweiden — begleitete er die Herden und trug traditionell ein stachelbewehrtes Lederhalsband (Carlanca), das Kehle und Nacken im Kampf gegen Wolf und Bär schützen sollte.

Im 20. Jahrhundert geriet die Rasse in eine existenzielle Krise: Mit dem Verschwinden des Wolfs aus den Pyrenäen, dem Umstieg auf den Bahntransport der Schafherden und schließlich dem Spanischen Bürgerkrieg sowie der Nahrungsmittelknappheit während und nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der große, kostspielig zu unterhaltende Hund weitgehend seine Funktion — die Rasse stand nahe der Ausrottung.

Erst mit der Rückkehr von Wolfsrudeln nach Aragonien in den 1970er-Jahren entstand wieder Bedarf an Herdenschutzhunden. Eine kleine Gruppe von Enthusiasten um Rafael Malo Alcrudo durchsuchte die Region, fand rund 100 verbliebene Tiere und wählte daraus etwa 30 Hunde als Gründerpopulation für den Wiederaufbau der Rasse aus. 1977 gründeten Rafael Malo Alcrudo, Daniel Llorens Guerrero und Jaime Graus Morales den Club del Mastín del Pirineo de España; der FCI-Standard Nr. 92 wurde 1982 veröffentlicht (Gültigkeitsdatum 26.05.1982). Vereinzelt kursiert in Sekundärquellen die Angabe, die Rasse sei bereits 1954 vollständig von der FCI anerkannt worden — diese Angabe ist mit der übereinstimmend dokumentierten Chronologie aus Wiederaufbau ab Ende der 1970er-Jahre, Vereinsgründung 1977 und Standardveröffentlichung 1982 nicht vereinbar und wird hier nicht übernommen: unsicher, weitere Prüfung empfohlen, sollte tatsächlich eine frühere vorläufige FCI-Erwähnung existiert haben.

Heute dient der Mastín del Pirineo vor allem als Wächter für Landgüter und deren Bewohner; die eigentliche Herdenschutzfunktion gegen Großraubtiere ist regional noch vereinzelt aktiv, aber deutlich seltener als früher. Von der eng verwandten, aber eigenständigen Rasse Mastín Español (kastilischer Ursprung, FCI-Standard Nr. 91) und vom Chien de Montagne des Pyrénées/Pyrenäenberghund der französischen Seite derselben Gebirgskette (FCI-Standard Nr. 137) ist er klar abzugrenzen (siehe Schritt-0.5-Prüfung).

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Mastín del Pirineo als »menschenfreundlich, ruhig, edel und sehr intelligent«, zugleich »mutig und stolz gegenüber Fremden, vor denen er niemals zurückweicht«; anderen Hunden gegenüber zeige er sich »gutmütig und seiner überlegenen Kraft bewusst«. Bemerkenswert ist die Formulierung des Standards zum Kampfverhalten: Bei Gelegenheit kämpfe er »mit sehr großer Geschicklichkeit, ein atavistisches Verhalten, welches von jahrhundertelangen Kämpfen mit dem Wolf herrührt« — der Standard selbst verankert dieses Verhalten also explizit historisch, nicht als beliebige Charaktereigenschaft.

Ethologisch lässt sich das aus der Zuchtgeschichte von Herdenschutzhunden ableiten: Anders als bei Jagdhundrassen wurde hier nicht eine einzelne Phase der Beutefangsequenz (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen, nach Coppinger) verstärkt, sondern die späteren, gegenüber der zu bewachenden Herde gefährlichen Phasen (Hetzen, Fangbiss, Tötungsbiss) wurden gezielt unterdrückt, während frühe, für die Wachfunktion nützliche Phasen (Orientieren, Fixieren gegenüber Fremdem) erhalten blieben — kombiniert mit einer frühen, intensiven Sozialisation auf die Herde statt ausschließlich auf Menschen (Coppinger & Coppinger, »Dogs: A New Understanding of Canine Origin, Behavior, and Evolution«). Das erklärt die charakteristische Kombination aus Gelassenheit im vertrauten Umfeld und wacher Reaktionsbereitschaft gegenüber Unbekanntem.

Die häufig beschriebene »Eigenständigkeit« der Rasse ist historisch begründet: Herdenschutzhunde mussten auf der Weide selbstständig einschätzen, ob eine Situation eine Reaktion erfordert, ohne auf eine Anweisung des Hirten zu warten. Das ist heute nicht als bewusstes Abwägen von Kommandos misszuverstehen — im Training zeigt sich diese Eigenständigkeit lerntheoretisch erklärbar (Verstärkerwert der jeweiligen Situation, individueller Trainingsstand, Grad der Generalisierung eines gelernten Signals), nicht als ein Denkprozess des Hundes darüber, ob ein Kommando »sinnvoll« sei.

Ein im Alltag oft überraschendes, aber gut dokumentiertes Merkmal ist ausgeprägtes Sabbern: Mehrere deutschsprachige Rasseportale (u. a. bellos-reich.de) berichten von deutlich stärkerem Speichelfluss als beim eng verwandten Chien de Montagne des Pyrénées. Der FCI-Standard selbst beschreibt die Lefzen allerdings als straff, nicht schlaff — die genaue anatomische Ursache des berichteten Sabberns ist in den vorliegenden Quellen nicht abschließend geklärt: unsicher, weitere Prüfung empfohlen.

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Erziehung & Beschäftigung

Erziehung sollte auf Vertrauensaufbau und konsequente positive Verstärkung gestützt werden, nicht auf Dominanzsprache — bei einem 70 bis 100 kg schweren Hund sind physische Korrekturen ohnehin weder angemessen noch im Ernstfall durchsetzbar. Wichtiger als körperliche Konsequenz ist ein früh und konsequent aufgebautes, verlässliches Trainingsfundament.

Besonders entscheidend ist eine frühe, umfassende Sozialisation (primäre Sozialisationsphase ca. 3. bis 12., je nach Quelle bis 16. Lebenswoche auslaufend, nach Scott & Fuller 1965) — gerade weil die Rasse historisch auf eigenständige Einschätzung von Situationen selektiert wurde, wirken negative Erlebnisse in dieser Phase besonders nachhaltig, während eine breite, positive Reizerfahrung mit Menschen, Umgebungen und Alltagssituationen die spätere Wächterreaktion auf ein angemessenes Maß kalibriert.

Territoriales oder nächtliches Bellen ist ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen Zuchtziel und Einzelverhalten: Schutz- und Wachfunktion sind laut FCI-Verwendungstext ausdrücklich Zuchtziel der Rasse, doch die konkrete Häufigkeit und Dauer des Bellens beim einzelnen Hund ist erlerntes Verhalten. Häufig wirkt hier negative Verstärkung: Der auslösende Reiz — etwa eine Person, die am Grundstück vorbeigeht — verschwindet (die Person geht weiter), nachdem der Hund gebellt hat, was das Bellen aus Sicht der Lerntheorie verstärkt, unabhängig vom tatsächlichen Gefahrenpotenzial. Management (Sichtschutz, gezielt trainierte Alternativverhalten, kontrollierte und positiv besetzte Grenzerfahrungen) ist hier wirksamer als Strafe oder resigniertes Hinnehmen.

Für Beschäftigung eignen sich keine klassischen Apportier- oder Hüteaufgaben, sondern ruhige Gelände-Erkundung, das kontrollierte Bewachen eines gesicherten Grundstücks sowie Spaziergänge in wechselnder Umgebung zur Reizverarbeitung. Der Besuch einer Hundeschule oder Verhaltensberatung ist besonders während der Sozialisationsphase und für den Umgang mit territorialem Verhalten empfehlenswert.

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Pflege & Gesundheit

Die Fellpflege ist laut Standard mittel: Das dichte, borstige Fell mäßiger Länge (ideal 6 bis 9 cm, nicht wollig) benötigt ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten, während des Fellwechsels häufiger. Durch die schiere Körpergröße des Hundes fällt trotz vergleichsweise moderatem Pflegeaufwand pro Bürstvorgang eine erhebliche Gesamt-Haarmenge an.

Rassetypische Gesundheitsrisiken sind vor allem größenassoziiert: Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie (dokumentiert über OFA-Zuchtdaten der Pyrenean Mastiff Association of America aus Finnland, Spanien und Nordamerika), Magendrehung (GDV) als Risiko großer, tiefbrüstiger Rassen (Glickman et al., JAVMA, u. a. 1994/2000; O’Neill et al. 2017), sowie ein im FCI-Standard selbst als schwerer Fehler benanntes Risiko für stark ausgeprägtes Ektropium oder Entropium. Vereinzelt wird Osteosarkom gemeldet (PMAA-Gesundheitsdaten), und wie bei anderen Riesenrassen ist die Lebenserwartung gegenüber dem Rassendurchschnitt insgesamt verkürzt (O’Neill et al. 2023, Scientific Reports; RVC/VetCompass 2024).

Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Kein einzelnes dieser Merkmale betrifft zwangsläufig jedes Tier der Rasse und keines entspricht einer gezielten Zucht auf ein jedes Tier betreffendes schädigendes Merkmal (wie z. B. Brachyzephalie). Es handelt sich um eine für Riesenrassen typische Risikohäufung aus Erbkrankheiten, Riesenwuchs und tendenziell verkürzter Lebenserwartung — deshalb setzt das Lexikon hier risikoflag_rechner=ja bei qualzucht_flag=nein.

unsicher, weitere Prüfung empfohlen: Für mehrere der genannten Risiken (insbesondere die genaue Osteosarkom-Häufigkeit und die exakte GDV-Inzidenz speziell beim Mastín del Pirineo, statt des allgemeinen Riesenrassen-Musters) liegen bislang keine rassenspezifischen peer-reviewten Prävalenzstudien vor, sondern überwiegend Zuchtverbands- und Sekundärquellen.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt geeignet: Der Mastín del Pirineo ist laut FCI-Standard menschenfreundlich und gutmütig, doch seine Körpermasse von 70 bis 100 kg erfordert ausreichend Platz, ein gesichertes Grundstück und Erfahrung im Umgang mit großen Hunden — besonders im Zusammenleben mit kleinen Kindern.
  • Einsteiger: Eher nicht geeignet ohne Vorerfahrung: Die Kombination aus Riesenwuchs, historisch selektierter Eigenständigkeit bei Wächterentscheidungen und ausgeprägtem Territorialverhalten verlangt fundiertes Wissen über Lerntheorie und Sozialisation, bevor eine Anschaffung erwogen wird.
  • Sportlich Aktive: Nur bedingt geeignet: Der Bewegungsbedarf gilt laut mehreren Quellen als moderat — ausgedehnte Spaziergänge statt Hochleistungssport —, da die Rasse historisch auf Wachsamkeit und nicht auf Ausdauerleistung selektiert wurde.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher nicht geeignet: Obwohl der Bewegungsbedarf selbst moderat ist, macht das hohe Körpergewicht das Handling im Ernstfall — etwa beim sicheren Führen eines reagierenden Hundes — körperlich anspruchsvoll, was für Senioren oder Halter mit eingeschränkter Kraft ein reales Risiko darstellen kann.

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Professionelle Fellpflege
Die Fellpflege ist laut Standard mittel: Das dichte, borstige Fell mäßiger Länge (ideal 6 bis 9 cm, nicht wollig) benötigt ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten, während des Fellwechsels häufiger.
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
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Herdenschutzhunde wie der Mastín del Pirineo (Pyrenean Mastiff) wurden über Jahrhunderte nicht auf das Ausführen, sondern auf die Unterdrückung der späteren Phasen der ursprünglichen Beutefangsequenz selektiert (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen, nach Coppinger): Gegenüber der zu …

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Häufige Fragen zum Mastín del Pirineo

Ist der Mastín del Pirineo für Anfänger geeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Die Rasse ist laut FCI-Standard menschenfreundlich und gutmütig, bringt aber Riesenwuchs, historisch selektierte Eigenständigkeit und ausgeprägtes Territorialverhalten mit. Mit realistischem Wissen über Lerntheorie, konsequenter früher Sozialisation und ausreichend gesichertem Grundstück ist eine verantwortungsvolle Haltung auch für sehr erfahrungswillige Einsteiger möglich — ein Selbstläufer ist die Rasse nicht.

Wie viel kostet ein Mastín del Pirineo im Monat?

Laufend etwa 150 bis 290 Euro im Monat, je nach Futtermenge, Versicherung und individuellem Gesundheitsrisiko-Aufschlag für Riesenrassen. Die Anschaffung eines Welpen vom Zuchtverein liegt nach deutschen Rasseportalen meist zwischen 800 und 2.200 Euro.

Ist der Mastín del Pirineo ein Listenhund?

Nein. In keinem der 16 Bundesländer wird der Mastín del Pirineo als Rasseliste- oder Kategorie-Hund geführt. Verwechslungsgefahr besteht nur mit dem namensähnlichen, aber eigenständigen Mastín Español (FCI-Standard Nr. 91), der z. B. in Bayern und Hamburg gelistet ist.

Was unterscheidet den Mastín del Pirineo vom Mastín Español?

Beide sind eigenständige spanische Molosser-Rassen mit jeweils eigenem FCI-Standard: Der Mastín del Pirineo (FCI 92) stammt aus den Pyrenäen/Aragonien und wurde als Herdenschutzhund gegen Wolf und Bär gezüchtet; der Mastín Español (FCI 91) stammt aus Kastilien, ist glatthaariger und wurde historisch als Begleiter wandernder Schafherden über weite Transhumanz-Strecken eingesetzt. Nur der Mastín Español steht in mehreren deutschen Landeslisten.

Wie viel Auslauf braucht ein Mastín del Pirineo?

Der Bewegungsbedarf gilt als moderat: ausgedehnte, ruhige Spaziergänge in wechselnder Umgebung sind wichtiger als Hochleistungssport, da die Rasse historisch auf Wachsamkeit statt Ausdauerleistung selektiert wurde. Ein gesichertes, ausreichend großes Grundstück zum eigenständigen Bewachen wird von der Rasse zusätzlich geschätzt.

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