Mittelgroßer Anglo-Französischer Laufhund

Mittelgroßer Anglo-Französischer Laufhund – Rasseportrait

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.2 · Mittelgroße Laufhunde

Mittelgroßer Anglo-Französischer Laufhund

Der Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund (französisch: Anglo-français de petite vénerie) entstand in Frankreich aus der Kreuzung alter französischer Meutehunde (Chien Courant) mit englischen Foxhounds — daher der Name »Anglo-Français«. Wichtig zu wissen: Für diese seltene Rasse sind keine spezifischen, peer-reviewten Erbkrankheiten-Studien auffindbar (Recherche 21.08.2026) — es liegt kein überdurchschnittliches, rassespezifisch dokumentiertes Erbkrankheitsrisiko vor; die Rasse gilt als robust und gesund.

Größe

♂ 48–56 cm · ♀ 48–56 cm

Gewicht

♂ 18–25 kg · ♀ 16–22 kg

Lebenserwartung

10–13 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 70–150 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde), FCI-Standard Nr. 325 — 26.01.1983 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards laut FCI-Original; deutsche Übersetzung datiert 28.04.1997)

Herkunft

Frankreich

Größe

Rüde: 48–56 cm Widerristhöhe (FCI-Standard; keine geschlechtsspezifische Trennung, Toleranz ±2 cm bei hervorragenden Hunden) · Hündin: 48–56 cm Widerristhöhe (identische FCI-Vorgabe wie beim Rüden; der Standard differenziert nicht nach Geschlecht, Toleranz ±2 cm bei hervorragenden Hunden)

Gewicht

Rüde: ca. 18–25 kg (Praxis-Richtwert, keine FCI-Gewichtsvorgabe; Sekundärquellen variieren — als Richtwert zu verstehen, unsicher) · Hündin: ca. 16–22 kg (Praxis-Richtwert; Hündinnen tendenziell etwas leichter, keine FCI-Vorgabe — als Richtwert zu verstehen, unsicher)

Lebenserwartung

ca. 10–13 Jahre (Sekundärquellen variieren; keine rassespezifische peer-reviewte Studie verfügbar — als Richtwert zu verstehen, unsicher)

Fellfarben

Laut FCI-Standard: dreifarbig (weiß und schwarz mit lebhaft lohfarbenen Abzeichen, schwarzer Nasenschwamm); weiß und schwarz mit blassen lohfarbenen Abzeichen, schwarzer Nasenschwamm; zweifarbig (weiß und orange, tabakfarbener Nasenschwamm). Das Haar ist kurz, dicht und glatt (kein Fellwechsel-Gen wie bei manchen anderen Rassen, aber geringer Pflegeaufwand).

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard Nr. 325 beschreibt die Rasse in erster Linie über Erscheinungsbild und Verwendung — ein ausführlicher, wörtlicher Wesens-/Temperamentabschnitt …

Pflegeaufwand

Gering — Das kurze, dichte, glatte Haarkleid ist pflegeleicht: gelegentliches Bürsten genügt, eine professionelle Schur ist nicht nötig.

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Hund ist ausdauernd, sozial und über Belohnung gut trainierbar, doch der ausgeprägte, unabhängige Fährten- und Bewegungsdrang macht einen zuverlässigen Freilauf-Gehorsam anspruchsvoll und die Rasse ist sehr selten und schwer zu bekommen. Wer Grundwissen über Lerntheorie, realistische Erwartungen an den Rückruf auf einer Fährte, einen sicher eingezäunten Garten und viel Zeit für aktive Beschäftigung mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse häufig unterschätzt.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 600–2.500 € · laufend ca. 70–150 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund (französisch: Anglo-français de petite vénerie) entstand in Frankreich aus der Kreuzung alter französischer Meutehunde (Chien Courant) mit englischen Foxhounds — daher der Name »Anglo-Français«. Die FCI führt Frankreich als Ursprungsland; der gültige offizielle Standard Nr. 325 trägt das Publikationsdatum 26.01.1983 (deutsche Übersetzung 28.04.1997). Der französische Zusatz »petite vénerie« bezeichnet die Jagd auf Niederwild (petit gibier) — im Gegensatz zur »grande vénerie«, der berittenen Jagd auf Großwild. Der Laufhund wurde also für die Jagd zu Fuß bzw. in kleinen Meuten auf Hasen und anderes Niederwild selektiert, nicht für die große berittene Parforcejagd.

Zur Familie der Anglo-französischen Laufhunde zählen neben diesem mittelgroßen Vertreter drei deutlich größere Rassen: den Großen Anglo-Französischen Dreifarbigen Laufhund (FCI 322), den Großen Anglo-Französischen Weiß-Schwarzen Laufhund (FCI 323) und den Großen Anglo-Französischen Weiß-Orangen Laufhund (FCI 324). Alle drei stehen in der FCI-Sektion 1.1 (Große Laufhunde), messen laut Standard etwa 60–70 cm Widerristhöhe und besitzen jeweils einen eigenen, eigenständigen Standard — sie sind keine Größenvarianten, sondern eigenständige Rassen. Der hier beschriebene Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund (FCI 325) ist der kleinere Vertreter in der Sektion 1.2.

Die Rasse zählt zu den seltensten Hunderassen überhaupt — auch in Frankreich, ihrem Ursprungsland, ist sie wenig verbreitet und wird überwiegend von wenigen jagdlich orientierten Züchtern in kleinen Meuten gehalten. Der zuständige Rasseclub ist der Club de l’Anglo-Français de Petite Vénerie, der der Société Centrale Canine angeschlossen ist. Diese Seltenheit ist für die Haltung folgenreich: Nachwuchs ist schwer zu finden, und belastbare, rassespezifische Gesundheits- und Verhaltensdaten sind nur eingeschränkt verfügbar.

Im Erscheinungsbild folgt der Standard der Tradition der etablierten französischen Meutehunde: ausgeglichen und kräftig gebaut, aber ohne Schwere, mit langem, nicht zu breitem Kopf, sanft wirkenden braunen Augen und tief angesetzten, langen Hängeohren, die mindestens bis zwei Fingerbreit an den Nasenansatz reichen. Das Haarkleid ist kurz, dicht und glatt; zugelassen sind dreifarbige (weiß-schwarz-lohfarbene) sowie zweifarbig weiße Farbvarianten mit tabakfarbenem bzw. schwarzem Nasenschwamm.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard Nr. 325 beschreibt die Rasse in erster Linie über Erscheinungsbild und Verwendung — ein ausführlicher, wörtlicher Wesens-/Temperamentabschnitt fehlt im Originalstandard, anders als bei einigen anderen Rassen. Das Wesen lässt sich deshalb vor allem aus der Zuchtfunktion (Laufhund für die Niederwildjagd) ableiten: ausdauernd, unerschrocken und zielstrebig im Verfolgen einer Bodenfährte mit der Nase, dabei Laut gebend. Sekundärquellen beschreiben den Hund als ausgewogen, sozial und ausdauernd; als Meutehund war er über lange Zeit an das Arbeiten im Rudel gewöhnt, was eine grundsätzliche Verträglichkeit gegenüber Artgenossen begünstigt.

In der modifizierten Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleibt beim Laufhund die nase-geführte Verfolgung besonders stark ausgeprägt: Orientieren, Fixieren und Hinterherjagen bilden das funktionale Zentrum, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben und vom Hund nicht gefordert sind. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung der breiteren Coppinger-Literatur auf Laufhunde/Scent Hounds und kein wörtliches Zitat aus dem IHK-Modul, sie ist aber mit der im Standard beschriebenen Verwendung konsistent.

Für den Alltag bedeutet das: Die Rasse ist kein engangebundener Allround-Gehorsamshund, sondern ein Hund mit stark fokussiertem Nasen- und Verfolgungsverhalten. Da der FCI-Standard das Wesen nur implizit beschreibt, sollte die Charakterbeschreibung nicht überinterpretiert werden — die tatsächliche Ausprägung hängt stark von der jeweiligen Zuchtlinie, der Sozialisation und dem Training ab. Diese Hinweise sind hier ausdrücklich als Einordnung aus Funktion und Sekundärquellen gekennzeichnet, nicht als wörtliches Standardzitat.

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Erziehung & Beschäftigung

Als Laufhund mit starkem Nasen- und Verfolgungsdrang entspricht die artgerechteste Beschäftigung der ursprünglichen Funktion: kontrollierte Nasenarbeit, Fährtenarbeit bzw. Mantrailing sowie strukturierte Suchspiele. Diese Kanalisierung befriedigt die Anlage artgerecht und reduziert zugleich unerwünschtes eigenmächtiges »Auf-Fährte-Gehen« im Alltag. Positive Verstärkung mit hohem Belohnungswert funktioniert bei dieser Rasse zuverlässig; von Dominanzansätzen ist grundsätzlich abzuraten, da sie wissenschaftlich überholt sind und dem kooperativen, futterorientierten Lerntyp der Rasse widersprechen.

Beim Rückruf gilt wie bei anderen Laufhunden: Realistische Erwartungen sind entscheidend. Auf einer frischen, attraktiven Fährte treten andere Sinnesreize — auch Rückrufkommandos — stark in den Hintergrund; das ist keine Sturheit oder mangelnde Erziehung, sondern ein sensorischer Fokuszustand, der auf die Zuchtfunktion zurückgeht. Der Rückruf wird deshalb systematisch über eine Ablenkungs- und Distanzhierarchie aufgebaut, beginnend in reizarmer Umgebung; ein sicher eingezäunter Garten ist Grundvoraussetzung der Haltung, kein optionales Extra.

Der Begriff des Extinktionsbursts aus der Lerntheorie (Skinner) ist hier praktisch relevant: Wird ein zuvor belohntes Verhalten (z. B. Lautgeben für Aufmerksamkeit) nicht mehr verstärkt, nimmt es zunächst kurzzeitig zu, bevor es abklingt. Wer in genau diesem Moment nachgibt, verstärkt das Verhalten auf einem höheren Intensitätsniveau. Es hilft, statt nachzugeben eine alternative, erwünschte Handlung anzubieten, die verlässlich belohnt wird — etwa das Arbeiten an einem Dummy oder ein ruhiges Zielverhalten.

Hundeschulen mit Angeboten zu Rückruftraining unter Ablenkung sowie zu Nasenarbeit/Mantrailing sind für diese Rasse besonders empfehlenswert; die frühe und breite Sozialisation (primär 3.–12. Lebenswoche, Scott & Fuller 1965; je nach Quelle bis 14./16. Woche auslaufend) legt den Grundstein für ein ausgeglichenes Verhalten gegenüber Menschen und Artgenossen.

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Pflege & Gesundheit

Das kurze, dichte, glatte Haarkleid ist pflegeleicht: gelegentliches Bürsten genügt, eine professionelle Schur ist nicht nötig. Der entscheidende Pflegepunkt sind die langen, tief unter der Augenlinie angesetzten Hängeohren: Sie schränken die Luftzirkulation im Gehörgang ein, wodurch — wie bei vielen Laufhunden — Ohrenentzündungen (Otitis externa) zu den häufigsten praktischen Gesundheitsproblemen zählen. Eine regelmäßige, schonende Ohrkontrolle und gegebenenfalls Reinigung ist deshalb deutlich wichtiger als aufwendige Fellpflege.

Für diese seltene Rasse sind keine spezifischen, peer-reviewten Erbkrankheits-Studien auffindbar (Recherche 21.08.2026) — es liegt kein überdurchschnittliches, rassespezifisch dokumentiertes Erbkrankheitsrisiko vor; die Rasse gilt als robust und gesund. Wegen der Seltenheit ist die genetische Basis der Zuchtpopulation klein und entsprechende Daten sind begrenzt; ein verantwortungsvoller Züchter lässt seine Tiere auch ohne ausgeprägte bekannte Prädisposition auf rassetypische Probleme und den Standard treue Merkmale untersuchen. Die Rasse zählt nicht zu den typischen, in der Wissenschaft gut untersuchten Gesundheitsthemen.

Die redaktionelle Einordnung des Lexikons: Die Rasse weist keine für Qualzucht typischen Extremmerkmale im Sinne von § 11b TierSchG auf — keine Brachyzephalie, keine Chondrodystrophie, keine exzessiven Hautfalten, kein Extrem-Zwergwuchs, keine Merle-/Weißzucht-Problematik. Sie ist damit nicht als Qualzucht-relevante Rasse einzustufen; die abschließende behördliche Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den zuständigen Behörden. Wer einen Welpen sucht, sollte wegen der Seltenheit frühzeitig und gezielt bei anerkannten Züchtern anfragen und Wert auf nachvollziehbare Zuchtlinie, Gesundheitsuntersuchungen und Sozialisationsumfeld legen.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt gut geeignet: Der Hund ist sozial und verträglich, aber als Jagdhund mit starkem Bewegungs-, Nasen- und Laut-Bedarf braucht er einen sicheren Garten und viel aktive Beschäftigung — das kann nicht jede Familie dauerhaft leisten; zudem ist die Rasse sehr selten und schwer zu bekommen.
  • Einsteiger: Machbar, aber kein Selbstläufer: Die Lernfreudigkeit und die Belohnungsmotivation erleichtern die Grunderziehung, doch der ausgeprägte Fährten- und Bewegungsdrang sowie die realistische Rückruf-Erwartung stellen hohe Anforderungen an Grundwissen und Zeitbudget — wer das vorab einplant, kommt gut zurecht.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet: Ausdauer, Nasenarbeit, Mantrailing sowie jagdnahe Beschäftigung entsprechen der ursprünglichen Funktion der Rasse; sportlich aktive Halter können die Anlage artgerecht und auslastend bedienen.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet ohne Unterstützung: Der hohe Bewegungsbedarf, der ausgeprägte Fährten- und Laut-Trieb sowie das anspruchsvolle Freilauf-Management stellen für wenig aktive Halter eine reale Herausforderung dar.

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Professionelle Fellpflege
Das kurze, dichte, glatte Haarkleid ist pflegeleicht: gelegentliches Bürsten genügt, eine professionelle Schur ist nicht nötig.
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
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Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
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Einmalig
Anschaffung
Erstausstattung
Monatlich
FutterFutter-Empfehlung folgt
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Laufende Kosten / Monat
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Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

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Der Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund wurde über Generationen selektiv auf eigenständiges, ausdauerndes Verfolgen einer Bodenfährte gezüchtet — als Laufhund für die Niederwildjagd musste er ohne ständige Rückversicherung eines Hundeführers arbeiten. In der modifizierten Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – …

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Häufige Fragen zum Mittelgroßer Anglo-Französischer Laufhund

Ist der Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Die Belohnungsmotivation erleichtert die Grunderziehung, doch der ausgeprägte, unabhängige Fährten- und Bewegungsdrang macht einen zuverlässigen Freilauf-Gehorsam anspruchsvoll — und die Rasse ist sehr selten und schwer zu bekommen. Mit realistischem Zeitbudget, Grundwissen zu Lerntheorie und einem sicher eingezäunten Garten ist sie machbar, aber kein Anfänger-Selbstläufer.

Wie groß und wie schwer wird diese Rasse?

Laut FCI-Standard beträgt die Widerristhöhe 48–56 cm (Toleranz ±2 cm bei hervorragenden Hunden), ohne Trennung nach Geschlecht. Der Standard macht keine Gewichtsvorgabe; die gängige Praxis-Spanne liegt bei etwa 18–25 kg für Rüden und etwas leichter für Hündinnen — als Richtwert zu verstehen, da die Sekundärquellen hier variieren.

Bellt der Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund viel?

Zu unterscheiden ist das Lautgeben bei der Jagd bzw. Nasenarbeit (das typische »Geben« bzw. Bellen/Heulen auf der Fährte, historisch funktional, damit der Jäger den Hund orten kann) vom Bellen im Alltag, etwa zur Aufmerksamkeit oder gegenüber Umgebungsreizen. Letzteres ist kein »vererbter Jagdtrieb«, sondern gelerntes Verhalten, das über Auslöser und Verstärkung entsteht — es lässt sich über Training, Auslastung und Konsequenz steuern. Wer eine sehr ruhige Wohnungshaltung erwartet, sollte die Rasse kritisch prüfen.

Ist der Mittelgroße Anglo-Französische Laufhund ein Listenhund?

Nein. Die Rasse steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde — weder auf der bundesweit einreisebeschränkten Liste noch auf einer der landesrechtlichen Rasselisten. Die Haftpflicht- und Halterpflichten richten sich nach dem jeweiligen Bundesland, nicht nach einer Rasseliste.

Wie viel Bewegung und Beschäftigung braucht die Rasse?

Sehr viel. Als Laufhund hat der Hund einen hohen Bewegungsbedarf und braucht zusätzlich gezielte geistige Auslastung über Nasenarbeit (Fährtenarbeit/Mantrailing) — ausgedehnte Spaziergänge allein reichen oft nicht, strukturierte Such- und Nasenspiele sind die artgerechteste Ergänzung und beugen zugleich eigenmächtigem »Auf-Fährte-Gehen« vor.

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