Petit Basset Griffon Vendéen

Petit Basset Griffon Vendéen – Rasseportrait

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.3 · Kleine Laufhunde, mit Arbeitsprüfung

Petit Basset Griffon Vendéen

Der Petit Basset Griffon Vendéen stammt aus der Vendée im Westen Frankreichs — einer Region mit dichtem, dornigem Buschwerk, für die ein zäher, rauhaariger Laufhund entwickelt wurde. Wichtig zu wissen: Primäres Offenwinkelglaukom (POAG): erbliche Form mit identifizierter ADAMTS17-Genmutation (Forman et al. 2015, PLOS ONE; bei der Rasse die am besten dokumentierte Erbkrankheit, laut Studienlage mit der Selektion auf niedrige Körperhöhe assoziiert — Ricketts et al. 2019).

Größe

♂ 34–38 cm · ♀ 34–38 cm

Gewicht

♂ 11–18 kg · ♀ 11–18 kg

Lebenserwartung

12–14 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 70–165 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.3 (Kleine Laufhunde, mit Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 67 — 09.01.1999 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards; deutsche Übersetzung vom 15.10.1999, englische Fassung vom 14.02.2001)

Herkunft

Frankreich (Vendée, Westfrankreich)

Größe

Rüde: 34–38 cm Widerristhöhe (FCI-Standard: 34–38 cm mit einer Toleranz von 1 cm mehr oder weniger; der Standard nennt keine geschlechtsspezifische Trennung, die Spanne gilt für Rüde und Hündin gleichermaßen) · Hündin: 34–38 cm Widerristhöhe (identische FCI-Vorgabe wie beim Rüden; keine eigene Größenvorgabe für Hündinnen im Standard)

Gewicht

Rüde: ca. 11–18 kg (der FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; Praxis-Richtwert AKC: 25–40 lb bzw. ca. 11–18 kg für die Gesamtrasse, Rüden tendenziell im oberen Bereich) · Hündin: ca. 11–18 kg (keine FCI-Vorgabe; Praxis-Richtwert AKC 25–40 lb / ca. 11–18 kg für die Gesamtrasse — Hündinnen liegen in der Praxis meist etwas darunter, eine belastbare geschlechtsspezifische Quelle wurde nicht gefunden, unsicher, weitere Prüfung empfohlen)

Lebenserwartung

12–14 Jahre (Quellen variieren: AKC und Wikipedia nennen 12–14 Jahre, einzelne europäische Rasseportale bis zu 15 Jahre; keine peer-reviewte PBGV-spezifische Mortalitätsstudie gefunden — die Angabe stützt sich auf verbreitete Sekundärquellen)

Fellfarben

Laut FCI-Standard Nr. 67: schwarz mit weißer Scheckung (weiß-schwarz); schwarz mit falbfarbenen Abzeichen (schwarz-rot); schwarz mit sandfarbenen Abzeichen; falbfarben mit weißer Scheckung (weiß-orange); falbfarben mit schwarzem Mantel und weißer Scheckung (tricolor); falbfarben schwarz gewolkt; sandfarben schwarz gewolkt mit weißer Scheckung; sandfarben schwarz gewolkt. Herkömmliche Bezeichnungen: Hasenfarbe, Wolfsfarbe, Dachsfarbe oder Wildschweinfarbe. Einfarbig schwarzes oder weißes Haarkleid ist laut Standard ein disqualifizierender Fehler.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard fasst das Wesen des Petit Basset Griffon Vendéen in einem berühmten Satz zusammen: »Ein Teufel im Gelände, ein Engel zu Hause.« Er sei ein …

Pflegeaufwand

Mittel — Das raue, harte, dichte Haarkleid des Petit Basset Griffon Vendéen ist wetterbeständig und schützt in dornigem Gelände, braucht aber regelmäßige Pflege: häufiges Bürsten und …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Petit Basset Griffon Vendéen ist freundlich, fröhlich und über Futter wie über Nasenarbeit gut belohnungsmotiviert, was die Grunderziehung erleichtert — seine selektiv gezüchtete, eigenständige Jagd- und Fährtenarbeit macht einen zuverlässigen Freilauf-Rückruf aber zu einer anspruchsvollen Trainingsaufgabe, und das raue Fell braucht regelmäßige Pflege. Wer Grundwissen über Lerntheorie, realistische Erwartungen an den Rückruf auf einer Fährte und einen sicher eingezäunten Garten mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse häufig unterschätzt.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 600–2.500 € · laufend ca. 70–165 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Petit Basset Griffon Vendéen stammt aus der Vendée im Westen Frankreichs — einer Region mit dichtem, dornigem Buschwerk, für die ein zäher, rauhaariger Laufhund entwickelt wurde. Der Name setzt sich aus drei Teilen zusammen: »Basset« für den tiefgestellten Hund mit kurzen Beinen, »Griffon« für das raue, drahtige Haarkleid und »Vendéen« für die Herkunftsregion. Sein historischer Auftrag war die Jagd zu Fuß: Als Gehilfe des Jägers bei der Büchsenjagd in mittelgroßen Revieren spezialisierte er sich auf die Hasenjagd, wobei er — wie es der FCI-Standard formuliert — auch keinem anderen Wild entkommt.

Lange Zeit teilten die kleinen Bassets Griffon Vendéen denselben Standard wie die großen Bassets; Unterschiede gab es nur in der Größe (von 34 bis 38 cm). Das Ergebnis ihres Einsatzes war laut Standardtext jedoch nicht sehr glänzend, denn sie waren halb-krummbeinig und ebenso schwer wie die großen Bassets. Deshalb schuf ihnen M. Abel Dezamy einen eigenen Standard. Paul Daubigné beschrieb die neue Definition so: »Dies ist nicht länger ein durch bloße Verringerung der Körpergröße geschaffener Petit Vendéen, sondern ein in allen Proportionen und Körpermassen harmonisch reduzierter kleiner Basset, der auf natürliche Weise mit all jenen Charaktereigenschaften ausgestattet ist, die die Jagdleidenschaft voraussetzt.« Eine Meute Petits Bassets errang die erste Französische Meisterschaft auf Hasen.

Heute wird die Rasse in Frankreich weiterhin als Meutehund geführt, hat sich international aber auch als Familien- und Begleithund etabliert — der American Kennel Club erkannte sie 1990 an (Sekundärquelle). Der gültige FCI-Standard Nr. 67 wurde am 09.01.1999 publiziert (deutsche Übersetzung vom 15.10.1999). Der Zusatz der FCI-Klassifikation »mit Arbeitsprüfung« (Sektion 1.3) verweist darauf, dass die Rasse in ihren Ursprungsländern weiterhin auf Jagdtauglichkeit geprüft wird.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard fasst das Wesen des Petit Basset Griffon Vendéen in einem berühmten Satz zusammen: »Ein Teufel im Gelände, ein Engel zu Hause.« Er sei ein leidenschaftlicher Jäger, mutig, liebe Dornenhecken und Gestrüpp und sei gehorsam, aber eigensinnig und voller Passion. Diese Beschreibung ist das Ergebnis einer über Generationen gezielt geförderten Funktion: Als Laufhund wurde der PBGV nicht auf engen Blickkontakt und sofortige Kommandofolge selektiert, sondern auf eigenständiges, ausdauerndes Verfolgen einer Bodenfährte in einiger Entfernung vom Jäger.

In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die ersten Glieder — Orientieren, Fixieren, Hinterherjagen — besonders stark ausgeprägt und werden eigenständig zum zentralen Rassemerkmal, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung auf Basis der breiteren Coppinger-Literatur zu Laufhunden/Scent Hounds und kein wörtliches Zitat aus Modul 4a, sie ist aber mit der im FCI-Standard beschriebenen Funktion konsistent. Dazu gehört auch das rassetypische »Lautgeben« (Baying): Sobald die Nase eine Fährte aufgenommen hat, gibt der Hund Laut, damit der Jäger ihn akustisch orten kann — im Alltag als Begleithund wird genau dieses Verhalten häufig als störend empfunden, obwohl es ein funktionales Kommunikationsmittel ist.

Der vom Standard benannte »Eigensinn« ist verhaltenswissenschaftlich kein Charakterurteil über Dominanz oder Trotz: Eigenständige Fährtenarbeit bedeutet, dass Duftreize einen extrem hohen Verstärkerwert besitzen und andere Reize — einschließlich Rückrufen — in diesen Momenten stark in den Hintergrund treten. Hinzu kommt eine anatomische Besonderheit: Das raue Fell, der starke Bart und die langen, tief angesetzten Hängeohren dämpfen feine Körpersprachsignale wie aufgestelltes Nackenfell oder Ohrenbewegungen erheblich — die Ausdrucksfähigkeit der Rasse ist für Menschen schwerer lesbar als bei kurzhaarigen Rassen (vgl. Feddersen-Petersen zu zuchtbedingt reduzierten mimischen Displays). Als Meutehund ist der PBGV überwiegend gesellig gegenüber Artgenossen und im Haus ein freundlicher, fröhlicher Begleiter.

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Erziehung & Beschäftigung

Die starke Futter- und Nasenmotivation des Petit Basset Griffon Vendéen macht positive Verstärkung besonders wirksam — Belohnungstraining funktioniert bei dieser Rasse in der Regel sehr zuverlässig, idealerweise mit einem Teil der Tagesration oder kleinen, kalorienbewusst dosierten Leckerlis, da die Rasse mit einem dokumentierten Adipositas-Risiko vieler Laufhunde nicht als übermäßig futterfixiert gilt, aber wie fast alle Hunde Kalorien schnell in Gewicht umsetzt.

Beim Rückruf gilt: Realistische Erwartungen sind wichtiger als bei vielen anderen Rassen. Da der PBGV selektiv auf eigenständiges, vom Hundeführer entferntes Fährtenarbeiten gezüchtet wurde, ist ein hundertprozentig zuverlässiger Freilauf-Gehorsam in der Nähe einer interessanten Fährte kaum realistisch zu erreichen — das ist keine Frage von Sturheit oder mangelndem Training, sondern eine strukturelle Eigenschaft der Rasse. Der Rückruf sollte systematisch über eine Ablenkungs- und Distanzhierarchie aufgebaut werden, beginnend in reizarmer Umgebung; eine sichere, lückenlose Einzäunung des Gartens ist dabei keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung der Haltung. Die primäre Sozialisationsphase (ca. 3.–12. Lebenswoche) sollte für positive Erfahrungen mit Menschen, Artgenossen und Alltagsreizen genutzt werden — negative Erlebnisse wirken in dieser Phase stärker als später.

Am besten entspricht der ursprünglichen Zuchtbestimmung eine gezielte Kanalisierung des Fährteninstinkts: Nasenarbeit, Fährten- bzw. Mantrailing-Übungen und kontrollierte Suchspiele bieten artgerechte geistige Auslastung und reduzieren gleichzeitig unerwünschtes eigenmächtiges Auf-Fährte-Gehen im Alltag. Von Dominanzansätzen wird grundsätzlich abgeraten — sie sind wissenschaftlich überholt (Mech/Boitani) und für den kooperativen, reizorientierten Lerntyp dieser Rasse wenig zielführend. Hundeschulen mit Angeboten zu Rückruftraining unter Ablenkung sowie zu Nasenarbeit/Mantrailing sind für diese Rasse besonders empfehlenswert.

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Pflege & Gesundheit

Das raue, harte, dichte Haarkleid des Petit Basset Griffon Vendéen ist wetterbeständig und schützt in dornigem Gelände, braucht aber regelmäßige Pflege: häufiges Bürsten und Kämmen (idealerweise mehrmals pro Woche) sowie zwei- bis dreimal jährlich ein Trimmen beziehungsweise Handstripping, damit das abgestorbene Deckhaar entfernt wird. Eine professionelle Schur wie bei lockigen Rassen ist nicht nötig; die Pflegeintensität liegt damit im mittleren Bereich. Bart und langes Behanghaar sollten nach dem Fressen und bei Verschmutzung gereinigt, die langen Hängeohren regelmäßig kontrolliert werden, da sie die Luftzirkulation im Gehörgang einschränken und die Rasse — wie viele Hängeohr-Laufhunde — anfällig für Ohrenerkrankungen ist (keine PBGV-spezifische Prävalenzstudie gefunden, allgemeine Laufhund-Thematik).

Das am besten dokumentierte Gesundheitsrisiko der Rasse ist das primäre Offenwinkelglaukom (POAG): Eine erbliche Form, für die eine ursächliche Genmutation in ADAMTS17 identifiziert wurde (Forman et al. 2015, PLOS ONE). Eine Folgestudie zeigte, dass die Glaukom-assoziierten ADAMTS17-Varianten in zwei Hunderassen auch mit der Körperhöhe assoziiert sind — die Selektion auf den niedrigbeinigen Basset-Typ könnte demnach zur erhöhten Glaukom-Häufigkeit beigetragen haben (Ricketts et al. 2019, Canine Medicine and Genetics). In der Zucht sind Augenuntersuchungen und Gentests entsprechend etabliert; Halter sollten auf regelmäßige augenärztliche Kontrollen achten.

Weitere rassetypisch benannte Themen: idiopathische Epilepsie, für die 2021 die erste PBGV-spezifische Genom-weite Assoziationsstudie publiziert wurde (Bruun et al., Animal Genetics), sowie Hypothyreose (in Rasseportalen wiederkehrend genannt, aber ohne PBGV-spezifische peer-reviewte Prävalenzstudie — unsicher, weitere Prüfung empfohlen). Hüftgelenksdysplasie wird in Zuchtprogrammen geröntgt, tritt insgesamt aber eher selten auf; Patellaluxation ist als allgemeine Tendenz kleinerer Rassen bekannt. Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Die Rasse zeigt keine der für Qualzucht typischen Übertreibungen (keine Brachyzephalie, keine Chondrodystrophie im Sinne eines Standardmerkmals, keine Extrem-Miniaturisierung) — der Standard verlangt sogar ausdrücklich funktional und klinisch gesunde Zuchttiere und wertet krumme Gliedmaßen als disqualifizierenden Fehler. Die dokumentierte Glaukom- und Epilepsie-Häufung ist eine Erbkrankheits-Belastung, die im Kostenrechner über den Risikoaufschlag abgebildet wird; eine Bewertung nach § 11b TierSchG obliegt den zuständigen Behörden.

Für wen geeignet?

  • Familien: Gut geeignet: fröhlich, verträglich und in der Regel kinderfreundlich — wegen der ausgeprägten Fährten- und Jagdneigung braucht der Garten aber eine sichere, lückenlose Einzäunung, und die Lautfreude sollte Nachbarn betreffend eingeplant werden.
  • Einsteiger: Machbar mit Grundwissen: Freundlichkeit und Belohnungsmotivation erleichtern die Grunderziehung, ein zuverlässiger Freilauf-Rückruf auf einer Fährte ist aber selbst mit gutem Training kaum realistisch — wer das vorab einplant und die rauhaarige Fellpflege akzeptiert, kommt gut zurecht.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet, insbesondere für Nasenarbeit, Mantrailing, Fährtensport und ausgedehnte, bewegungsreiche Spaziergänge — der hohe Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf der Rasse wird hier artgerecht bedient.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet ohne Unterstützung: Der hohe Bewegungsbedarf, die ausgeprägte Lautfreude und die Flucht-/Fährtenneigung ohne sicheren Garten stellen für wenig aktive Halter reale Herausforderungen dar.

Verhaltenswissenschaft

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Alleinstellungsmerkmal

Was kostet ein Petit Basset Griffon Vendéen wirklich?

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Gesundheitsrisiko erhöht
Primäres Offenwinkelglaukom (POAG): erbliche Form mit identifizierter ADAMTS17-Genmutation (Forman et al. 2015, PLOS ONE; bei der Rasse die am besten …
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Professionelle Fellpflege
Das raue, harte, dichte Haarkleid des Petit Basset Griffon Vendéen ist wetterbeständig und schützt in dornigem Gelände, braucht aber regelmäßige Pflege: häufiges Bürsten und Kämmen (idealerweise mehrmals pro Woche) …
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
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Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
BERECHNET
Einmalig
Anschaffung
Erstausstattung
Monatlich
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Fellpflege
Jährlich
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Laufende Kosten / Monat
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Hochgerechnet auf Lebenszeit

Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

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Der Petit Basset Griffon Vendéen wurde in der Vendée über Generationen gezielt auf eine Aufgabe selektiert: als Laufhund (Basset) die Hasenjagd in mittelgroßen Revieren zu Fuß zu unterstützen — eigenständig, ausdauernd und in einiger Entfernung vom Jäger. In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – …

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Häufige Fragen zum Petit Basset Griffon Vendéen

Ist der Petit Basset Griffon Vendéen anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Freundlichkeit und Belohnungsmotivation machen die Grunderziehung über positive Verstärkung vergleichsweise einfach, ein zuverlässiger Freilauf-Rückruf auf einer Fährte gehört aber zu den anspruchsvollsten Trainingszielen überhaupt — dazu kommt die regelmäßige Pflege des rauen Fells. Mit realistischen Erwartungen, Grundwissen zu Lerntheorie und einem sicher eingezäunten Garten ist die Rasse gut machbar.

Warum hört mein Petit Basset Griffon Vendéen beim Spaziergang manchmal gar nicht mehr auf mich?

Sein extrem ausgeprägter Geruchssinn und die selektiv gezüchtete, eigenständige Fährtenarbeit lassen auf einer frischen Spur andere Sinnesreize, einschließlich Rückrufkommandos, stark in den Hintergrund treten — das ist kein Ungehorsam, sondern ein sensorischer Fokuszustand, den die Zucht als Jagdeigenschaft bewusst gefördert hat (der FCI-Standard nennt die Rasse dafür »eigensinnig«).

Wie aufwendig ist die Fellpflege beim Petit Basset Griffon Vendéen?

Mittel: Das raue, harte Haarkleid sollte mehrmals pro Woche gebürstet und gekämmt werden, zwei- bis dreimal jährlich ist ein Trimmen beziehungsweise Handstripping sinnvoll, damit abgestorbenes Deckhaar entfernt wird. Eine Schur wie bei lockigen Rassen ist nicht nötig; Bart und Hängeohren brauchen regelmäßige Kontrolle und Reinigung.

Ist der Petit Basset Griffon Vendéen ein Listenhund?

Nein. Der Petit Basset Griffon Vendéen steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde — weder bundesweit noch landesrechtlich (Stand 08/2026).

Warum ist Glaukom beim Petit Basset Griffon Vendéen ein Thema?

Die Rasse trägt eine erbliche Form des primären Offenwinkelglaukoms, für die eine ursächliche Mutation im ADAMTS17-Gen identifiziert wurde (Forman et al. 2015). Eine Studie von 2019 zeigt zudem, dass die Glaukom-assoziierten Mutationen mit der Körperhöhe zusammenhängen — die Selektion auf den kurzen Basset-Typ könnte die Glaukom-Häufigkeit begünstigt haben. Augenuntersuchungen und Gentests sind in der Zucht etabliert; Halter sollten regelmäßige augenärztliche Kontrollen einplanen.

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