Petit Bleu de Gascogne

Petit Bleu de Gascogne – Rasseportrait

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.2 · Mittelgroße Laufhunde, mit Arbeitsprüfung

Petit Bleu de Gascogne

Der Petit Bleu de Gascogne (Small blue Gascony) ist laut FCI-Standard eine beabsichtigte, eng mit der Arbeit verbundene Verkleinerung des Grand Bleu de Gascogne: Während der große Grand Bleu historisch für die Jagd auf Wolf, Bär und Wildschwein in berittenen Meuten eingesetzt wurde, entstand der kleinere Petit Bleu … Wichtig zu wissen: Rassespezifisch dokumentiert ist bislang vor allem ein Einzelfall-Bericht: Then et al. 2025 (Genes 16(11):1370, peer-reviewed) beschreiben eine NCL-ähnliche (neuronal ceroid lipofuscinosis-artige) neurodegenerative Erkrankung bei einem Petit Bleu de Gascogne mit homozygoten Missense-Varianten in …

Größe

♂ 52–58 cm · ♀ 50–56 cm

Gewicht

♂ 18–25 kg · ♀ 18–25 kg

Lebenserwartung

10–12 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 70–160 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde, mit Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 31 — 01.08.2023 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards laut fci.be; deutsche Fassung vom 29.08.2023; englische Fassung vom 29.08.2023; endgültige Anerkennung durch die FCI laut Nomenklatur: 23.10.1963)

Herkunft

Frankreich (Gascogne, Südwesten Frankreichs)

Größe

Rüde: 52–58 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 31) · Hündin: 50–56 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 31)

Gewicht

Rüde: ca. 18–25 kg (Praxis-Richtwert; der FCI-Standard macht keine Gewichtsvorgabe; Quellen variieren — Petplan nennt 18–23 kg, World Dog Finder 18–21 kg, Wikipedia DE nennt bis 26 kg) · Hündin: ca. 18–25 kg (Praxis-Richtwert; FCI macht keine Gewichtsvorgabe; Hündinnen liegen bei gleicher Widerristhöhen-Vorgabe tendenziell im unteren Bereich der Spanne — als Richtwert, nicht als exakte Zahl zu verstehen)

Lebenserwartung

10–12 Jahre (übereinstimmende Praxis-Spanne laut Royal Canin und Petplan; World Dog Finder nennt 11–12 Jahre, Basepaws 10–14 Jahre; eine peer-reviewte, rassespezifische Lebenserwartungsstudie wurde nicht gefunden — die Spanne ist als Richtwert aus Sekundärquellen zu verstehen)

Fellfarben

Laut FCI-Standard Nr. 31: vollständig (schwarz-weiß) getüpfelt, was einen schieferblauen Schimmer verleiht, mit oder ohne mehr oder minder ausgedehnte schwarze Platten. Jede Kopfseite trägt im Allgemeinen zwei schwarze Flecken, die den Behang bedecken, die Augen einfassen und auf den Wangen enden; auf dem Schädeldach fließen sie nicht zusammen, sondern lassen einen weißen Zwischenraum, in dessen Mitte sich häufig ein kleiner ovaler schwarzer Fleck findet — laut Standard typisch für die Rasse. Zwei mehr oder weniger intensiv lohfarbene Abzeichen finden sich über den Augenbrauen als Vieräugelfleck (im Englischen ‚quatreoeuillé‘-Effekt). Spuren von Lohfarbe finden sich ebenso auf den Wangen, den Lefzen, auf der Innenseite des Behangs, auf den Gliedmaßen und unter der Rute. Haut: geschmeidig, schwarz oder stark mit dunklen Flecken marmoriert, nie ganz weiß; Schleimhäute (haarlose Zonen) schwarz.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Petit Bleu de Gascogne als Hund mit »guter Nase«, gründlicher Art zu jagen, »schöner Stimme« und leichter Einordnung in die …

Pflegeaufwand

Gering — Das kurze, dichte, sehr wetterfeste Haar des Petit Bleu de Gascogne ist pflegeleicht: gelegentliches Bürsten reicht aus, eine Schur ist nicht nötig (Royal Canin: »minimal …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Petit Bleu de Gascogne ist anschmiegsam, ausgeglichen und über Futter und die Gelegenheit zum Fährtenarbeiten gut belohnungsmotiviert, was die Grunderziehung erleichtert — sein eigenständiger, fährtengetriebener Arbeitscharakter mit hohem Bewegungsbedarf, lauter Stimme und ausgeprägter Meute-Sozialität stellt aber hohe Anforderungen an Wissen und Rahmenbedingungen. Wer Laufhunderfahrung, Grundwissen über Lerntheorie, einen sicher eingezäunten ländlichen Garten und viel Zeit für Bewegung und Nasenarbeit mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse schnell unterschätzt oder unterfordert gehalten.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 23.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 600–2.500 € · laufend ca. 70–160 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Petit Bleu de Gascogne (Small blue Gascony) ist laut FCI-Standard eine beabsichtigte, eng mit der Arbeit verbundene Verkleinerung des Grand Bleu de Gascogne: Während der große Grand Bleu historisch für die Jagd auf Wolf, Bär und Wildschwein in berittenen Meuten eingesetzt wurde, entstand der kleinere Petit Bleu für die Jagd zu Fuß auf Niederwild — sein bevorzugtes Wild ist der Hase. Der FCI-Standard führt die Rasse offiziell unter dem französischen Namen Petit Bleu de Gascogne; die deutsche FCI-/VDH-Bezeichnung lautet Kleiner Blauer Gascogne-Laufhund, der englische FCI-Name Small blue Gascony.

Die genaue Entstehungsgeschichte wird in den Quellen unterschiedlich erzählt: Das VDH-Rasselexikon berichtet, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts einige Jäger aus dem Südwesten Frankreichs die Rasse durch Selektion der kleinsten Exemplare aus den Würfen ihrer Grand Gascon Saintongeois schufen, anfangs hauptsächlich für die Parforcejagd auf den Hasen. Der FCI-Originalstandard selbst nennt dagegen den Grand Bleu de Gascogne als Ausgangspunkt der Verkleinerung — beide Versionen werden hier transparent nebeneinander geführt, da sich die Quellen nicht eindeutig vereinbaren lassen. Die deutsche Wikipedia ergänzt, dass die Rasse jahrelang als ausgestorben galt und französische Züchter sie Mitte des 20. Jahrhunderts rekonstruierten; der britische Kennel-Club-nahe Standard des UKC (Anerkennung 1991) verweist auf die alte Abstammungslinie der französischen Laufhunde der Gascogne.

Ein wichtiges Missverständnis klärt der Name selbst auf: »Petit« bezieht sich nach übereinstimmender kynologischer Darstellung (u. a. Wikipedia EN unter Verweis auf den Rassestandard und Clark & Brace 1995) auf das Niederwild — »kleines Wild« —, nicht auf die Größe des Hundes. Der Petit Bleu ist ein mittelgroßer Laufhund (52–58 cm), kein kleiner Hund. Der Namensbestandteil »Bleu« verweist auf die schieferblaue Tüpfelung des Fells, die mit dem Grand Bleu geteilt wird.

In Frankreich ist die Rasse bis heute eine reine Arbeitsrasse: Der Club du Bleu de Gascogne, Gascon-Saintongeois, Ariégeois betreut den Petit Bleu neben den übrigen Bleu-Familien-Rassen; der deutsche Verein für Französische Laufhunde e.V. (CCF, gegründet 1974) ist für die Rasse in Deutschland zuständig und führt sie im VDH. Die endgültige Anerkennung durch die FCI erfolgte laut Nomenklatur am 23.10.1963; der heute gültige Standard Nr. 31 datiert auf den 01.08.2023 (deutsche Fassung 29.08.2023).

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Petit Bleu de Gascogne als Hund mit »guter Nase«, gründlicher Art zu jagen, »schöner Stimme« und leichter Einordnung in die Meute; sein Charakter wird als ruhig und anschmiegsam beschrieben, er folgt Anweisungen leicht. Diese Beschreibung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer jahrhundertealten Funktionszucht: Als mittelgroßer Laufhund (Scent Hound) wurde er darauf selektiert, in der Meute eigenständig und ausdauernd einer Bodenfährte zu folgen, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben.

In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die vorderen Glieder — Orientieren, Fixieren, Hinterherjagen — besonders stark ausgeprägt und werden zum eigenständigen, dominanten Verhaltensmuster. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung auf Basis der breiteren Coppinger-Literatur zu Laufhunden/Scent Hounds und kein wörtliches Zitat aus Modul 4a, sie ist aber mit der im FCI-Standard beschriebenen Funktion konsistent.

Die »schöne Stimme« ist funktional: Sie trägt in dicht bewachsenem Gelände weit und dient der akustischen Ortung durch Jäger und Meute. Französische Jäger nennen die Bleu-Hunde den »Musiker« unter den Laufhunden (VDH 02/2017). Gegenüber Menschen ist die Rasse anschmiegsam und ausgeglichen (Royal Canin: »calm, loving, obedient«); die starke Meute-Sozialität zeigt sich im ausgeprägten Sozialverhalten unter Artgenossen — der CCF-Vorsitzende Ulrich Feindt beschreibt französische Laufhunde als »echte Pazifisten«, deren rassetypische Lebhaftigkeit und Mut sich am besten in der Meute entwickeln und in Einzelhaltung deutlich zurückgehen (VDH 02/2017). Im Haus ist der Petit Bleu laut Basepaws in der Regel ruhig und entspannt — das ruhige Zuhause-Verhalten und die hohe Jagderregung auf der Fährte sind zwei Seiten derselben selektierten Rasse.

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Erziehung & Beschäftigung

Der Petit Bleu de Gascogne ist ein kooperativer, aber eigenständiger Lerner: Er reagiert besonders gut auf Training mit hohem Verstärkerwert — Futter und vor allem die Gelegenheit, einer Fährte zu folgen. Reine Gehorsamsübungen »um ihrer selbst willen« liegen ihm fern; Lernerfolge entstehen über konsequente positive Verstärkung, gute Gewohnheiten von Anfang an und Management, das unerwünschtes Lernen verhindert. Von Dominanzansätzen wird grundsätzlich abgeraten — sie sind wissenschaftlich überholt (Mech/Boitani) und für den kooperativen Lerntyp der Rasse wenig zielführend.

Der Bewegungsbedarf ist hoch: Für französische Laufhunde sind ein bis drei Stunden Bewegung an der Tagesordnung (VDH 02/2017), und ausreichende Bewegungsmöglichkeit ist laut CCF eine unabdingbare Haltungsvoraussetzung. Ein zuverlässiger Freilauf-Rückruf auf frischer Fährte ist kaum realistisch zu erreichen — Witterungsreize besitzen einen extrem hohen Verstärkerwert und überblenden in der Situation andere Signale. Das ist kein Ungehorsam, sondern lerntheoretisch erklärbar: Der Rückruf sollte systematisch über eine Distanz-/Ablenkungshierarchie aufgebaut werden, beginnend in reizarmer Umgebung, und eine sichere, lückenlose Einzäunung ist Grundvoraussetzung der Haltung.

Am artgerechtesten ist die gezielte Kanalisierung des Fährteninstinkts: Fährtenarbeit, Mantrailing, Nasenarbeit und kontrollierte Suchspiele bieten die passende geistige Auslastung; mit entsprechender Ausbildung eignen sich viele hochläufige Laufhunde laut VDH auch für Rettungshund-, Therapiehund- und Mantrailing-Einsätze. Die primäre Sozialisationsphase (ca. 3.–12. Lebenswoche, Scott & Fuller 1965) sollte bei dieser Rasse konsequent für Kontakte mit Menschen, Artgenossen und Alltagssituationen genutzt werden — als Meutehund mit ausgeprägtem Sozialverhalten profitiert der Petit Bleu zudem besonders von strukturiertem Artgenossen-Kontakt.

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Pflege & Gesundheit

Das kurze, dichte, sehr wetterfeste Haar des Petit Bleu de Gascogne ist pflegeleicht: gelegentliches Bürsten reicht aus, eine Schur ist nicht nötig (Royal Canin: »minimal grooming«). Wichtig sind regelmäßige Kontrollen der langen, hängenden Behänge (Luftzirkulation im Gehörgang, Reinigung) sowie der Pfoten (Gräser, Kletten, Verletzungen im Gelände) — typische Laufhunde-Themen, die auch Petplan als indikative Prädispositionen nennt (Ohrenentzündungen, Jagdverletzungen; zusätzlich Hüftgelenksdysplasie, Augenprobleme und Übergewicht — kommerzielle Liste, tierärztlich zu validieren).

Rassespezifisch dokumentiert ist bislang vor allem ein Einzelfall-Bericht: Then et al. 2025 (Genes 16(11):1370, peer-reviewed) beschreiben eine NCL-ähnliche (neuronal ceroid lipofuscinosis-artige) neurodegenerative Erkrankung bei einem Petit Bleu de Gascogne, der im Alter von etwa 23 Monaten wegen progredienter neurologischer Symptome (Hinterhandschwäche, Ataxie, Angst-/Halluzinations-Episoden, fortschreitender Sehverlust) euthanasiert wurde; das Genom zeigte homozygote Missense-Varianten in AP3B1 und TRAPPC9. Ein Screening gesunder Rassevertreter fand Hunde, die homozygot für je eine der beiden Varianten sind, aber keinen weiteren homozygot für beide — die Autoren vermuten einen digenen/oligogenen Mechanismus. Ein einzelner Fallbericht belegt keine Häufung in der Population; Interessenten können das Thema beim Züchter und Tierarzt ansprechen. Der DNA-Test-Anbieter Basepaws empfiehlt für die Rasse zudem Tests auf Hyperurikosurie, Degenerative Myelopathie und progressive Rod-Cone-Degeneration — für keine dieser Erkrankungen liegt eine rassespezifische peer-reviewte Häufigkeitsstudie vor; die Empfehlung ist als kommerzielle Sekundärangabe zu werten.

Wichtig zur Abgrenzung vom Grand Bleu de Gascogne: In der peer-reviewten GDV-Studie von Evans & Adams 2010 (Journal of Small Animal Practice 51(7):376-381) ist der Petit Bleu NICHT unter den Rassen mit erhöhtem Magendrehungs-Risiko gelistet (die Risiko-Rassen sind überwiegend groß/riesig; zum Kreis der Hochrisiko-Rassen gehört der Grand Bleu, nicht der Petit Bleu). Eine allgemeine, rassenunabhängige GDV-Grundhygiene (mehrere kleine Mahlzeiten, Ruhe nach dem Fressen) ist bei dem tiefen Brustkorb dennoch sinnvoll. Die Studie von Miglio et al. 2020 (Animals 10) dokumentiert für Bleu-de-Gascogne-Blutspender zudem rassespezifisch abweichende hämatologische/biochemische Referenzintervalle — ein Hinweis darauf, dass Laborwerte bei dieser Rasse rassespezifisch interpretiert werden sollten.

Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Der Petit Bleu de Gascogne zeigt einen proportionierten, funktionalen Körperbau ohne extreme Übertreibungen (keine Brachyzephalie, keine Chondrodystrophie, keine exzessiven Hautfalten) — er ist daher nicht als qualzuchtrelevante Rasse im Sinne von § 11b TierSchG einzustufen; die Bewertung im Einzelfall obliegt den zuständigen Behörden.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt geeignet: grundsätzlich anschmiegsam, geduldig und verträglich, als Meutehund auch gegenüber Artgenossen sozial — aber mit hohem Bewegungsbedarf, lauter Stimme und starkem Fährtentrieb; der Garten muss sicher eingezäunt sein, und sehr kleine Kinder sollten die Größe und den Jagdeifer des Hundes nicht unkontrolliert spüren.
  • Einsteiger: Eher ungeeignet ohne Erfahrung: Der eigenständige, fährtengetriebene Arbeitscharakter, die laute Stimme, der hohe Bewegungsbedarf und der schwierige Freilauf-Rückruf verlangen Grundwissen über Lerntheorie und realistische Erwartungen — wer das mitbringt und ein ländliches, sicher eingezäuntes Umfeld hat, kann mit der Rasse gut arbeiten; ein Selbstläufer ist sie nicht.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet, insbesondere für Nasenarbeit, Fährtenarbeit, Mantrailing und ausgedehnte, bewegungsreiche Spaziergänge in jeder Witterung — der hohe Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf der Rasse wird hier artgerecht bedient; wer jagdlich mit Meuten arbeiten kann, trifft die ursprüngliche Bestimmung am besten.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet ohne Unterstützung: Der hohe Bewegungsbedarf (ein bis drei Stunden täglich, VDH 02/2017), die ausgeprägte Lautfreude und der starke Fährtentrieb ohne sichere Einzäunung stellen für wenig aktive Halter reale Herausforderungen dar.

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Gesundheitsrisiko erhöht
Keine rassespezifisch belegte Risikohäufung — Details im Steckbrief.
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Professionelle Fellpflege
Das kurze, dichte, sehr wetterfeste Haar des Petit Bleu de Gascogne ist pflegeleicht: gelegentliches Bürsten reicht aus, eine Schur ist nicht nötig (Royal Canin: »minimal grooming«).
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
Hundeschule einplanen
Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
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Monatlich
FutterFutter-Empfehlung folgt
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Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.

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Der Petit Bleu de Gascogne wurde als gezielte Verkleinerung des Grand Bleu de Gascogne für die Jagd zu Fuß auf Niederwild selektiert — sein bevorzugtes Wild ist laut FCI-Standard der Hase. Das bedeutet: Anders als große berittene Meutehunde musste er ohne ständige Rückversicherung beim Jäger arbeiten und dabei eine Fährte über weite Strecken und lange Zeit …

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Häufige Fragen zum Petit Bleu de Gascogne

Ist der Petit Bleu de Gascogne ein Anfängerhund?

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Petit Bleu ist anschmiegsam und über Futter und Fährtenarbeit gut belohnungsmotiviert, aber ein eigenständiger, fährtengetriebener Arbeitshund mit hohem Bewegungsbedarf, lauter Stimme und schwierigem Freilauf-Rückruf — ohne Laufhunderfahrung, Grundwissen über Lerntheorie und sicher eingezäuntes ländliches Umfeld wird die Rasse schnell unterschätzt oder unterfordert gehalten.

Warum heißt der Petit Bleu de Gascogne »Petit«, obwohl er kein kleiner Hund ist?

Der Name bezieht sich auf das Niederwild: »Petit« steht für »kleines Wild« (vor allem Hase), das die Rasse bei der Jagd zu Fuß verfolgt — nicht für die Körpergröße. Der Petit Bleu ist mit 52–58 cm ein mittelgroßer Laufhund; der Namensbestandteil »Bleu« verweist auf die schieferblaue Tüpfelung des Fells.

Wie viel Auslauf und Beschäftigung braucht ein Petit Bleu de Gascogne?

Sehr viel: ein bis drei Stunden Bewegung täglich sind für französische Laufhunde an der Tagesordnung (VDH 02/2017), dazu gezielte geistige Auslastung über Nasen-/Fährtenarbeit und Mantrailing. Die Rasse ist ein Meutehund, der am artgerechtesten in der Jagd oder im strukturierten Fährtensport aufgehoben ist; ausgedehnte Spaziergänge allein decken den Bedarf nicht.

Ist der Petit Bleu de Gascogne ein Listenhund?

Nein. Der Petit Bleu de Gascogne steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde — weder bundesweit (HundVerbrEinfG) noch landesrechtlich.

Was unterscheidet den Petit Bleu vom Grand Bleu de Gascogne?

Vor allem die Größe und die Standardnummer: Der Petit Bleu (FCI 31, Sektion 1.2) misst 52–58 cm, der Grand Bleu (FCI 22, Sektion 1.1) deutlich größere 65–72 cm — beide sind eigenständige Rassen mit eigener Standardnummer, keine Varietäten. Zudem ist die dokumentierte Gesundheitslage unterschiedlich: Der Grand Bleu gehört laut Evans & Adams 2010 zu den Rassen mit höchstem Magendrehungs-Risiko, der Petit Bleu ist dort nicht gelistet.

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