Schottischer Terrier

FCI-Gruppe 3 · Sektion 2 · Niederläufige Terrier
Schottischer Terrier
Der Scottish Terrier zählt zu den ältesten der schottischen Terrier-Rassen und gilt vielen Quellen als der ursprünglichste Terrier-Typ der Highlands. Wichtig zu wissen: Deutlich erhöhtes Risiko für Übergangszellkarzinom/Urothelkarzinom der Harnblase (TCC/UC), laut mehreren Studien der Purdue-Forschungsgruppe um Knapp/Glickman 16- bis 20-fach gegenüber Mischlingshunden …
Größe
♂ 25–28 cm · ♀ 25–28 cm
Gewicht
♂ 8,5 · ♀ 8,5
Lebenserwartung
11–13 Jahre
Aktivität
Mittel
Kosten / Monat
ca. 80–175 €
Rasseportrait
kostenrechner
Rassen-Check
🔒 Verhaltenswissenschaft
🔒 Lernportal
Faq
Steckbrief
FCI-Gruppe
Gruppe 3 (Terrier), Sektion 2 (Niederläufige Terrier), FCI-Standard Nr. 73 — Publikation des gültigen Originalstandards: 13.10.2010 (deutsche Übersetzungsfassung datiert 03.02.2012)
Herkunft
Großbritannien (Schottland, insbesondere die Scottish Highlands)
Größe
Rüde: 25–28 cm Widerristhöhe (FCI-Standard Nr. 73; keine getrennte Angabe für Rüde und Hündin — der Standard nennt eine gemeinsame Spanne für beide Geschlechter) · Hündin: 25–28 cm Widerristhöhe (identische FCI-Angabe wie beim Rüden; VDH-Rasselexikon nennt geringfügig abweichend 25,4–28 cm, im Rahmen üblicher Umrechnungstoleranz aus dem englischen Originalmaß)
Gewicht
Rüde: 8,5–10,5 kg (FCI-Standard Nr. 73; keine getrennte Rüde/Hündin-Angabe im Standard) · Hündin: 8,5–10,5 kg (identische FCI-Angabe wie beim Rüden; VDH-Rasselexikon nennt geringfügig abweichend 8,6–10,4 kg — Quellen variieren im Nachkommastellenbereich, vermutlich durch Umrechnung aus dem englischen Originalmaß in Pfund)
Lebenserwartung
ca. 11–13 Jahre (Quellen variieren teils 10–14 Jahre; einzelne Sekundärquellen und Einzelfälle nennen Ausreißer bis über 17 Jahre; eine rassespezifische peer-reviewte Kohortenstudie mit exaktem Median wurde nicht gefunden — unsicher, weitere Prüfung empfohlen)
Fellfarben
Schwarz, weizenfarben oder gestromt (brindle) in jeder Schattierung, laut FCI-Standard Nr. 73. Doppeltes Haarkleid: kurzes, dichtes, weiches Unterhaar; rauhes, dichtes, drahtiges Deckhaar als wetterabweisende Schutzdecke.
Aktivitätslevel
Mittel — Der FCI-Standard beschreibt das Wesen des Scottish Terrier so: ‚Treu und zuverlässig, würdevoll, unabhängig und zurückhaltend, aber mutig und hochintelligent.
Pflegeaufwand
Hoch — Das doppelte Haarkleid (weiches, dichtes Unterhaar plus rauhes, drahtiges Deckhaar) verfilzt ohne Pflege und wird traditionell nicht geschoren, sondern von Hand getrimmt …
Anfängergeeignet
Kein pauschales Ja oder Nein: Grundwissen über Lerntheorie und ein realistischer Blick auf das ausgeprägte Grab- und Kleintierinteresse sowie den hohen Fellpflegeaufwand (regelmäßiges Handstripping) erleichtern den Einstieg erheblich. Wer bereit ist, sich zusätzlich mit dem dokumentierten, deutlich erhöhten Krebsrisiko der Rasse auseinanderzusetzen und tierärztliche Vorsorge ernst zu nehmen, findet im Scottish Terrier einen loyalen, aber eigenständig denkenden Begleiter — ganz ohne Vorwissen und ohne Bereitschaft zu konsequentem Training ist die Rasse eher weniger geeignet.
Listenhund-Status
Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 22.08.2026)
Geschätzte Kosten
Anschaffung 900–2.200 € · laufend ca. 80–175 €/Monat — Details im Kostenrechner unten
Herkunft & Geschichte
Der Scottish Terrier zählt zu den ältesten der schottischen Terrier-Rassen und gilt vielen Quellen als der ursprünglichste Terrier-Typ der Highlands. Erste schriftliche Hinweise auf einen ähnlich beschriebenen Hundetyp finden sich bereits 1436 in John Leslies »History of Scotland« — eine frühe, aber nicht im modernen Sinne rassebeschreibende Quelle. Die eigentliche Standardisierung als eigenständige, dokumentierte Rasse begann erst deutlich später: Der FCI-Standard selbst datiert den ‚Start dieser Rasse, wie wir sie heute kennen‘ auf das Jahr 1879, drei Jahre vor der Vereinsgründung. Der Scottish Terrier Club wurde 1882 von Capt. Gordon Murray gegründet, unterstützt von Sewallis Evelyn Shirley, dem Gründer und ersten Vorsitzenden des britischen Kennel Clubs — ein Jahr nach dem ersten geschriebenen Rassestandard.
Ursprünglich wurde die Rasse in den kargen, steinigen Farmlandschaften der schottischen Highlands zur Jagd auf Fuchs, Dachs und Ratten sowie zur allgemeinen Ungezieferbekämpfung auf dem Hof gezüchtet. Der FCI-Standard selbst hält im Abschnitt ‚Allgemeines Erscheinungsbild‘ fest, der Hund sei ‚von seiner Größe für die Bauarbeit geeignet, was Hunde mit übermäßigem Gewicht ausschließt‘ — eine direkte Bestätigung der ursprünglichen Erdhund-Funktion im Standardtext selbst. Historisch wurde die Rasse teils auch als ‚Aberdeen Terrier‘ bezeichnet und war über weite Strecken kaum von anderen kurzbeinigen Hochland-Terriern (den heutigen Vorfahren von Cairn Terrier und West Highland White Terrier) unterschieden, bevor eine gezielte Zuchttrennung nach Fellfarbe und Standardtext einsetzte.
Ein oft erzählter, historisch nicht lückenlos belegter Beiname der Rasse ist ‚Diehard‘: Der Überlieferung nach benannte George Douglas, 1. Earl of Dumbarton, im Jahr 1675 ein besonders zähes Rudel dieser Terrier als ‚Diehard Pack‘ und übertrug den Namen später auf sein Lieblingsregiment, ‚The Royal Scots (Dumbarton’s Diehards)‘. Diese Anekdote wird in mehreren Zuchtvereins- und Fachquellen wiedergegeben, ist aber — wie bei vergleichbaren Rasselegenden anderer Terrier — eher als populäre Überlieferung denn als lückenlos dokumentierter historischer Fakt zu behandeln.
Weltweite Bekanntheit erlangte die Rasse unter anderem durch Fala, den Scottish Terrier des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1940–1952): Fala begleitete Roosevelt bei offiziellen Anlässen und Auslandsreisen, war Gegenstand von Roosevelts berühmter ‚Fala-Rede‘ vor der Internationalen Teamster-Gewerkschaft 1944 und ist bis heute die einzige Präsidenten-Haustierfigur mit einer eigenen Statue im Franklin Delano Roosevelt Memorial in Washington, D.C. — ein historisch gut dokumentierter, kein bloß anekdotischer Beleg für die kulturelle Bedeutung der Rasse.
Wesen & Charakter
Der FCI-Standard beschreibt das Wesen des Scottish Terrier so: ‚Treu und zuverlässig, würdevoll, unabhängig und zurückhaltend, aber mutig und hochintelligent. Unerschrocken, aber niemals aggressiv.‘ Der kurze geschichtliche Abriss des Standards ergänzt ein plastisches Bild: Das allgemeine Erscheinungsbild sei ’sehr oft das eines mürrischen Schotten‘, der Hund aber für Familie und Freunde ‚anhänglich und lustig‘, dabei jederzeit bereit, sich beim kleinsten Geräusch beschützend zu erheben und Haus und Heim zu bewachen — eine im Standardtext selbst dokumentierte Wachsamkeitsdisposition, keine bloße Zuschreibung.
Diese Beschreibung lässt sich direkt auf den ursprünglichen Zuchtzweck als Erdhund zurückführen. Nach der modifizierten Instinktkette des Beutefangverhaltens (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen, nach Coppinger) bleibt bei Terriern generell die vollständige Sequenz gegenüber Kleintieren funktional erhalten — im Unterschied etwa zu Hüte- oder Apportierhunden, bei denen einzelne Sequenzglieder gezielt weggezüchtet wurden. Beim Scottish Terrier zeigt sich das im Alltag als kräftiges, zielgerichtetes Grabverhalten und ein ausgeprägtes Interesse an schnellen Bewegungen kleiner Tiere — ein direkt aus der historischen Jagd auf Fuchs, Dachs und Ratten abgeleitetes, belegtes Instinktverhalten, keine bloße Unart.
Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht jedes Alltagsverhalten des Scottie lässt sich auf diese Instinktkette zurückführen. Die vom Standard selbst genannte Wach- und Meldebereitschaft gegenüber Geräuschen ist ebenso wenig Teil der Beutefangsequenz wie die häufig beschriebene Zurückhaltung gegenüber Fremden — beides sind soziale bzw. territoriale Verhaltensmuster, die über Sozialisierung und Management einzuordnen sind, nicht über den Jagdinstinkt.
Die für Terrier ungewöhnlich lange, im Verhältnis zum Körper markante Kopfform sowie der ausgeprägte Bart und die buschigen Augenbrauen des drahtigen Fells beeinflussen zusätzlich die Lesbarkeit der Körpersprache: Feine Signale im Lefzen- und Mundbereich sind für Menschen schwerer erkennbar als bei kurzhaarigen Rassen — ein praxisrelevanter, unterscheidender Hinweis für Halter, keine bloße Randnotiz.
Rasseberatung & Rassen-Check
Passt Schottischer Terrier zu dir?
Finde es heraus: kostenloser Rassen-Check in 3 Minuten — oder persönliche Rasseberatung (45 Min., 80 €).
Erziehung & Beschäftigung
Die vom FCI-Standard beschriebene Unabhängigkeit und Zurückhaltung erleichtert die Grunderziehung nicht automatisch: Der Scottish Terrier gilt in Rasseclub- und Züchterquellen verbreitet als eigenständig bzw. willensstark. Lerntheoretisch lässt sich das nicht damit erklären, dass der Hund selbst abwägt, ob ein Kommando sinnvoll ist — vermenschlichende Formulierungen dieser Art sind fachlich nicht haltbar. Korrekt ist die Erklärung über Verstärkerwert, Trainingsstand und Generalisierung: Ein historisch als Erdhund selbstständig im Bau arbeitender Hund musste über Generationen ohne Sicht- oder Rufkontakt zum Halter eigenständig Entscheidungen treffen — das prägt bis heute, wie stark ein Ablenkungsreiz (z. B. eine schnelle Bewegung, ein interessanter Geruch) gegen ein Trainingssignal konkurriert.
Positive Verstärkung statt Dominanzansätzen ist daher besonders wichtig: Wird ein zuvor belohntes Verhalten (etwa das Buddeln nach einem interessanten Geruch) plötzlich konsequent nicht mehr verstärkt, ist ein kurzfristiger Extinktionsburst — eine vorübergehende Zunahme von Häufigkeit oder Intensität des unerwünschten Verhaltens, bevor es abnimmt — zu erwarten und sollte nicht als Trotz oder Ungehorsam missverstanden werden.
Beschäftigung sollte gezielt an der belegten Erdhund-Anlage ansetzen: eine erlaubte Buddelkiste, kontrollierte Nasenarbeit, Fährtenarbeit und — wo verfügbar — Earthdog-Prüfungen (kontrollierte Kunstbau-Übungen) passen zum ursprünglichen Verwendungszweck deutlich besser als reine Ballwurf-Auslastung. Frühe, konsequente Sozialisierung in der primären Sozialisationsphase (ca. 3.–12. Lebenswoche, je nach Literatur bis 14.–16. Woche auslaufend, Scott & Fuller 1965) ist wegen der beschriebenen Zurückhaltung gegenüber Fremden besonders wichtig. Bei sichtbaren Problemen mit Ressourcenverteidigung, ausgeprägtem Jagdverhalten gegenüber Kleintieren oder übermäßiger Wachsamkeit empfiehlt sich der gezielte Besuch einer Hundeschule mit Einzeltraining oder Verhaltensberatung.
Das Rassen-Quiz
Teste dein Schottischer Terrier-Wissen
Das Rassen-Quiz mit Fragen zu Wesen, Haltung und Erziehung — für 1,99 €.
Pflege & Gesundheit
Das doppelte Haarkleid (weiches, dichtes Unterhaar plus rauhes, drahtiges Deckhaar) verfilzt ohne Pflege und wird traditionell nicht geschoren, sondern von Hand getrimmt (Handstripping), um Farbe und Struktur des Deckhaars zu erhalten — Rasseclubs empfehlen dies etwa alle drei bis vier Monate, ergänzt durch regelmäßiges Bürsten und Kämmen von Bart und Augenbrauen. Wer stattdessen eine reine Schermaschinen-Schur wählt, verändert dauerhaft Farbe und Textur des Fells; dies gilt als praktikable, aber vom Rassestandard-Ideal abweichende Alternative.
Gesundheitlich ist der Scottish Terrier vor allem für ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko bekannt: Mehrere unabhängige Studien der Purdue-Forschungsgruppe um Deborah Knapp und Lawrence Glickman beziffern das Risiko für ein Übergangszellkarzinom (Transitional Cell Carcinoma, TCC) bzw. Urothelkarzinom der Harnblase auf das 16- bis 20-fache gegenüber Mischlingshunden, einzelne Quellen nennen bis zu 21-fach. Glickman et al. (2004, Journal of the American Veterinary Medical Association) identifizierten zusätzlich die Exposition gegenüber herbizid- und/oder insektizidbehandelten Rasenflächen als eigenständigen Risikofaktor (Odds Ratio 3,62 bei alleiniger Herbizid-Exposition, 7,19 bei kombinierter Herbizid-/Insektizid-Exposition); eine Folgestudie derselben Gruppe (Raghavan et al. 2005) fand umgekehrt eine rund 70-prozentige Risikoreduktion bei Hunden, die mindestens dreimal wöchentlich Gemüse fraßen — ein seltenes Beispiel für einen peer-reviewt belegten, konkret umsetzbaren Ernährungshinweis.
Weitere rassetypische, gut dokumentierte Erkrankungen: Scottie Cramp, eine nicht-epileptische paroxysmale Hypertonie im Zusammenhang mit dem Serotonin-Stoffwechsel (Urkasemsin & Olby 2015, Journal of Small Animal Practice, Fallserie mit 31 Hunden); kraniomandibuläre Osteopathie (CMO), eine gutartige, aber schmerzhafte Knochenwucherung am Unterkiefer junger Hunde durch eine Variante im SLC37A2-Gen (Hytönen et al. 2016, PLOS Genetics); von-Willebrand-Krankheit Typ III, die schwerste Form dieser Blutgerinnungsstörung, verursacht durch eine Deletion im VWF-Gen (Venta et al. 2000, Journal of Veterinary Internal Medicine); sowie eine hereditäre zerebelläre Degeneration/Abiotrophie (Urkasemsin et al. 2010, gleiches Journal) und ein rassetypisch häufig berichtetes Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus).
Redaktionelle Einordnung des Lexikons: Der Scottish Terrier trägt laut Parker et al. (2009, Science) die FGF4-Genvariante für Chondrodysplasie (CDPA, kurzbeinige Statur) — nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht die zusätzliche CDDY-Genvariante, die bei Rassen wie Dachshund oder Dandie Dinmont Terrier ein zusätzlich deutlich erhöhtes Bandscheibenvorfall-Risiko verursacht. Die kurzen Beine selbst werden deshalb nicht als Qualzuchtmerkmal im engeren Sinne eingestuft (qualzucht_flag = nein). Die mehrfach unabhängig dokumentierte Häufung ernster Erbkrankheiten — allen voran das stark erhöhte Blasenkrebsrisiko — ist davon unabhängig real und rechtfertigt einen Risikoaufschlag im Kostenrechner (risikoflag_rechner = ja); Interessenten sollten gezielt nach Zuchtlinien mit dokumentierter Gesundheitsvorsorge fragen und regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen (u. a. Urinkontrollen) einplanen.
Für wen geeignet?
Verhaltenswissenschaft
Die verhaltensbiologischen Hintergründe zu diesem Thema — exklusiv freischaltbar mit kostenlosem Konto.
Was kostet ein Schottischer Terrier wirklich?
Größe, Pflegeaufwand und Gesundheitsrisiko fließen direkt aus dem Steckbrief ein — keine erfundenen Zahlen, nur nachvollziehbare Spannen.
BERECHNET
Alle Werte sind Bandbreiten (keine Einzelpreise), basierend auf Referenzwerten (Fressnapf, zooplus, VDH, GOT). Gesundheits-Aufschlag = transparenter Prozentsatz.
Warum verhält sich ein Schottischer Terrier wirklich so?
Hintergründe aus der Verhaltensbiologie zu Instinkt, Domestikation und Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto.
SCHALTUNG
NÖTIG
Lernportal Rassenkunde
Lerne alles über den Schottischer Terrier. Mit echtem Quiz.
Das Quiz zu diesem Portrait: 28 geprüfte Fragen — für Hundehalter, die es genau wissen wollen, und für angehende Trainer auf dem Weg zum Hundeführerschein.
Einzelkurs
Rassenkunde: Schottischer Terrier
28 Fragen · FCI-Gruppe 3 · Halter-Basis & Trainer-Vertiefung · Ethologie-Modul · unlimitierter Zugriff nach Kauf
1,99 € einmalig
Gesamtzugang
Alle Rassen — unbegrenzt
Zugang zu allen verfügbaren Rassenkunde-Kursen (360+ Rassen wachsend) · alle Schwierigkeitsebenen · alle Ethologie-Module · ideal für Trainer-Ausbildung
59,99 € einmalig · alle Rassen
Inklusive im Konto
Verhaltenswissenschaft 🔒
Instinkt, Domestikation, Körpersprache — exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen mit Hunderassenlexikon-Konto. Kostenlos freischaltbar.
0 € mit Konto + Newsletter
Häufige Fragen zum Schottischer Terrier
Kein pauschales Ja oder Nein: Grundwissen über Lerntheorie und ein realistischer Blick auf das ausgeprägte Grabverhalten sowie den hohen Fellpflegeaufwand erleichtern den Einstieg erheblich. Wer sich zusätzlich mit dem dokumentierten, deutlich erhöhten Krebsrisiko der Rasse auseinandersetzt und regelmäßige tierärztliche Vorsorge einplant, findet einen loyalen, aber eigenständig denkenden Begleiter.
Welpen seriöser Züchter kosten üblicherweise zwischen 900 und 2.200 Euro. Laufend fallen je nach Kostenrechner-Modell schätzungsweise 80 bis 175 Euro im Monat an (Futter, Grundvorsorge, regelmäßiges Handstripping, Versicherung), inklusive eines Risikoaufschlags wegen des dokumentierten, deutlich erhöhten Krebsrisikos der Rasse.
Ja, das ist gut belegt: Mehrere Studien der Purdue-Forschungsgruppe um Knapp und Glickman beziffern das Risiko für ein Übergangszellkarzinom der Harnblase auf das 16- bis 20-fache gegenüber Mischlingshunden. Zusätzliche Risikofaktoren sind Herbizid-/Insektizid-belastete Rasenflächen; eine gemüsereiche Fütterung wurde umgekehrt mit einer deutlichen Risikoreduktion in Verbindung gebracht. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen (u. a. Urinkontrollen) werden für die Rasse ausdrücklich empfohlen.
Nicht ohne gezielte Gewöhnung: Als historischer Erdhund für die Jagd auf Fuchs, Dachs und Ratten zeigt die Rasse ein belegtes, funktional erhaltenes Interesse an schnellen Bewegungen kleiner Tiere. Ein gutes Zusammenleben mit Katzen ist mit früher, positiver Gewöhnung oft möglich, sollte aber nie als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Nein. In keinem der 16 Bundesländer wird die Rasse als Listenhund geführt — die Landeslisten (z. B. Bremen, Hamburg) erfassen ausschließlich bull-/mastiffartige oder explizit benannte, deutlich größere Rassen, zu denen der Scottish Terrier nicht zählt.
Passt Schottischer Terrier wirklich zu dir?
Zwei Wege zur ehrlichen Antwort — kostenlos testen oder persönlich beraten lassen.
Der Rassen-Check
10 Fragen zu deinem Alltag, ehrliche Passungs-Prozente aus 362 FCI-Rassen — inklusive Gesundheits- und Tierschutz-Hinweisen.
Kostenlos · ohne Anmeldung Zum Rassen-Check →Die Rasseberatung
In 45 Minuten klären wir gemeinsam, ob diese Rasse zu deinem Leben passt — mit Blick auf Erfahrung, Zeit, Wohnsituation und Familie.
45 Minuten · 80 € inkl. MwSt. Rasseberatung anfragen →Mehr Rassen, mehr Kostenklarheit.
Das Hunderassenlexikon wächst mit jeder Rasse — redaktionell geprüft, mit eigenem Kostenrechner und Lernquiz.