Segugio Italiano a pelo raso (Kurzhaar)

Segugio Italiano a pelo raso (Kurzhaar) – Rasseportrait

FCI-Gruppe 6 · Sektion 1.2 · Mittelgroße Laufhunde (mit Arbeitsprüfung)

Segugio Italiano a pelo raso (Kurzhaar)

Der Segugio Italiano zählt zu den ältesten italienischen Jagdhunden. Wichtig zu wissen: Der Segugio Italiano gilt insgesamt als robuste, gesunde Rasse ohne dokumentierte Häufung häufiger Erbkrankheiten.

Größe

♂ 52–58 cm · ♀ 48–56 cm

Gewicht

♂ 18–28 kg · ♀ 18–28 kg

Lebenserwartung

10–14 Jahre

Aktivität

Hoch

Kosten / Monat

ca. 90–180 €

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Steckbrief

FCI-Gruppe

Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde (mit Arbeitsprüfung)), FCI-Standard Nr. 337 — 13.11.2015 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards; deutsche Fassung vom 11.10.2018; einzelne Ausgaben nennen teils 17.12.2015 bzw.

Herkunft

Italien

Größe

Rüde: 52–58 cm Widerristhöhe (FCI-Standard; Toleranz ±2 cm nur bei vorzüglichen Hunden) · Hündin: 48–56 cm Widerristhöhe (FCI-Standard; Toleranz ±2 cm nur bei vorzüglichen Hunden)

Gewicht

Rüde: 18–28 kg (der FCI-Standard nennt ein einziges Gewicht von 18 bis 28 kg ohne Trennung nach Geschlecht — der Wert gilt damit für Rüde und Hündin gleichermaßen) · Hündin: 18–28 kg (identisch zum Rüden, da der FCI-Standard kein geschlechtsspezifisches Gewicht angibt)

Lebenserwartung

ca. 10–14 Jahre — unsicher, weitere Prüfung empfohlen: Für den Segugio Italiano liegt keine peer-reviewte Längsschnittstudie zur Lebenserwartung vor. Die Angabe beruht auf Rasseprofilen, die variieren (Purina nennt 10–14 Jahre, AKC 11–13 Jahre), und ist als Richtwert zu verstehen.

Fellfarben

Laut FCI-Standard: einfarbiges Falb (vom intensiv roten Falb bis zum verwaschenen Falb) sowie schwarz/lohfarben. Die roten Abzeichen sitzen am Fang, an den Augenbrauen, an der Brust, an den Gliedmaßen von der Fußwurzel bis zur Pfote sowie am Damm. Weiß ist am Fang und Schädel erlaubt (gleichgültig ob als symmetrische Maske oder nicht) sowie als »Stern« an Brust, Hals, Vorder-/Hintermittelfuß, Pfoten und Rutenspitze — Weiß ist aber nicht sehr erwünscht; je weniger, desto besser. Der schwarz/lohfarbene Hund darf einen weißen Bruststern tragen (dann dreifarbig). Disqualifizierend sind schiefer-/bleifarbenes, gestromtes, kaffeefarbenes, kastanienbraunes, leberfarbenes oder vorherrschend weißes Haarkleid.

Aktivitätslevel

Hoch — Der FCI-Standard beschreibt den Segugio als Laufhund, »der sich gut an unterschiedlichstes Gelände anpasst; widerstandsfähig und schnell, er ist sehr eifrig …

Pflegeaufwand

Gering — Das kurze, dichte, harsche und glatt anliegende Haar des Segugio ist im Rassenvergleich sehr pflegeleicht: gelegentliches Bürsten reicht aus, eine professionelle Schur ist nicht …

Anfängergeeignet

Kein pauschales Ja oder Nein: Der Segugio ist im Umgang ausgeglichen und über positive Verstärkung gut trainierbar, was die Grunderziehung erleichtert — seine stark ausgeprägte, eigenständige Fährten- und Jagdanlage (Nase, Verfolgen, »Geben von Laut«) macht einen zuverlässigen Freilauf-Gehorsam auf einer frischen Spur aber zu einer anspruchsvollen Aufgabe, und der hohe Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf ist für viele Halter eine unterschätzte Hürde. Wer Grundwissen zu Lerntheorie, realistische Erwartungen an den Rückruf sowie einen sicher eingezäunten Garten mitbringt, kommt gut zurecht; ohne diese Voraussetzungen wird die Rasse häufig unterschätzt oder unterfordert gehalten.

Listenhund-Status

Kein Listenhund — in keinem der 16 Bundesländer gelistet (Stand: 21.08.2026)

Geschätzte Kosten

Anschaffung 700–2.500 € · laufend ca. 90–180 €/Monat — Details im Kostenrechner unten

Herkunft & Geschichte

Der Segugio Italiano zählt zu den ältesten italienischen Jagdhunden. Der FCI-Standard führt den Ursprung auf jahrtausendealte primitive Jagdhunde zurück, die im alten Ägypten zur Verfolgung des Wildes eingesetzt wurden und später über phönizische Kaufleute an die Küsten des Mittelmeers und damit auch nach Italien gelangten. Hunde desselben Typs und derselben Größe wie der heutige Segugio stehen neben den Statuen der »Jagenden Diana« im Museum von Neapel und der »Bogenschießenden Diana« im Museum des Vatikans; auf Schloss Borso d’Este (um 1600) zeigt zudem ein Gemälde den Idealtyp des heutigen Segugio. Der FCI-Standard merkt ausdrücklich an, dass die allgemeinen anatomischen Merkmale der Rasse über die Jahrhunderte hinweg praktisch unverändert geblieben sind.

Seine Bestimmung war und ist die Jagd: ein Laufhund, der nach Hasen und Wildschweinen arbeitet — allein oder in der Meute. Dabei stöbert er das Wild, stellt es und treibt es, wobei er lautstark »Laut gibt«, damit der Jäger ihn im Gelände orten kann (Quelle: FCI-Standard Nr. 337; Jagdpraxis-Literatur). In Italien ist der Segugio bis heute als arbeitender Jagdhund weit verbreitet und wird von der ENCI (Ente Nazionale della Cinofilia Italiana) und den italienischen Zuchtverbänden geführt.

Der heute gültige FCI-Standard Nr. 337 (Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards 13.11.2015, deutsche Fassung vom 11.10.2018) gilt ausdrücklich für die kurzhaarige Fellform »a pelo raso« — der Name steht im Original als »Segugio Italiano a pelo raso«, im Deutschen als »Kurzhaariger italienischer Laufhund«, im Englischen als »Italian Short-haired Segugio«. Wichtig zur Abgrenzung: Die rauhaarige Form »a pelo forte« (italienischer Laufhund, rauhaarig) ist KEINE Varietät des FCI 337, sondern hat einen eigenen FCI-Standard (Nr. 198).

Im deutschsprachigen Raum ist die Rasse selten; ein eigenständiger deutscher Rasseclub wurde nicht gefunden. Zuständige Instanz für Rassestandard und Zucht ist die italienische ENCI (Ente Nazionale della Cinofilia Italiana); das VDH-Rasselexikon führt den kurzhaarigen Segugio (a pelo raso) und führt ihn vom rauhaarigen a pelo forte (FCI 198) getrennt. Der Segugio wird im deutschsprachigen Raum überwiegend von Jägern und sportlich ambitionierten Hundeführern gehalten, die der Arbeitsanlage der Rasse Raum geben können.

Wesen & Charakter

Der FCI-Standard beschreibt den Segugio als Laufhund, »der sich gut an unterschiedlichstes Gelände anpasst; widerstandsfähig und schnell, er ist sehr eifrig, gleich, ob er alleine oder in der Meute arbeitet; von stetem Temperament, wenig aufdringliches Wesen; er besitzt einen sanften Blick und eine wohlklingende, sehr angenehme Stimme.« Diese Beschreibung ist keine zufällige Charaktersammlung, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger Funktionszucht: Der Segugio wurde nicht auf engen Blickkontakt und sofortige Kommandofolge selektiert, sondern auf eigenständiges, ausdauerndes Verfolgen einer Bodenfährte in einiger Entfernung vom Jäger — in schwierigem, oft dicht bewachsenem Gelände.

In der ursprünglichen Beutefangsequenz nach Coppinger (Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hinterherjagen – Fangbiss – Tötungsbiss – Aufreißen – Fressen) bleiben beim Laufhund die vorderen Glieder — Orientieren, Fixieren, Hinterherjagen — besonders stark ausgeprägt und werden zum eigenständigen Rassemerkmal, während Fangbiss und Tötungsbiss dem Jäger überlassen bleiben und vom Hund selbst nicht gefordert werden. Diese Zuordnung ist eine Erweiterung auf Basis der breiteren Coppinger-Literatur zu Laufhunden/Scent Hounds und keine wörtliche Aussage aus Modul 4a, sie ist aber mit der im FCI-Standard beschriebenen Funktion konsistent.

Rassetypisch und im Alltag oft prägend ist das »Geben von Laut«: Sobald der Segugio eine Fährte aufgenommen hat, verfolgt er sie lautstark bellend/heulend. Historisch war das ein funktionales Kommunikationsmittel, damit der Jäger den Hund im Gelände orten konnte; die Intensität nimmt mit der Nähe zum Wild zu. In der modernen Haltung wird dieses rassetypische, tief verankerte Verhalten häufig als »unnötiges Bellen« empfunden, obwohl es funktionaler Natur ist.

Das im Standard genannte »wenig aufdringliche Wesen« wird in Ratgebern oft als »eigenwillig« oder »stur« gelesen. Fachlich ist es anders einzuordnen: Der Segugio ist kein Hund, der ständig nach Aufmerksamkeit oder Anweisung des Halters verlangt — er arbeitet auf stark selbstverstärkende Geruchsreize hin. Das ist ein Lern- und Motivationsphänomen (Duftreiz mit hohem Verstärkerwert, geringe Aufmerksamkeits-Suchmotivation), keine »Überlegenheit« oder »Unabhängigkeit« im vermenschlichten Sinn, und keine Ausrede für mangelnde Konsequenz im Training.

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Erziehung & Beschäftigung

Der Segugio lernt über positive Verstärkung zuverlässig, insbesondere wenn Futter oder ein attraktives Such-/Spielangebot als Belohnung dient. Von Dominanzansätzen ist grundsätzlich abzuraten — sie sind wissenschaftlich überholt und widersprechen der kooperativen, ausdrucksstarken, aber nicht dominanzgetriebenen Art der Rasse.

Die wichtigste Trainingsaufgabe ist der Rückruf: Da der Segugio selektiv auf eigenständiges, vom Hundeführer entferntes Fährtenarbeiten gezüchtet wurde, ist ein hundertprozentig zuverlässiger Freilauf-Gehorsam in der Nähe einer frischen, interessanten Spur kaum realistisch zu erreichen — das ist keine Frage von Sturheit, sondern eine strukturelle, über die Zuchtgeschichte angelegte Eigenschaft. Der Rückruf sollte systematisch über eine Ablenkungs- und Distanzhierarchie aufgebaut werden, beginnend in reizarmer Umgebung; ein sicher eingezäunter Garten ist keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung der Haltung.

Am besten entspricht die ursprüngliche Zuchtbestimmung eine gezielte Kanalisierung des Fährten- und Suchinstinkts: Nasenarbeit, Fährten- bzw. Mantrailing-Übungen, kontrollierte Suchspiele und Schleppjagd-Ersatz bieten artgerechte körperliche UND geistige Auslastung und reduzieren zugleich unerwünschtes eigenmächtiges »Auf-Fährte-Gehen« im Alltag. Der Segugio braucht ein »Arbeitsziel« — wer nur kurze Gassirunden anbietet, wird die Rasse unterfordern. Hundeschulen mit Angeboten zu Nasenarbeit/Mantrailing sowie zu Rückruftraining unter Ablenkung sind für diese Rasse besonders empfehlenswert.

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Pflege & Gesundheit

Das kurze, dichte, harsche und glatt anliegende Haar des Segugio ist im Rassenvergleich sehr pflegeleicht: gelegentliches Bürsten reicht aus, eine professionelle Schur ist nicht nötig. Wegen der langen, herabhängenden Ohren ist eine regelmäßige, idealerweise wöchentliche Ohrenkontrolle und -reinigung wichtig, da die Hängeohren die Luftzirkulation im Gehörgang einschränken und so Ohrenerkrankungen begünstigen können — ein allgemeiner Punkt, der bei Hängeohr-Rassen besondere Beachtung verdient.

Gesundheitlich gilt der Segugio Italiano als robuste und langlebige Rasse; eine Häufung häufiger, erblich bedingter Erkrankungen ist nicht dokumentiert. Als rassespezifischer Befund ist jedoch eine seltene, neuartige und schwere Erbkrankheit beschrieben: eine canine Form des humanen GAPO-Syndroms, verursacht durch eine nonsense-Variante im ANTXR1-Gen (Quellen: CAGH-Abstract »A canine form of GAPO syndrome identified in Segugio Italiano dogs caused by a nonsense variant in ANTXR1«, Cambridge 2025; Beitrag des Canine Genetics Centre vom 08.08.2025). Der Abstract beschreibt die Krankheit als schwerwiegend und lebensverkürzend; nach Angabe des Canine Genetics Centre überlappen die klinischen Zeichen der betroffenen Segugio-Hunde »vollständig« mit dem humanen GAPO-Syndrom (Wachstumsverzögerung, Alopezie, Pseudoanodontie, Sehnervenatrophie — beim Menschen autosomal-rezessiv). Der autosomal-rezessive Erbgang ist für die Hundeform nicht explizit verifiziert; die Erkrankung ist sehr selten.

Für die Zucht bedeutet das: Aufgrund der Seltenheit und der kleinen Bestände ist auf verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitsuntersuchungen und ausreichender genetischer Diversität zu achten — entsprechend der im FCI-Standard formulierten Anforderung, dass zur Zucht ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden sollen. Das Hunderassenlexikon bewertet die Rasse nicht als Qualzucht: Der Körperbau ist proportioniert und funktional und zeigt keine der für § 11b TierSchG typischen extremen Übertreibungen (keine Brachyzephalie, keine Chondrodystrophie, keine extreme Hautfalten-, Ridge- oder Miniaturisierungs-Problematik). Eine Qualzucht-Einstufung nach § 11b TierSchG obliegt den zuständigen Behörden; die redaktionelle Einordnung des Lexikons lautet daher auf »nein«.

Für wen geeignet?

  • Familien: Bedingt gut geeignet: Der Segugio ist ausgeglichen, kinderfreundlich und wenig aufdringlich — wegen seiner ausgeprägten Jagdanlage müssen aber kleine Haustiere und die Risiken einer offenen Fährte aktiv gemanagt werden, und der hohe Bewegungsbedarf erfordert einen ausreichend großen, sicher eingezäunten Auslauf.
  • Einsteiger: Machbar mit Grundwissen, aber kein Selbstläufer: Die Rasse ist über positive Verstärkung gut trainierbar, doch ein zuverlässiger Freilauf-Rückruf auf einer frischen Spur ist eine der anspruchsvollsten Trainingsaufgaben — wer das und den hohen Auslauf-/Beschäftigungsbedarf vorab einplant und eine Hundeschule mit Sucharbeit wählt, kommt gut zurecht.
  • Sportlich Aktive: Sehr gut geeignet: Der Segugio bringt Ausdauer, Schnelligkeit und einen ausgeprägten Such-/Fährteninstinkt mit und ist für Nasenarbeit, Mantrailing, Schleppjagd-Ersatz und ausgedehnte, bewegungsreiche Einsätze ideal — die Arbeitsanlage der Rasse wird hier artgerecht bedient.
  • Senioren/wenig Aktive: Eher weniger geeignet ohne Unterstützung: Der hohe Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf, die ausgeprägte Lautfreude gegenüber einer Spur und die Flucht-/Spurfolge-Tendenz stellen für wenig aktive Halter ohne entsprechendes Auslaufangebot real Herausforderungen dar.

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Professionelle Fellpflege
Das kurze, dichte, harsche und glatt anliegende Haar des Segugio ist im Rassenvergleich sehr pflegeleicht: gelegentliches Bürsten reicht aus, eine professionelle Schur ist nicht nötig.
Hundehaftpflicht
In vielen Bundesländern Pflicht
Hundeschule einplanen
Optional — frei wählbare Unterstützung je nach Bedarf
NEU
BERECHNET
Einmalig
Anschaffung
Erstausstattung
Monatlich
FutterFutter-Empfehlung folgt
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KrankenversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Fellpflege
Jährlich
Hundesteuer
HaftpflichtversicherungTarif bei Barmenia adcuri →
Laufende Kosten / Monat
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Der Segugio Italiano a pelo raso (Kurzhaar; englisch Italian Short-haired Segugio) wurde über Generationen selektiv auf eigenständiges, ausdauerndes Verfolgen einer Bodenfährte in schwierigem, oft dicht bewachsenem Gelände gezüchtet — als arbeitender Laufhund musste er ohne ständige Rückversicherung beim Jäger auskommen. In der ursprünglichen …

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Häufige Fragen zum Segugio Italiano a pelo raso (Kurzhaar)

Ist der Segugio Italiano anfängergeeignet?

Kein pauschales Ja oder Nein: Die Rasse ist ausgeglichen und über positive Verstärkung gut trainierbar, doch die ausgeprägte, eigenständige Jagd- und Fährtenanlage macht einen zuverlässigen Freilauf-Rückruf anspruchsvoll, und der hohe Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf wird oft unterschätzt. Mit realistischen Erwartungen, Grundwissen zu Lerntheorie und einem sicher eingezäunten Garten ist sie gut machbar.

Warum hört mein Segugio beim Spaziergang auf einer Spur nicht mehr auf mich?

Auf einer frischen, attraktiven Fährte tritt praktisch jeder andere Sinnesreiz — einschließlich Rückrufkommandos — in den Hintergrund, weil der Geruchsreiz einen extrem hohen Verstärkerwert besitzt. Das ist kein Ungehorsam, sondern ein sensorischer Fokuszustand, der selektiv gezüchtet wurde.

Wie viel Auslauf und Beschäftigung braucht ein Segugio?

Als arbeitender Laufhund hat er einen hohen Bewegungsbedarf und braucht zusätzlich gezielte geistige Auslastung über Nasen-/Fährtenarbeit — lange Spaziergänge allein reichen oft nicht; kontrollierte Suchspiele und Fährtenarbeit die artgerechteste Ergänzung.

Ist der Segugio ein Listenhund?

Nein. Der Segugio Italiano a pelo raso steht in keinem der 16 Bundesländer auf einer Rasseliste für gefährliche Hunde — weder bundesweit noch landesrechtlich (Stand der Prüfung: 21.08.2026).

Gibt es beim Segugio rassetypische Erbkrankheiten?

Die Rasse gilt als robust und gesund. Als seltener, rassespezifischer Befund ist eine canine Form des GAPO-Syndroms (nonsense-Variante im ANTXR1-Gen) beschrieben — monogen und sehr selten, ohne Hinweis auf eine häufige Erkrankungslast. Aufgrund der kleinen Bestände ist verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitsuntersuchungen und genetischer Diversität wichtig.

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